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EM 2024: Bahnhofsviertel in Frankfurt aus Sicherheitsgründen umgestaltet

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Für die EM 2024 ergreift die Stadt Frankfurt zum Teil drastische Maßnahmen. Bild: imago images / Laci Perenyi
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Stadt Frankfurt mit kurioser Maßnahme für Fußballfans wegen Sicherheitsbedenken

22.04.2024, 16:11
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Nur noch wenige Wochen trennen Deutschland von der lang ersehnten Heim-Europameisterschaft. Mehrere Rückennummern der zunächst umstrittenen DFB-Trikots sind im offiziellen Shop mittlerweile fast ausverkauft, auch deutsche Supermärkte füllen sich nach und nach mit Schwarz-Rot-Gold-Produkten.

Für die ausrichtenden Städte hingegen steht vor dem Eröffnungsspiel am 14. Juni in München noch eine Menge Vorbereitungsstress auf dem Plan. Frankfurt am Main reagiert mit besonderen Maßnahmen nun auf Sicherheitsbedenken, die vor allem vonseiten englischer Fans geäußert wurden.

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EM 2024: Frankfurt gestaltet Bahnhofsviertel um

Frankfurt richtet insgesamt fünf EM-Spiele aus, darunter neben einem Achtelfinale auch vier Gruppenspiele. Damit die internationalen Fans im Vorfeld auch sicher ins Stadion kommen, bekommt das Bahnhofsviertel aktuell einen frischen Anstrich.

Mit einem Leitsystem auf dem Asphalt rund um den Bahnhof will die Stadt ihren Besucher:innen künftig "sofortige Orientierung" bieten, erklärt die Künstlerin Annette Gloser gegenüber der "Bild". Sie gestaltete riesige beschriftete Farbpfeile, die den EM-Fans im Sommer den Weg weisen sollen.

Hintergrund der Maßnahme ist das nicht nur im nationalen Kontext schlechte Image des Bahnhofsviertels von Frankfurt am Main.

Wegen der hohen Dichte an obdachlosen und drogenabhängigen Personen, die sich in den Straßen rund um den Hauptbahnhof aufhalten, wird der Bezirk allgemein als zunehmend gefährlich beschrieben. Hessens Innenminister sprach gegenüber der "Frankfurter Rundschau" zuletzt von einem überdurchschnittlich hohen Straftatenaufkommen.

Britische Zeitung warnt EM-Fans vor Bahnhofsviertel in Frankfurt

Für besonderes Aufsehen sorgte zuletzt ein Bericht der britischen Boulevard-Zeitung "The Sun": Englische Fußballfans wurden darin vor dem "Zombieland" in Hessen gewarnt, das Bahnhofsviertel bezeichnete man als "größten Slum Deutschlands". England spielt am 20. Juni sein zweites Gruppenspiel in Frankfurt.

Konkret ging es bei den Berichten um kürzlich herausgegebene Hotelempfehlungen der Uefa, die offenbar innerhalb des Frankfurter Bahnhofsviertels liegen.

Allen Fans, die diese Empfehlungen bereits genutzt haben, können die neuen Pfeile wohl nicht helfen. Die Aufschriften "Bank Disctrict", "City" und "Theatre" sollen die Fans vielmehr wegleiten von den sogenannten "Wasserstraßen", die rechts und links vom Hauptbahnhof abgehen und in der Vergangenheit am stärksten von Straftaten betroffen waren.

Fraglich ist aber ohnehin, wie viele internationale Fans tatsächlich rund um den Frankfurter Bahnhof unterwegs sein werden. Während etwa vor allem britische Fans eher am Flughafen ankommen dürften, steigen wohl die meisten auch vom Bahnhof ohnehin erst einmal ins Taxi zum Hotel.

Da der Austragungsort der EM-Spiele mit dem Deutschen Bank Park etwa vier Kilometer vom Hauptbahnhof entfernt liegt, scheinen andere Hotels alleine aus logistischen Gründen deutlich attraktiver.

Britische Fans aber etwa, die sich auch die anderen beiden Gruppenspiele in Köln und Gelsenkirchen anschauen möchten, kommen um den Hauptbahnhof wohl nicht herum. Durch die bereits jetzt verstärkte Polizeipräsenz und die zu erwartende EM-Stimmung dürfte der Vibe vor Ort dann aber eventuell sowieso ein anderer sein.

Hertha BSC: Offensivstar plaudert Interna zu neuem Vertrag aus

Ein letztes Mal trat Hertha BSC in dieser Saison vor heimischer Kulisse an, und aller Voraussicht nach auch ein (vorerst) letztes Mal mit Trainer Pál Dárdai an der Seitenlinie. Diverse Medien berichteten am Samstag übereinstimmend, dass der Hertha-Trainer den Verein zum Saisonende verlassen werde.

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