Hasan Salihamidžić ist seit Juli 2020 Sportvorstand beim FC Bayern München.
Hasan Salihamidžić ist seit Juli 2020 Sportvorstand beim FC Bayern München.Bild: IMAGO / Revierfoto / IMAGO / Revierfoto

Nach klarem Salihamidžić-Dementi: Bayern-Star könnte München doch verlassen

12.08.2022, 17:30

Fast 140 Millionen Euro hat der FC Bayern um Sportvorstand Hasan Salihamidžić schon für neue Spieler in diesem Sommer ausgegeben. Zwar ging Topstürmer Robert Lewandowski zum FC Barcelona, dafür kam allerdings Sadio Mané aus Liverpool. Zusätzlich holten die Münchner noch Top-Talent Mathys Tel für den Sturm und Matthijs de Ligt und Noussair Mazraoui für die Abwehr. Ryan Gravenberch kam für das Mittelfeld.

Die neue Personalsituation hat auch dazu geführt, dass Bayern-Trainer Julian Nagelsmann das Spielsystem geändert hat. Statt mit einem Stürmer spielt der FCB nun mit insgesamt vier Offensivspielern, die munter durch die Positionen rotieren und dadurch die Gegner verwirren sollen. Sowohl im Supercup gegen Leipzig (5:3) als auch beim Liga-Auftakt gegen Frankfurt (6:1) ist das geglückt.

Neun Spieler für vier Positionen

Trotzdem gibt es bei diesem System auch Verlierer. Für insgesamt vier Positionen, haben die Bayern mit Jamal Musiala, Sadio Mané, Leroy Sané, Serge Gnabry, Kingsley Coman, Thomas Müller, Joshua Zirkzee, Eric Maxim Choupo-Mouting und Mathys Tel insgesamt neun Kandidaten. Es liegt daher auf der Hand, dass einige nicht oder nur kaum spielen können.

Leroy Sané ist einer, den es in den ersten beiden Pflichtspielen traf. Sowohl gegen Leipzig als auch gegen Frankfurt kam er nur von der Bank, weshalb es bereits Gerüchte gab, dass sowohl Manchester United als auch Arsenal London am Flügelspieler interessiert seien. Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidžić stellte aber bei "Sky90" klar: "Da ist gar nichts dran. Leroy ist ein wichtiger Spieler für uns, deswegen gibt es dazu überhaupt nichts zu erzählen."

Sky enthüllte allerdings jetzt, dass Sané trotz des klaren Dementis von Salihamidžić nicht unverkäuflich sei in diesem Sommer. In der Sendung "Transfer Update" hieß es, dass die Bayern bei einer Ablöse zwischen 60 und 70 Millionen Euro ins Grübeln kämen und sich zumindest das Angebot der interessierten Vereine anhören würde.

Demnach soll der FC Bayern zwar weiterhin mit Sané planen und die Verantwortlichen würden große Stücke auf den 26-Jährigen halten, aber gleichzeitig gebe es innerhalb des Vereins auch weitaus kritischere Stimmen.

"Er ist auch nicht zufrieden, wie viele Spiele gelaufen sind."
Hasan Salihamidžić über Leroy Sané

Salihamidžić selbst sagte bei "Sky90": "Er ist auch nicht zufrieden, wie viele Spiele gelaufen sind. Er hat seine Klasse aufblitzen lassen, aber er und wir möchten, dass er Führungsspieler beim FC Bayern wird und Spiele entscheidet. Er muss jetzt nicht zehnmal grätschen, aber er soll diese Körpersprache haben, die wir von ihm verlangen."

Bayerns Sportvorstand sieht den Offensivspieler auf einem guten Weg dahin, trotzdem macht diese Aussage auch deutlich, dass sich die Bayern von Sané mehr erhofft hatten. Im Sommer 2020 kauften die Münchner den deutschen Nationalspieler (45 Einsätze) für 60 Millionen Euro von Manchester City. Nun steht er vor seiner dritten Bayern-Saison, in der er sich präsentieren und zum Leistungsträger entwickeln soll – außer, es bietet noch ein Verein über 60 Millionen Euro und die Münchner fangen doch an zu zweifeln.

(stu)

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