dpatopbilder - 01.10.2022, Berlin: Eine S-Bahn fährt am Morgen am Bahnhof Berlin-Grünau ein. In Berlin startet ab Oktober 2022 das neue 29-Euro-Ticket für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). V ...
Die Verkehrsminister von Bund und Ländern halten grundsätzlich ein bundesweites Nahverkehrsticket für monatlich 49 Euro als Nachfolger des 9-Euro-Tickets für möglich.Bild: dpa / Christoph Soeder
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Verkehrsminister einig: Bundesweites 49-Euro-Ticket soll kommen

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13.10.2022, 19:24

Verkehrsminister einig: Bundesweites 49-Euro-Ticket soll kommen

Für Millionen Fahrgäste kommt ein bundesweites 49-Euro-Monatsticket für Busse und Bahnen ab Anfang 2023 in Sicht. Die Verkehrsminister von Bund und Ländern verständigten sich am Donnerstag in Bremerhaven auf ein solches Nachfolgemodell für das beliebte 9-Euro-Ticket aus dem Sommer. Allerdings gibt es einen großen Haken: Es steht noch unter dem Vorbehalt, dass sich Kanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten über die generelle Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Zeiten steigender Energiekosten verständigen. Vorbereitungen für das neue Ticket mit angepeiltem Start am 1. Januar sollen schon anlaufen.

Erste praktische Details für die Fahrgäste wurden schon deutlich. Das 49-Euro-Ticket soll digital zu kaufen sein, aber daneben wohl etwa auch als Plastikkarte. Vorgesehen ist es als laufendes Abonnement, das aber monatlich kündbar sein soll.

Die Verkehrsminister:innen von Bund und Ländern haben sich in Bremerhaven beraten.
Die Verkehrsminister:innen von Bund und Ländern haben sich in Bremerhaven beraten.Bild: dpa / Sina Schuldt

Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen zu Bahn-Sabotage

Der Generalbundesanwalt hat Medienberichten zufolge die Ermittlungen wegen der Sabotage am Kabelnetzwerk der Deutschen Bahn übernommen. Es sei ein Verfahren wegen des Anfangsverdachts der verfassungsfeindlichen Sabotage eingeleitet worden, schrieben der "Spiegel" und "The Pioneer" am Donnerstag. Die Bundesanwaltschaft war für eine Bestätigung zunächst nicht zu erreichen.

Am Samstag waren zwei Kabel in Berlin und Herne durchtrennt worden. Das legte den Zugverkehr in weiten Teilen Norddeutschlands lahm. Die Bahn stellte nahezu den gesamten Zugverkehr in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein für rund drei Stunden ein.

Verdächtige wegen geplanter Lauterbach-Entführung verhaftet

Im Zusammenhang mit der mutmaßlich geplanten Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Bundesanwaltschaft eine Frau wegen Terrorverdachts festnehmen lassen. Sie habe eine übergeordnete Stellung im administrativen Teil jener staatsfeindlichen Gruppierung innegehabt, die im April aufgeflogen war, teilte die Behörde am Donnerstag in Karlsruhe mit.

06.10.2022, Berlin: Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit, kommt zu einer Pressekonferenz im Bundesgesundheitsministerium zu Corona-Schutzmaßnahmen in Pflegeeinrichtungen. Das Ministeri ...
Im Zusammenhang mit der mutmaßlich geplanten Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Bundesanwaltschaft eine Frau festnehmen lassen.Bild: dpa / Bernd von Jutrczenka

So machte die Deutsche der Mitteilung zufolge unter anderem Vorgaben, um die Pläne der Gruppierung voranzutreiben und zu koordinieren. Sie sei beim Besorgen von Waffen und Sprengstoff eingebunden gewesen, habe wiederholt eine rasche Umsetzung des Vorhabens eingefordert und konkrete Terminvorstellungen genannt. Außerdem habe sie mit potenziellen Vereinigungsmitgliedern Rekrutierungsgespräche geführt.

Beamte des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz und der sächsischen Polizei hätten die Beschuldigte am Donnerstag im Landkreis Mittelsachsen festgenommen und Räume durchsucht. Ein Haftrichter sollte später entscheiden, ob die Frau in Untersuchungshaft kommt.

Energie und Nahrungsmittel treiben Inflation im September auf 10 Prozent

Angetrieben durch die Preise für Energie und Nahrungsmittel ist die Inflation im September auf 10 Prozent geschnellt und hat damit einen neuen Höchststand erreicht. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bestätigte damit am Donnerstag erste Schätzungen von Ende September. Im August hatte die Teuerung im Vorjahresvergleich noch bei 7,9 Prozent gelegen, im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise im September um 1,9 Prozent.

Verstärkt wurde die Inflation durch den Wegfall von Entlastungsmaßnahmen, dem Tankrabatt und dem Neun-Euro-Ticket. Diese Unterstützung hatte es von Juni bis Ende August gegeben. Sie hatte dämpfend auf die Inflation gewirkt. Hauptfaktor waren aber weiterhin die Energiepreise. Allein Energieprodukte waren im September im Jahresvergleich 43,9 Prozent teurer. Lieferprobleme und Preisanstiege in den vorgelagerten Wirtschaftsstufen verteuerten auch Nahrungsmittel deutlich, hier lag der Anstieg zuletzt bei 18,7 Prozent.

Luftverteidigung: Deutschland startet Projekt für neuen Schutzschirm

Deutschland hat mit 14 anderen Staaten ein Projekt zum Aufbau eines besseren europäischen Luftverteidigungssystems auf den Weg gebracht. Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht unterzeichnete am Donnerstag am Rande eines Nato-Treffens in Brüssel mit Kolleginnen und Kollegen eine Erklärung zu der sogenannten European Sky Shield Initiative.

German Defense Minister Christine Lambrecht delivers her speech during a meeting with soldiers of the German Bundeswehr 41st Mechanized Infantry Brigade Forward Command Element at the Rukla military b ...
Christine Lambrecht unterzeichnete am Donnerstag die Erklärung.Bild: AP / Mindaugas Kulbis

Diese soll helfen, bestehende Lücken im derzeitigen Schutzschirm für Europa zu schließen. Defizite gibt dort beispielsweise im Bereich ballistischer Raketen, die auf ihrer Flugbahn große Höhen erreichen, aber auch bei der Abwehr von Drohnen und Marschflugkörpern.

Hintergrund der deutschen Initiative ist der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Er hat die Sicherheitslage in Europa nach Einschätzung der Nato fundamental verändert und macht deswegen zusätzliche Anstrengungen bei der Luftverteidigung notwendig. Bislang war die Raketenabwehr in Europa vor allem auf mögliche Bedrohungen aus dem Iran ausgerichtet.

Ärztevertreter fordern wieder FFP2-Maskenpflicht

Angesichts der wachsenden Belastung der Kliniken durch ansteigende Corona-Infektionszahlen fordern Ärztevertreter rasches Handeln von den Ländern. "Überall dort, wo die Inzidenzen jetzt durch die Decke gehen, müssen die Länder mit einer FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV und in öffentlich zugänglichen Innenräumen reagieren", sagte die Vorsitzende der Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das Infektionsgeschehen müsse eingedämmt werden, um die Krankenhäuser nicht zu überlasten. "Auch wenn es lästig ist: FFP2-Masken schützen vor der Übertragung von aerogenen Infektionserkrankungen", sagte Johna.

Bayern fuehrt FFP2-Maskenpflicht fuer Nahverkehr und Geschaefte ein. Archivfoto: Themenbild Coronavirus Pandemie im Herbst / Winter-Junge Frau legt eine KN95 Maske an. Mundschutz,Maske. Im Hintergrund ...
Kehrt die Maskenpflicht in Innenräumen zurück? Bild: www.imago-images.de / Frank Hoermann/SVEN SIMON

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland steigt wieder an. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen lag am Mittwoch laut Robert-Koch-Institut bei 799,9. Auch die Zahl der Intensivpatienten nimmt bundesweit wieder zu.

Sommer-Wechsel nach München wohl fix ++ Brand in Pflegeheim: Bewohnerin unter Verdacht
Dinge, über die Deutschland jetzt spricht: Jeden Tag findest du bei watson, natürlich laufend aktualisiert, die kompakten Top-News – in wenigen Minuten weißt du, was abgeht.

Der Wechsel von Yann Sommer zum FC Bayern soll nach einem langen Poker Medienberichten zufolge perfekt sein. Wie "Bild", Sky und "Blick" am Mittwoch berichteten, haben sich der deutsche Fußball-Rekordmeister aus München und Borussia Mönchengladbach auf einen Transfer des 34-Jährigen geeinigt. Es stehe nur noch der Medizincheck Sommers aus. Als Ersatz für den lange verletzt fehlenden Manuel Neuer soll der Schweizer Nationaltorhüter bei den Münchnern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025 unterschreiben. Offizielle Mitteilungen lagen zunächst nicht vor.

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