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EM 2024: Ex-DFB-Torwart kritisiert Manuel Neuer scharf

Germany's Goalkeeper Manuel Neuer reacts during the international friendly soccer match between Germany and Greece at the Borussia Park in Moenchengladbach, Germany, Friday, June 7, 20204. (AP Ph ...
Manuel Neuer patzte zuletzt mehrfach. Bild: AP / Martin Meissner
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EM 2024: Ex-DFB-Torwart kritisiert Nagelsmann für Neuer-Entscheidung

10.06.2024, 13:13
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Nach den letzten beiden Testspielen vor dem Beginn der Europameisterschaft weist die deutsche Nationalmannschaft noch einige vergangen geglaubte Schwächen auf.

Gegen die Ukraine spielte die Mannschaft von Julian Nagelsmann nur 0:0, das Duell gegen Griechenland konnte erst spät mit 2:1 entschieden werden. Und in beiden Spielen sorgte Manuel Neuer mit haarsträubenden Fehlern für Zweifel an der Torwartentscheidung.

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Gegen die Ukraine blieb ein sorgloser Chipball direkt in die Füße des Gegenspielers noch unbestraft – allerdings nur, weil Andrij Jarmolenko den Ball zu dem im Abseits stehenden Artem Dovbyk köpfte. Neuers Rechtfertigung: "Ich habe den Yarmolenko gar nicht gesehen."

Patzer von Manuel Neuer befeuern Rufe nach Marc-André ter Stegen

Gegen Griechenland trat die fehlende Souveränität des 38-Jährigen abermals zutage, als er einen harmlosen Distanzschuss nicht festhalten und Giorgos Masounas in der Folge zum zwischenzeitlichen 0:1 einschieben konnte. Um Neuers Wankelmütigkeit entbrannte abermals die Frage: Hätte sich Julian Nagelsmann nicht doch für Marc-André ter Stegen entscheiden sollen?

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Das zumindest findet Ulrich "Uli" Stein, der in der Bundesliga bei diversen Vereinen unter Vertrag stand und auch drei Jahre lang als Torwart in den Kader der deutschen Nationalmannschaft berufen wurde. Die Leistungen von Neuer stimmten "nachdenklich", schreibt Stein in seiner Kolumne für den "Kicker". "Manuel ist nicht mehr der, der er war."

Er sei "schon lange nicht mehr unumstritten", meint Stein und bezieht sich damit nicht nur auf die jüngsten Spiele beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft. Er blicke dabei "bis zur WM in Katar, ja sogar in Russland 2018" zurück.

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Uli Stein war zwischen 1983 und 1986 Teil der deutschen Nationalmannschaft. Bild: imago images/ APress

Schon im März, knapp drei Monate vor Turnierbeginn, hat sich Bundestrainer Julian Nagelsmann darauf festgelegt, dass Manuel Neuer ins Tor der DFB-Elf zurückkehren und diese Position auch bei der EM bekleiden wird. Sein zuvor letztes Spiel für Deutschland hatte Neuer bei der WM in Katar gemacht, danach war er mit einem Beinbruch lange ausgefallen. Erst im Oktober vergangenen Jahres gab er sein Comeback beim FC Bayern.

Nach den zurückliegenden beiden Spielen hielt Julian Nagelsmann an seiner Entscheidung fest: "Ich lasse keine Diskussion aufkommen", sagte der Bundestrainer. "Er hat mein Vertrauen."

Uli Stein: Neuer-Festlegung war Fehler von DFB-Coach Julian Nagelsmann

Dass sich Nagelsmann so früh festgelegt hat, schreibt Stein, sei ein "hausgemachtes Problem". "Nimmst du einen Manuel Neuer mit, musst du ihn auch spielen lassen." Da er diese Entscheidung aber nicht mehr sportlich rechtfertige, hätte man ihn "schweren Herzens, jedoch mit Vernunft zu Hause lassen müssen".

Zwar könne Neuer laut Stein noch immer seine internationale Klasse abrufen, man dürfe sich nur nicht darauf verlassen, dass er es wie früher alleine richten werde: "Bei dieser EM wird es kaum einen gegnerischen Stürmer geben, der Angst hat, alleine aufs deutsche Tor zuzulaufen".

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