12.12.2022, Baden-W
Bruno Labbadia ist zum zweiten Mal Trainer des VfB Stuttgart. Bild: dpa / Christoph Schmidt
Bundesliga

VfB Stuttgart: Neuer Trainer Labbadia will Ex-Star von Konkurrenten holen

26.12.2022, 11:51

Für den VfB Stuttgart gibt es im kommenden Jahr nur ein Ziel: irgendwie den Klassenerhalt schaffen. Damit das gelingt, holten die Vereinsbosse Bruno Labbadia zurück, der bereits von 2010 bis 2013 Trainer der Schwaben war.

Unter dem 56-Jährigen schaffte es der VfB sogar ins DFB-Pokalfinale. Aktuell steht der VfB auf Relegationsplatz 16, lediglich einen Zähler vor dem VfL Bochum.

Bei seiner Vorstellung als neuer Trainer machte er bereits klar, was der Mannschaft seiner Ansicht nach fehlt. "Wenn man die Vorrunde sieht, sind wir im Vergleich zu vielen Gegnern einfach weniger gelaufen. Wir müssen diese Phase jetzt nutzen, dass wir später im April, Mai die Reserven haben, um da mithalten zu können."

So standen für die VfB-Profis in der ersten Woche vor allem Laufeinheiten auf dem Programm. Doch ungeachtet der körperlichen Defizite wollen die Stuttgarter ihren Kader noch verstärken. Und dazu wollen sie ausgerechnet bei einem direkten Konkurrenten zugreifen.

Guilavogui und Labbadia schätzen sich seit Jahren

Denn laut dem "Kicker" sollen die Schwaben großes Interesse an Joshua Guilavogui vom VfL Wolfsburg haben. Der 32-Jährige und der Neu-Coach kennen und schätzen sich seit Jahren. So war der Franzose während Labbadias Zeit beim VfL Wolfsburg Stammspieler und im zweiten Jahr sogar Kapitän.

Der Trainer soll vor allem die Geradlinigkeit im Spiel, die Führungsqualitäten und die Bundesligaerfahrung schätzen. So kritisierte Labbadia nach der jüngsten 0:3-Testspielpleite gegen den FC Luzern, dass es dem Stuttgarter Spiel an Struktur fehle. Guilavogui, der 2014 zum VfL kam, aber unter Niko Kovac keine große Rolle mehr spielt, könnte dieses Problem lösen.

Es soll bereits erste Gespräche gegeben haben und auch der 20-fache französische Nationalspieler sei nicht abgeneigt. "Wir schätzen uns sehr", sagte er über die Beziehung zu Labbadia. Der versuchte den Mittelfeldspieler schon während seiner Zeit als Hertha-Trainer zu verpflichten, scheiterte jedoch.

Joshua Guilavogui bejubelt einen Treffer.
Joshua Guilavogui bejubelt einen Treffer.Bild: dpa / Swen Pförtner

In Stuttgart könnte er dann Mittelfeldmotor und Kapitän Wataru Endō entlasten. Der 29-jährige WM-Teilnehmer könnte zudem eine Position nach vorne rücken und so seine immer wieder aufblitzende Torgefährlichkeit noch besser ausspielen.

Auch unter Labbadia wird Endō für den VfB eine entscheidende Rolle im Kampf um den Klassenerhalt spielen.

Stuttgart muss finanziell auf Wolfsburg und Guilavogui hoffen

Fraglich ist nur, ob sich die klammen Schwaben Guilavogui überhaupt leisten können. Die Gespräche sollen sich laut "Kicker" bisher eher schwierig gestalten.

Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft zwar erst im Sommer 2023 aus, doch beim VfB hofft man, dass Wolfsburg den Spieler schon im Winter ablösefrei ziehen lässt.

Zudem können die Schwaben nicht das gleiche Gehalt wie die Niedersachsen bezahlen. In diesem Fall müsste der Spieler dem Verein entgegenkommen.

Doch auch wenn ein Wechsel nicht zustande kommt, ist eine Sache klar. Der VfB will sich trotz geringer finanzieller Mittel noch einmal im zentralen Mittelfeld verstärken. Die bisherigen Leistungen der weiteren zentralen Mittelfeldspieler waren bislang nicht überzeugend genug.

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