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BVB: Guerreiro erntet harte Kritik wegen Bayern-Wechsel

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Raphaël Guerreiro spielte insgesamt sieben Jahre für Borussia Dortmund, nun wechselt er wohl zum FC Bayern.Bild: Imago Images / kolbert-press/Marc Niemeyer
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BVB: Heftige Kritik für Guerreiro wegen Bayern-Wechsel

11.06.2023, 16:10
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Der sportliche Wettkampf um die deutsche Meisterschaft zwischen Bayern und Dortmund war in der abgelaufenen Bundesliga-Saison so spannend wie seit vielen Jahren nicht. Erst am letzten Spieltag sicherten sich die Münchner durch einen Treffer in der 89. Minute die Meisterschaft.

Für viele Fans war die aktuelle Saison wegen der Spannung ein Segen. Auf dem Platz haben sich die beiden Kontrahenten lange ein enges Rennen geliefert. In der Sommerpause fängt nun das Werben um neue Spieler an und auch da kommen sich die Vereine in die Quere. Seit Wochen hält sich das Gerücht, dass sowohl die Bayern als auch der BVB an Edson Álvarez von Ajax Amsterdam interessiert sein sollen.

BVB und Bayern kämpfen auch am Transfermarkt gegeneinander

Ein weiterer Spieler, der nun zwischen die Fronten der Klubs geraten ist, ist Raphaël Guerreiro. Der portugiesische Nationalspieler stand die vergangenen sieben Jahre in Dortmund unter Vertrag. Bereits Ende Mai war klar, dass Guerreiro seinen auslaufenden Vertrag beim BVB nicht verlängern wird. Ein Wechsel des vielseitig einsetzbaren Profis wurde erwartet.

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Wie "Bild" und "Sky" nun berichten, wird Guerreiro diesen Wechsel aber ausgerechnet innerhalb der Bundesliga und zum FC Bayern vollziehen. Laut "Sky" habe sich der Linksfuß und der deutsche Rekordmeister bereits mündlich auf einen Dreijahresvertrag bis 2026 geeinigt. Der Medizincheck soll in der kommenden Woche erfolgen.

In München trifft er auf Trainer Thomas Tuchel, unter dem er auch in Dortmund ein Jahr spielte und der große Stücke auf Guerreiro halten soll. Laut "Sky" soll sogar ein Gespräch mit Tuchel den Ausschlag dafür gegeben haben, dass Guerreiro nach München wechselt.

ARCHIV - 13.05.2023, Bayern, München: Fußball: Bundesliga, Bayern München - FC Schalke 04, 32. Spieltag, Allianz Arena. Münchens Trainer Thomas Tuchel gestikuliert. (zu dpa: «Bayerns große Titelprüfun ...
Ein Gespräch mit Thomas Tuchel soll ausschlaggebend für den Guerreiro-Wechsel nach München gewesen sein.Bild: dpa / Tom Weller

So sehr die Bayern-Fans sich nun über einen neuen, technisch versierten Spieler freuen können, so sehr ärgern sich einige Dortmund-Fans über den Abgang zum direkten Konkurrenten.

Auf Twitter kritisiert ein User: "Die Romantik ist längst tot." Demnach seien Treueschwüre und Küsse aufs Vereinswappen nicht mehr viel wert. Vielmehr gibt er dem eigenen Fanlager den Rat mit: "Lieber den Blick nach vorne richten und die Spieler unterstützen, die auch in der nächsten Saison schwarz-gelb tragen! Es gibt nie, nie, nie einen anderen Verein!"

Ein weiterer Dortmund-Fan schreibt auf Englisch: "Stell dir vor, du bist sieben Jahre bei einem Klub, behauptest, dass du den Klub so sehr liebst. Und dann schließt du dich dem Rivalen an. Raphael Guerreiro hat sein Vermächtnis ruiniert."

Noch heftiger formuliert es ein User, der fragt, "ob Spieler wie Guerreiro Lack gesoffen haben?" Gleichzeitig fragt er sich, weshalb sich der Portugiese wirklich wundere, dass ihn die BVB-Fans verfluchen, wenn er zum "ärgsten Rivalen" wechsle.

Neben der Kritik gibt es aber auch einige Nutzer, die dem 29-Jährigen zur Seite springen. Einer davon findet es beispielsweise lächerlich, dass die BVB-Fans Guerreiro nun beschimpfen.

Demnach wurde der Defensivspieler "bei vielen 'Fans' überkritisch beurteilt". Dazu stand er "beim BVB oft auf der Kippe". Gleichzeitig fühle er sich aber in Deutschland wohl, weshalb ein Wechsel nach München für den Nutzer absolut legitim sei.

FC Bayern: Möglicher Tuchel-Nachfolger? Zinédine Zidane spricht über seine Zukunft

Die Erleichterung konnte man der gesamten Mannschaft vom FC Bayern am vergangenen Wochenende nach dem 2:1-Sieg über Leipzig anmerken. Trainer Thomas Tuchel hatte danach zufrieden gesagt, dass der Dreier verdient wäre: "Der Sieg heute tut den Spielern gut, er tut uns allen im Verein gut."

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