24.01.2023, Berlin: Fußball: Bundesliga, Hertha BSC - VfL Wolfsburg, 17. Spieltag, Olympiastadion, Herthas Cheftrainer Sandro Schwarz feuert seine Spieler an. Foto: Soeren Stache/dpa - WICHTIGER HINWE ...
Für den Trainer Sandro Schwarz war die Klatsche gegen Wolfsburg am Dienstag besonders enttäuschend.Bild: dpa / Soeren Stache
Bundesliga

Hertha BSC: Trainer platzt nach Klatsche der Kragen – "Schlag in die Fresse"

25.01.2023, 17:15

Schlimmer hätte dieser Dienstag für Hertha kaum enden können. Gegen den VfL Wolfsburg mussten die Berliner eine heftige Klatsche einstecken. Nach einem bitteren 0:5 (0:3) belegen die Herthaner den vorletzten Platz, in den vergangenen sechs Partien holten sie nur einen Sieg.

Dem Verein droht nun den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren. Und das kurz vor dem wichtigen Stadtderby gegen Union Berlin.

24.01.2023, Berlin: Fußball: Bundesliga, Hertha BSC - VfL Wolfsburg, 17. Spieltag, Olympiastadion, Herthas Torhüter Oliver Christensen zeigt sich nach dem Schlusspfiff vor den Fans in der Ostkurve. Fo ...
Hertha kassierte eine heftige Niederlage.Bild: dpa / Soeren Stache

Klar, dass die Enttäuschung bei Hertha BSC riesig ist. Sowohl beim Team, als auch beim Trainer und dem Vorstand. Gegen Wolfsburg hatten sie am Dienstag nie eine Chance.

"Das war wirklich unterirdisch. Wir sind kopflos herumgerannt."
Herthas Sportchef Fredi Bobic

Nach grobem Hertha-Patzer: Fans geben Pfeif-Konzert

Dieser Anblick tat Hertha-Fans weh: Nicht eine vernünftige Torchance gab es für den Klub im ersten Durchgang. Das Match spielte sich zum größeren Teil in der eigenen Spielfeld-Hälfte ab. Herthas Sportchef Fredi Bobic bezeichnete die erste Halbzeit bei "Sky" gar als "das Schlechteste", was er in dieser Saison gesehen habe. "Das war wirklich unterirdisch. Wir sind kopflos herumgerannt. Die nächsten Tage werden für die Jungs hart werden."

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Zur Halbzeit gab es ein Pfeifkonzert der Hertha-Fans. Zwar sah es in der zweiten Halbzeit etwas besser für die Berliner aus. Der Flügelspieler Dodi Lukébakio war gegen seinen Ex-Klub engagiert. Doch sein vielversprechendster Ball ging in der 51. Minute klar links am Tor vorbei. Schließlich versenkten die Wolfsburger noch zwei Bälle. Nicht zuletzt aufgrund grober Patzer vonseiten Herthas.

Trotz der Enttäuschung: Am Trainer-Posten will Bobic nicht zweifeln. Schwarz stehe "nicht mal ansatzweise zur Diskussion", schließlich sei das Vertrauen in den 44-Jährigen nach wie vor groß.

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Sandro Schwarz (l.) genießt Bobic' vollstes Vertrauen.Bild: Metodi Popow / imago images

Das sehen offenbar auch die meisten Fans ähnlich. In den sozialen Netzwerken verteidigen zahlreiche Hertha-Anhänger:innen den Chef-Trainer. Demnach sei die Niederlage ein gutes Beispiel dafür, dass nicht immer der Trainer Schuld sei. Stattdessen sei die Klatsche die Folge massiver Fehler einzelner Spieler.

Ein User schreibt:

"Hertha hat in den letzten Jahren alles versucht, sämtliche Positionen durchgetauscht, Abläufe umgeworfen ... Das einzige, was nie probiert wurde, ist Konstanz auf der Trainerposition. Ich glaube nicht, dass eine Trainerdiskussion aktuell der richtige Weg ist."

Hertha will Klatsche aufarbeiten: Trainer Schwarz massiv "enttäuscht"

Doch Schwarz selbst platzte nach dem Debakel im heimischen Olympiastadion der Kragen. Er erklärt sich die Klatsche so: "Ich glaube, dass wir sehr schlecht reingekommen sind. Wir haben in der ersten Halbzeit keinen Zugriff gehabt." In der zweiten Halbzeit sei es besser gewesen.

Trotzdem bezeichnet er das Spiel gegen Wolfsburg als "enttäuschend". Nun steht offenbar erstmal die analytische Aufarbeitung an: "Alle müssen sich kritisch hinterfragen, natürlich auch der Cheftrainer, alle Beteiligten. Wir haben heute einen Schlag in die Fresse bekommen."

Aufgeben steht jedenfalls nicht auf der Agenda. "Aufarbeiten und Aufstehen", twitterte der Klub am Tag nach dem Spiel. Auch Geschäftsführer Fredi Bobic will nicht den Kopf in den Sand stecken. Er sagte gegenüber "Sky": "Wir ziehen voll durch!"

FC Bayern: Yann Sommer sorgt mit Geste für Fan-Spott

Die lange Ungewissheit beim Rekordmeister hat ein Ende. Nach dem Ringen um einen geeigneten Nachfolger für den verletzten Torhüter Manuel Neuer konnte der Bundesliga-Restart mit dem frisch verpflichteten Yann Sommer in der Startelf über die Bühne gehen. Trainer Julian Nagelsmann widersetzte sich damit der Kritik von außen, Sommer erst einmal ankommen zu lassen. Kritiker:innen zufolge hätte stattdessen Bayerns Torhüter Nummer zwei, Sven Ulreich, am Platz stehen sollen.

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