Toni Kroos stand zwischen 2007 und 2014 bei den Profis der Bayern unter Vertrag.
Toni Kroos stand zwischen 2007 und 2014 bei den Profis der Bayern unter Vertrag.Bild: www.imago-images.de / imago images

"Wohl nicht alles richtig gemacht": Kroos äußert sich zu Boris Beckers Verurteilung

11.05.2022, 08:2711.05.2022, 08:28

Seit nun knapp zwei Wochen ist Boris Becker schuldig gesprochen, weil er in einem laufenden Insolvenzverfahren Besitztürmer teilweise nicht offengelegt hat und Schulden verschleiert haben soll.

Seitdem sitzt Boris im Wandsworth-Gefängnis im Süden Londons. Insgesamt ist der ehemalige Tennis-Star für zweieinhalb Jahre im Gefängnis verurteilt, könnte bei guter Führung aber schon nach 15 Monaten entlassen werden.

Verabschiedung vom Sohn berührt Toni Kroos

Zur Verurteilung von Becker äußerten sich jetzt auch Toni und Felix Kroos. Im gemeinsamen Podcast "Einfach mal Luppen" erklärt Toni Kroos, dass ihn der Prozess gegen Becker in den vergangenen Wochen sehr beschäftigt habe: "Aber dass Boris Becker ins Gefängnis muss, da habe ich nicht dran geglaubt."

Danach fügt er an, dass Becker für ihn persönlich ein Held bleibe. Außerdem sei er sehr berührt gewesen von den Bildern von der Verabschiedung von Becker und seinem Sohn. "Aber man muss auch sagen, dass Boris Becker in seinem Leben wohl nicht alles richtig gemacht hat oder vielleicht sogar ein bisschen mehr falsch als andere."

Geht es nach Toni Kroos, dann ist die Gefängnisstrafe "nach dem Gesetz auch die gerechte Strafe". Sein Bruder, Felix, fügt allerdings noch an, dass er nicht verstehe, dass für solch ein Vergehen eine Gefängnisstrafe angebracht ist: "Ich denke, dass es genug andere Strafen gibt, um diesen Menschen mit einer Strafe weh zu tun." Er gibt aber auch zu bedenken, dass es Gesetzte und Regeln gebe "und denen muss sich dann auch Boris Becker unterordnen".

Neben der Verurteilung von Boris Becker war auch die Ibiza-Reise der Bayern-Spieler ein Thema in der aktuellen Podcast-Folge der Kroos-Brüder. Beide verteidigten den Ausflug der Münchner auf die spanische Insel, nachdem die Meisterschaft perfekt war.

"Felix Magath hat mit seiner Aussage Öl ins Feuer gegossen"
Felix Kroos über die Aussagen von Felix Magath zur angeblichen Wettbewerbsverzerrung vom FC Bayern

Toni Kroos ordnete die Reise so ein: "Man muss bedenken, dass sie ein Ziel erreicht hatten und etwas zu feiern hatten. Wenn sie von ihrem Arbeitgeber zwei Tage frei kriegen, die Reise machen und sich nichts zu Schulden kommen lassen, dann ist die Lage noch stabil."

Zuvor hatte Hertha-Trainer Felix Magath einerseits den Bayern nach der 1:3-Pleite in Mainz Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen, andererseits hatte er ganz deutlich über die Ibiza-Reise gesagt, dass er so eine Reise "auf jeden Fall nicht erlauben" würde.

Felix Kroos findet jedoch, dass die ganze Debatte um die Reise "übertrieben" wurde. "Und klar hat Felix Magath mit seiner Aussage auch noch Öl ins Feuer gegossen, auch ein bisschen aus Selbstinteresse." Hintergrund: Hertha BSC steckt noch im Abstiegskampf und könnte theoretisch am letzten Wochenende noch auf den Relegationsplatz abrutschen.

(stu)

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