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FC Bayern: Fans stellen sich nach Tuchel-Trennung klar gegen Klub-Führung

dpatopbilder - 24.02.2024, Bayern, München: Fußball: Bundesliga, Bayern München - RB Leipzig, 23. Spieltag, Allianz Arena. Trainer Thomas Tuchel von München sitzt auf dem Metallkoffer. Foto: Tom Welle ...
Thomas Tuchel wird den FC Bayern im Sommer verlassen. Die Probleme werden sich – zumindest laut den Fans – nicht lösen.Bild: dpa / Tom Weller
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FC Bayern: Fußball-Fans sind sich einig – Tuchel-Trennung löst FCB-Probleme nicht

28.02.2024, 12:04
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Seit einer Woche ist das Schicksal von Thomas Tuchel beim FC Bayern besiegelt. Am Saisonende wird er seine Koffer packen müssen und den Verein verlassen. Das erste Mal seit 2012 könnten die Münchner nicht Meister werden, haben zurzeit acht Punkte Rückstand auf Leverkusen.

Dazu kommt die 0:1-Pleite im Achtelfinal-Hinspiel gegen Lazio Rom. Ein Aus in der Runde der letzten 16 käme einer Blamage gleich und gab es zuletzt 2019 gegen den FC Liverpool, der später auch das Finale gewann.

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Ein großer Kritikpunkt, den Tuchel auch selbst einräumte: Man konnte in dem knappen Jahr, in dem er im Amt war, keine Weiterentwicklung sehen. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Auffällig ist auch, dass der Münchner Trainerstuhl in den vergangenen Jahren zum Schleudersitz wurde. Julian Nagelsmann musste 2023 gehen, ebenfalls wegen einer fehlenden Weiterentwicklung.

Bei Hansi Flick lag es zwar hauptsächlich an den Meinungsverschiedenheiten mit Sportvorstand Hasan Salihamidžić, aber auch Niko Kovač wurde unter anderem die fehlende sportliche Entwicklung vorgeworfen. Liegt es also gar nicht am Trainer, sondern hat vielleicht ganz andere Gründe?

Aus diesem Grund hat watson eine repräsentative Umfrage vom Meinungsforschungsunternehmen Civey durchführen lassen. Die erste Frage lautete: "Werden die aktuellen Probleme des FC Bayern Ihrer Meinung nach dadurch gelöst werden, dass der aktuelle Trainer Thomas Tuchel den Verein verlassen wird?

Die rund 1500 Befragten stimmten zu 56 Prozent mit "Nein" oder "eher nein". 19 Prozent konnten sich nicht entscheiden, während 25 Prozent für "Ja" oder "eher ja" votierten.

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bild: civey

Die Stimmung unter den Fußballbegeisterten in Deutschland ist demnach klar und entspricht nicht der vom neuen Sport-Vorstand, Max Eberl. Bei seiner Antritts-Pressekonferenz hatte er am Dienstag gesagt, dass er die Entscheidung zur Tuchel-Trennung im Sommer "absolut als richtig" betrachte.

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Bild: Civey

Bei einer zweiten Umfrage, die Civey für watson unter Fußballbegeisterten durchführte, wurde nach dem Grund für die aktuellen Probleme des FC Bayern gefragt. Konkret sollte beantwortet werden ob "eher die Vereinsführung oder eher der Trainer" als Ursache für die Probleme des FC Bayern gesehen werden.

Auffällig ist, dass sich 40 Prozent nicht festlegen wollten und sowohl den Klub-Verantwortlichen als auch dem Trainer die Schuld gaben. Acht Prozent wollten sich gar nicht entscheiden. Dennoch stimmten auch 37 Prozent der Befragten dafür, dass die Vereinsführung der Grund für die aktuelle Situation sei.

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Bild: Civey

Diese 37 Prozent teilten sich auf in 23 Prozent, die "eindeutig" und 14 Prozent die "eher" den Klub-Bossen die Schuld gaben. Demgegenüber standen lediglich 15 Prozent, die "eher" (sieben Prozent) oder "eindeutig" (acht Prozent) dem Trainer die Schuld gaben.

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Bild: Civey

Auch wenn die deutschen Fußball-Fans nicht der Meinung sind, dass Tuchel den Großteil der Misere zu verantworten hat, wird im Sommer ein neuer Trainer sein Glück in München versuchen. Hoch im Kurs soll Leverkusens Xabi Alonso stehen, aber auch Julian Nagelsmann oder Madrid-Legende Zinédine Zidane sollen auf der Münchner Liste stehen.

Die wichtigsten Fähigkeiten hat Eberl bereits erklärt: Der zukünftige Trainer müsse in der Lage sein junge Spieler weiterzuentwickeln. Außerdem müsse er "eine Sprache sprechen, die wir alle kennen", hatte Eberl klargestellt und damit Deutsch oder Englisch gemeint, wobei auch Französisch für ihn kein Ausschlusskriterium sei.

Civey hat für Watson vom 21.02. bis 26.02.2024 online rund 1.500 Fußball-Fans (Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren) befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 4,7 - 4,8 Prozentpunkten (Gesamtergebnis).

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