Robert Lewandowski durfte in der vergangenen Saison so oft jubeln wie sonst kein anderer.
Robert Lewandowski durfte in der vergangenen Saison so oft jubeln wie sonst kein anderer.
Bild: www.imago-images.de / Elmar Kremser/SVEN SIMON

So knapp ist ein Transfer von Lewandowski zu Manchester gescheitert

23.12.2020, 13:1326.12.2020, 07:37

Stürmerstar Robert Lewandowski hat ein beeindruckendes Jahr hinter sich. Mit den Bayern gewann er das Triple; und vergangene Woche wurde er obendrein zum FIFA-Weltfußballer des Jahres gewählt. Nicht zu vergessen: Die Auszeichnung zum besten Torschützen der Bundesliga in der vergangenen Saison. Eine Trophäe blieb ihm dieses Jahr allerdings verwehrt: Der Ballon d’Or, auch unter dem Namen "Europas Fußballer des Jahres" bekannt.

Im Interview mit dem französischen Magazin "France Football", dem Ausrichter des Ballon d’Or, äußerte Lewandowski keinen Zweifel daran, dass er auch diesen Preis gewonnen hätte. Doch die Verleihung des goldenen Balles (so die Übersetzung für "Ballon d’Or") fiel in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. "Bayern hat alles gewonnen, gut gespielt und viele Tore geschossen. Wir hatten die beste Mannschaft. Also wäre es wahrscheinlich auch ein Bayern-Spieler gewesen. Hätte ich gewonnen? Ohne Zweifel", legte sich der Pole fest.

Lewandowski an einem Tisch mit Messi und Ronaldo?

Doch auch ohne die Auszeichnung hat Lewandowski in diesem Jahr genug zu feiern. Mit 32 Jahren ist der Mittelstürmer nochmal so durchgestartet, dass er in einem Atemzug mit Messi und Cristiano Ronaldo genannt wird. Schon vor zwei Jahren stellte Stürmerkollege Antoine Griezmann fest, Lewandowski sitze jetzt an einem Tisch mit Messi und Cristiano Rolando.

Robert Lewandowski wurde zum FIFA-Weltfußballer des Jahres gewählt.
Robert Lewandowski wurde zum FIFA-Weltfußballer des Jahres gewählt.
Bild: SvenSimon/Marco Donato-FC Bayern/Pool via Getty Images

Angesprochen auf diesen Vergleich erklärt Lewandowski: "Messi und Ronaldo sitzen schon sehr lange am selben Tisch an der Spitze und das macht sie unvergleichlich. [...] Wenn wir die Zahlen für dieses Jahr und sogar die letzten Jahre nehmen, denke ich, dass ich in Bezug auf Leistung und erzielte Tore ziemlich gut bin. Ich bin aber nicht am selben Tisch wie Messi und Ronaldo." Scherzhaft fügt Lewandowski hinzu: "Ich kann sie aber gerne einladen, bei mir zu essen."

Lewandowski: Sir Alex Ferguson wollte, dass ich nach Manchester komme

Doch Lewandowski plaudert im Interview nicht nur über die Gegenwart, sondern gibt auch Einblicke in die Anfangszeit seiner steilen Karriere. Er verrät, wie er fast bei Manchester United gelandet wäre, statt zu den Bayern zu wechseln. "Nach meinem zweiten Jahr in Dortmund hatte ich ein Gespräch mit Sir Alex Ferguson", erklärte Lewandowski dem Magazin. "Er wollte, dass ich nach Manchester komme. Ich hatte sehr großes Interesse daran. Ja, ich kann sogar sagen, dass ich bereit war."

Damals, im Jahr 2012, war Lewandowski auf dem Weg zu seinem zweiten Meistertitel mit dem BVB. Die Dortmunder wollten ihn nicht gehen lassen. Stattdessen verließ Lucas Barrios, Lewandowskis Konkurrent auf der Stürmerposition, die Schwarz-Gelben. Lewandowski konnte sich somit zum Star der Mannschaft mausern. Seine beiden Säulen zum Erfolg waren dabei Geduld und Beharrlichkeit. "Das Problem ist, dass viele Leute wollen, dass das sofort sichtbar wird, woran man im Hintergrund arbeitet", resümiert Lewandowski.

Diese Geduld hat sich für ihn nun ausgezahlt. Mit 32 Jahren ist er auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Die Bayern dürften dagegen hoffen, dass sie noch lange auf die Leistung des Ausnahmespielers vertrauen können.

(lau)

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