Sport
EM 2024

EM 2024: Toni Kroos äußert leise Zweifel nach DFB-Auftaktsieg

Toni Kroos Deutschland 08 nach Tor zum 4:0 durch Niclas Fuellkrug Deutschland 09, GER, Germany GER vs. Scottland SCO, Fussball Europameisterschaft, UEFA EURO, EM, Europameisterschaft,Fussball 2024, Gr ...
Toni Kroos glänzte gegen Schottland einmal mehr mit enormer Passpräzision.Bild: IMAGO images / Eibner
EM 2024

EM 2024: Toni Kroos äußert leise Zweifel nach Auftaktsieg des DFB-Teams

15.06.2024, 13:42
Mehr «Sport»

Es hätte kaum besser laufen können: Zum Start in die EM 2024 setzte sich das DFB-Team am Freitagabend in München mit 5:1 gegen Schottland durch. Schon zur Pause hatte es nach Treffern von Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz 3:0 gestanden, die deutsche Mannschaft geriet zudem in Überzahl.

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Profis von Julian Nagelsmann mindestens einen Gang herunter, Niclas Füllkrug und Emre Can legten dennoch weitere Treffer nach. Auf der anderen Seite blieben die Schotten gänzlich harmlos, ein Eigentor von Antonio Rüdiger ließ sie trotzdem einmal jubeln.

Watson ist jetzt auf Whatsapp
Jetzt auf Whatsapp und Instagram: dein watson-Update! Wir versorgen dich hier auf Whatsapp mit den watson-Highlights des Tages. Nur einmal pro Tag – kein Spam, kein Blabla, nur sieben Links. Versprochen! Du möchtest lieber auf Instagram informiert werden? Hier findest du unseren Broadcast-Channel.

Für Statistikfreunde ergibt sich somit im Nachgang ein interessantes Bild. Deutschlands Defensive stand derart gut, dass Schottland lediglich einen einzigen Torschuss abgeben konnte. Der expected-goals-Wert, also die Wahrscheinlichkeit, einen Treffer zu erzielen, lag am Ende bei minimalen 0,01.

Dass die Gäste daraus dennoch ein Tor produzierten, mag für Schlussmann Manuel Neuer und Eigentorschütze Rüdiger ärgerlich sein. Nach den vergangenen Jahren, in denen das DFB-Team regelmäßig zahlreiche Großchancen zugelassen hat, darf die Defensivleistung aber als Schritt in die richtige Richtung gesehen werden.

DFB-Team: Toni Kroos ragt mit nahezu perfekter Passquote heraus

"Wir haben das, was wir uns vorgenommen, wirklich gemacht. Wir haben Schottland nie ins Spiel kommen lassen", stellte Toni Kroos nach der Partie bei Magenta TV zufrieden fest.

Der Routinier selbst hatte seinen Anteil daran. Zwar trat er in München weder als Torschütze noch als Vorlagengeber in Erscheinung, dafür aber als nahezu perfekt geölte Passmaschine. Kroos brachte 101 seiner 102 Zuspiele an den Mann, leitete so etwa das 1:0 in der 10. Minute ein.

Es sei "immer der Matchplan", derart früh zu treffen. "Der funktioniert nicht immer. Heute aber haben wir uns für eine gute Anfangsphase belohnt", sagte der Mittelfeldmann mit einem breiten Grinsen. Das wiederum habe der "Mannschaft natürlich Selbstvertrauen" gegeben.

Höre hier den Trailer des neuen watson-Podcasts "Toni Kroos – The Underrated One" – natürlich kannst du ihn auch gerne direkt abonnieren:

Kroos mahnt und will noch nicht von Flow sprechen

Trotz der sichtlichen Freude trat Kroos auch etwas auf die Euphoriebremse. Schottland "war nicht in Topform, das muss man sagen", analysierte er: "Spätestens nach der Roten Karte war es entschieden, wir haben es seriös heruntergespielt."

Am Ende sprang somit der höchste Sieg heraus, den eine deutsche Nationalmannschaft je bei einer EM-Endrunde eingefahren hat. Kann man da schon von einem Flow sprechen, in dem sich das DFB-Team befindet? "Was zu beweisen wäre", meinte Kroos am Freitagabend lachend.

Etwas deutlicher schob er seine leichten Zweifel nach, ob es für eine solche Bewertung nicht noch zu früh sei: "Ich weiß nicht, ob man nach einem Spiel schon im Flow ist. Das nächste Spiel wird definitiv schwerer."

Am Mittwoch geht es in Stuttgart gegen Ungarn. "Da erwartet uns eine Mannschaft, die eine Klasse besser ist als Schottland", warnte Kroos, dem deutschen Fansong des Jahres zum Trotz nicht völlig losgelöst abzuheben.

Ein wenig lenkte der 34-Jährige am Ende aber doch ein. Sollte das DFB-Team im zweiten Spiel erneut so überzeugend auftreten, "dann können wir nochmal von Flow sprechen".

EM 2024: Yamal und Williams zeigen Mitspieler nackt bei Kabinen-Party

Seitdem Zinédine Zidane im Jahr 2002 mit einem der schönsten Tore in der Geschichte der Champions League den Pokal mit Real Madrid gewonnen hat, haben spanische Mannschaften sowie die spanische Nationalmannschaft in insgesamt 23 großen Endspielen gegen nicht-spanische Mannschaften gespielt. In allen 23 Fällen haben die spanischen Mannschaften gewonnen.

Zur Story