BVB-Mittelfeldstar Mahmoud Dahoud wurde von Deniz Aytekin im Spiel gegen Gladbach mit Gelb-rot vom Platz geschickt.
BVB-Mittelfeldstar Mahmoud Dahoud wurde von Deniz Aytekin im Spiel gegen Gladbach mit Gelb-rot vom Platz geschickt.
Bild: IMAGO / Laci Perenyi

Hummels findet klare Worte für Dahoud nach dessen Platzverweis

26.09.2021, 13:0526.09.2021, 13:12

Das Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund gehört jedes Jahr zu den Highlights der Saison. Beide Teams haben auch in dieser Saison Europa-Ambitionen, doch besonders Mönchengladbach hängt diesen Erwartungen bislang hinterher.

Es ist außerdem das erste Aufeinandertreffen von BVB-Coach Marco Rose mit seinem alten Verein. Die Fohlen werden mittlerweile von Ex-Frankfurt-Trainer Adi Hütter trainiert.

Platzverweis wird zur spielentscheidenden Szene

In einem umkämpften Spiel ging Gladbach in der 37. Minute durch Denis Zakaria in Führung, die Szene des Spiels folgte allerdings erst Minuten später. 40 Minuten waren gespielt, da griff Schiedsrichter Deniz Aytekin zum zweiten Mal nach einem Foul von Mahmoud Dahoud zur Karte. Bereits in der 10. Minute war der Nationalspieler mit gelb verwarnt worden, er musste nun also vom Platz.

Nach der Partie, das Ergebnis war bei Zakarias' spielentscheidendem 1:0 geblieben, sorgt der Platzverweis von Dahoud für Diskussionen. Kapitän Mats Hummels ging mit seinem Mitspieler hart ins Gericht: "Wir machen uns bei Rückstand durch Meckern das Leben schwer. Ich denke, dass Mo weiß, dass er große Scheiße gebaut hat. Ich hoffe, dass es nie wieder vorkommt. Da gibt es keine Entschuldigung für", sagte er nach dem Abpfiff im Sky-Interview.

"Es ist doof, dem Schiedsrichter die Chance zu geben, eine Fehlentscheidung zu treffen. Beides ist passiert."
Mats Hummels

Der 32-Jährige kritisierte aber auch Schiedsrichter Aytekin für seine harte Entscheidung: "Ihn dafür runterzuschicken, ist meines Erachtens falsch". Der Schiedsrichter wiederum erklärte seine Entscheidung mit der Frage nach Respekt, der Unparteiischen auf dem Platz begegnen sollte. Er sehe ein, dass man "die Karte einzelbetrachtet als zu hart" betrachten könne, sagte er im Anschluss: "Aber mir ging es um etwas ganz anderes. Wir haben ein Mindestmaß an Respekt verdient".

Schiedsrichter Aytekin über Respekt auf dem Rasen

Er wies auf eine Szene kurz vorher hin, in der er BVB-Verteidiger Raphael Guerreiro wegen Abwinkens ermahnt hatte: "Ich habe ihm unmissverständlich erklärt, dass ich dieses Verhalten auf dem Platz einfach nicht möchte. Dann kam die zweite Aktion von Dahoud. In der Summe war mir dieses respektlose Abwinken zu viel. Mir hat der Respekt im Paket gefehlt. Das möchte ich nicht, deswegen habe ich dieses Zeichen gesetzt."

Für Hummels ging es um taktisches Verhalten. "Es ist doof, dem Schiedsrichter die Chance zu geben, eine Fehlentscheidung zu treffen. Beides ist passiert. Er gibt ihm die Möglichkeit, im Sinne der Regeln Gelb zu zeigen", sagte er.

Rose: "Entweder alle oder gar keiner"

Auch Cheftrainer Rose hatte mit der Entscheidung Schwierigkeiten, obwohl er die Beweggründe ebenfalls nachvollziehen kann. "Wenn im Training ein Spieler eine Schiedsrichterentscheidung von mir so beantworten würde, dann hätte ich auch ein Problem damit", gibt er zu. Es sei viel mehr die fehlende Konsequenz, die diese Entscheidung ungerecht mache: "Für mich ist es ein Thema der Linie. Dann muss ich das in allen Bundesligastadien machen – und jedes Wochenende. Der Grundsatz ist richtig, aber sich dann irgendeinen raussuchen, um ein Zeichen zu setzen? Entweder alle oder gar keiner."

(vdv)

"30.000 Zuschauer als Sitzschalen verkleidet" – so wurde das El Plastico gefeiert

RB Leipzig gegen TSG Hoffenheim. Der Tabellenvierte gegen den Tabellenachten. An einem Montagabend. Die überhaupt erst siebte Begegnung dieser beiden Teams lockte immerhin noch um die 33.000 Zuschauer in die Leipziger Arena.

Während die Zuschauer im Stadion ein von Taktik geprägtes 1:1 zu sehen bekamen, bestachen die Fans der anderen Vereine mit Schadenfreude über das als "El Plastico" verschriene Duell.

Und weil wir Schadenfreude lieben, wollen wir euch diese natürlich nicht vorenthalten.

(bn)

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