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FC Bayern: Wutanruf von Uli Hoeneß – Bundesliga-Manager packt aus

ARCHIV - 12.11.2023, Bayern, München: Fußball: Bundesliga, Jahreshauptversammlung des FC Bayern München. Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß verfolgt die Jahreshauptversammlung. Er warnt vor Entwicklung ...
Uli Hoeneß ist für seine impulsive Art bekannt. Bild: dpa / Angelika Warmuth
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FC Bayern: Bundesliga-Manager erzählt von wütendem Hoeneß-Anruf

29.11.2023, 09:06
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Seit mehr als 40 Jahren hat Uli Hoeneß mittlerweile beim FC Bayern das Sagen und es gibt vermutlich nur wenige Menschen, die sich mit dem deutschen Fußballgeschäft so gut auskennen wie er. Mit der Erfahrung geht ein gewisses Selbstverständnis einher. Das lässt Hoeneß seine Mitmenschen mitunter auch spüren.

Wenn Uli Hoeneß etwas stört, dann sagt er das frei heraus. Mittlerweile ließen sich mit seinen Plädoyers und Tiraden ganze Bücher füllen. Seine direkte Art ist nicht von einem gewissen Konfliktpotenzial gefeit, allerdings kann ihm auch niemand vorwerfen, unaufrichtig zu sein. Diese Erfahrung hat auch ein Bundesliga-Manager gemacht.

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Seit mehr als zehn Jahren ist Alexander Rosen Sportchef bei der TSG Hoffenheim und somit der dienstälteste Manager der Bundesliga. 2010 übernahm Rosen zuerst die sportliche Leitung des Nachwuchsleistungszentrums in Hoffenheim, 2013 wurde er zum "Leiter Profifußball" befördert. Im Juni dieses Jahres stieg der 44-Jährige in die Geschäftsführung auf.

Wut-Anruf von Uli Hoeneß offenbart

"Alexander Rosen genießt hohe Wertschätzung im Klub und darüber hinaus bei den vielen Ansprechpartnern, die nötig sind, um einen Bundesliga-Klub erfolgreich zu führen und zu entwickeln", ließ sich Gesellschafter Dietmar Hopp in einer Vereinsmitteilung zitieren. Unter all den Ansprechpartnern befindet sich auch Uli Hoeneß, wie Rosen nun gegenüber der "Sport Bild" erklärte.

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Seit 2010 ist Alexander Rosen bei der TSG Hoffenheim. Bild: dpa / Uwe Anspach

"In der Saison 2018/19 bestritten wir das Eröffnungsspiel in München, und ich gebe zu, dass wir uns vor dieser Partie recht forsch geäußert haben", sagte der Hoffenheim-Manager. So hatte beispielsweise der damalige Trainer Julian Nagelsmann im Vorfeld an die Aussage von Oliver Kahn "Eier, wir brauchen Eier" erinnert.

"Auf Bayerisch würde man sagen, dass er mich zur Sau gemacht hat."

Seine Mannschaft sei sehr motiviert gewesen, erinnert sich Rosen, "vielleicht sogar etwas übermotiviert". Während des Spiels sei es zu einigen hitzigen Situationen gekommen und Uli Hoeneß habe sich nach dem Abpfiff über die vermeintlich zu harte Spielwiese beschwert. "Das machte er aber nicht nur in den Medien. Montags hatte ich ihn plötzlich am Telefon."

Das sei laut Rosen zunächst einmal "kein angenehmes Gespräch" gewesen, wobei er noch deutlicher wurde: "Auf Bayerisch würde man sagen, dass er mich zur Sau gemacht hat." Später hätte das Telefonat aber noch "einen konstruktiven Verlauf" genommen und ein "respektvolles Ende" gehabt. "Das ist eine Qualität."

Auf die Frage, ob er auch so ausrasten könne wie Uli Hoeneß, antwortete Alexander Rosen eindeutig – und stellte abermals den Unikat-Status des Bayern-Patrons hervor: "Das kann wahrscheinlich niemand."

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