FIFA22 game boxes are seen at the store in Krakow, Poland on December 30, 2021. (Photo by Jakub Porzycki/NurPhoto)
Die Fußballsimulation "Fifa" hat Generationen von Gamingfans geprägt. Bild: NurPhoto / Jakub Porzycki

Nie wieder "Fifa": EA bestätigt Gerüchte – Fans trauern um "Ende einer Ära"

11.05.2022, 15:01

Jedes Jahr gibt es unter Fußball-Fans einen Riesenhype um "Fifa" – das Spiel, das schon manch eine Beziehung auf die Probe gestellt hat. Doch der Hype hat vielleicht schon bald ein Ende. Das diesjährige "Fifa" wird das letzte Fußball-Videospiel seiner Art sein. Die beliebte Spielreihe, die seit fast 30 Jahren wie der Fußballweltverband Fifa heißt, wird umbenannt, kündigte Hersteller Electronic Arts an. Nach "Fifa 23", das voraussichtlich diesen Herbst erscheinen wird, werden die Spiele unter dem Namen "EA Sports FC" vermarktet.

Für viele Fußball- und Gamingfans wird das eine große Umstellung. Denn der Name "Fifa" ist zu einem Synonym für Konsolenfußball geworden. Die Spiele der Reihe sind Jahr für Jahr Bestseller. "Fifa 21", der vorletzte Serienteil, hat sich allein in Deutschland mehr als zwei Millionen Mal verkauft.

EA Sports fühlte sich durch Fifa-Deal eingeschränkt

Mit der bevorstehenden Umbenennung gehen EA Sports und die Fifa also getrennte Wege. Die "New York Times" berichtet, die Verhandlungen um die Verlängerung der Partnerschaft seien unter anderem am Geld gescheitert. Die Fifa habe mehr als das Doppelte des bisherigen Betrags von 150 Millionen Dollar pro Jahr für die Nutzung ihres Namens und ihrer Lizenzen haben wollen.

Wie der "Spiegel" berichtet, sind die Lizenzverhandlungen aber nicht nur am Geld gescheitert. "Es ist wichtig, dass wir die Freiheit haben, möglichst beeindruckende Erlebnisse zu erschaffen", zitiert das Magazin den Markenverantwortlichen David Jackson von EA Sports. So könne man aufgrund der Lizenz etwa nicht mit Drittfirmen eigenständige Deals eingehen.

Inzwischen haben große Fußballvereine, wie Real Madrid, Paris Saint-Germain oder der FC Liverpool, offiziell bestätigt, dass sie auch nach der Umbenennung Teil der Videospielreihe sein werden. Und auch der Hersteller EA Sports betont in seiner Mitteilung, dass alles, was die bisherigen Spiele ausgemacht habe, weiterhin vorhanden sei.

Trotzdem machen sich viele Gamingfans jetzt große Sorgen, dass sie künftig auf bestimmte Spielinhalte, offizielle Logos oder Vereins- und Spielernamen verzichten müssen. Weil die Fifa zum Beispiel die Nutzungsrechte der virtuellen Nationalmannschaften besitzt, werden die Spieler nach "Fifa 23" voraussichtlich keine Fußball-Weltmeisterschaften mehr nachspielen können.

Fans in Sorge wegen fehlender Lizenzen

Ein User befürchtet, dass EA Sports in der umbenannten Spielreihe wegen möglicherweise fehlenden Lizenzen auf "Spieler-Klone" setzen muss und dass etwa Cristiano Ronaldo somit weit weniger realistisch aussehen wird wie bisher.

Für einen anderen geht mit der Umbenennung von "Fifa" eine Ära zu Ende – zumal auch die Konkurrenz-Spielreihe "Pro Evolution Soccer", die gemeinsam mit "Fifa" Generationen von Gamingfans prägte, inzwischen anders heißt, nämlich schlicht "eFootball".

Einig sind sich viele, dass sie sich erst an den neuen Namen gewöhnen müssen. "Ich freue mich schon, die Jungs auf eine Runde 'EA Sports FC' einzuladen", schreibt ein User auf Englisch, der den neuen Spielnamen ironisch als "catchy" (dt. einprägsam) bezeichnet.

Welche Auswirkungen die Umbenennung haben wird, darüber sind sich viele in der Twitter-Community noch uneins. Manche sagen, dass sich das Spiel für sie damit gänzlich ändern wird und sie sich keinen weiteren Teil kaufen werden. Andere wiederum spielen die Bedeutung der Namensänderung herunter und sind sich sicher, dass Fans die Spiele in Zukunft auch weiterhin "Fifa" nennen werden.

(nik/mit Material von dpa)

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