Mick Schumacher fährt in seiner zweiten Saison in der Formel 1.
Mick Schumacher fährt in seiner zweiten Saison in der Formel 1.Bild: www.imago-images.de / imago images
Formel 1

"Nicht so toll": Weshalb Mick Schumacher vor dem Rennen in Belgien skeptisch ist

28.08.2022, 07:25
aus Spa berichtet Nikolai Stübner

Eigentlich hätte Mick Schumacher mit seinem Ergebnis im Qualifying beim Rennwochenende in Spa zufrieden sein können. Er schaffte es in Q2 und ließ seinen Teamkollegen hinter sich. Das alles, obwohl er noch im dritten Training seinen Haas nach nur sechs Runden wegen technischer Probleme abstellen musste.

"Am Freitagabend hatte ich meine letzte Runde mit wenig Sprit absolviert. Ich kam also ins Qualifying und wusste nicht, was ich erwarten konnte. Die Strecke war ganz anders. Mein Eindruck ist aber: Wir haben es ganz gut hingekriegt", fasste es der 23-Jährige auch eigentlich recht positiv zusammen.

Fehlender Topspeed als Problem

Trotzdem wird Mick Schumacher vom letzten Platz starten. Der Grund: Er hat das Limit für Motorenwechsel innerhalb einer Saison bereits erreicht, wechselt aber trotzdem den Antrieb. Die Konsequenz daraus ist der Platz ganz am Ende des Feldes.

Es gilt als unwahrscheinlich, dass Schumacher es noch nach vorne in die Punkte schafft, da Belgien eine Strecke mit langen Geraden und hohen Geschwindigkeiten ist – und genau da hat der Haas seine Probleme aktuell. "Unser Topspeed ist nicht so toll. Überholen wird wohl schwierig für uns", erklärt Schumacher und ergänzte: "Im Vergleich zu anderen Autos haben wir wohl mehr Luftwiderstand."

Schumachers Teamchef Günther Steiner sieht die Situation ähnlich und attestiert Mick, "einen guten Job gemacht" zu haben. Dennoch ist auch Steiner skeptisch, was das Renntempo angeht: "Viele Autos werden wir nicht überholen können, weil wir nicht die Höchstgeschwindigkeit haben. Wir müssen hoffen, dass wir ein paar am Start überholen."

Dort hat Schumachers Teamkollege, Kevin Magnussen, die besseren Chancen. Zwar landete er im Qualifying nur auf dem 18. Rang, weil allerdings einige Fahrer eine ähnliche Strafe wie Schumacher erhielten, rückt Magnussen bis auf Platz 12 vor.

Ein weiteres Thema rund um das Qualifying war erneut die Zukunft von Schumacher. Noch ist offen, ob er einen Vertrag bei Haas für die kommende Saison bekommt, während sein Teamkollege Magnussen bereits bestätigt ist.

Darauf angesprochen, was Schumacher noch im Vergleich zu Magnussen fehle, antwortete Teamchef Steiner: "Für heute war Mick zwar besser als Kevin, aber generell darf man die Leistung nicht von einem Wochenende vergleichen, sondern über die gesamte Saison. Da zählt die Konstanz. Wenn Mick konstant die Ergebnisse wie in Kanada, Österreich oder Silverstone zeigt, würde ihm gar nichts im Vergleich zu Kevin fehlen."

"Meine Gerüchte sind, dass ich Sonntag ein Rennen fahre und mich darauf freue."
Mick Schumacher über Gerüchte zu seiner Zukunft

Für Haas sei es wichtig, in jedem Rennen mit beiden Fahrern punkten zu können. Kevin Magnussen hat bislang schon 22 Punkte in dieser Saison für Haas geholt, Mick lediglich 12.

Gleichzeitig geisterte auch das Gerücht durch das Fahrerlager, dass Schumacher zu AlphaTauri wechseln könne, wenn Pierre Gasly wiederum von AlphaTauri zu Alpine gehen würde. Doch diese Mutmaßung lächelte Schumacher weg, sagte lediglich: "Meine Gerüchte sind, dass ich Sonntag ein Rennen fahre und mich darauf freue."

Unterstützung bekam Schumacher zum Thema Zukunft von Sebastian Vettel. Er wisse zwar selbst nichts zu Gerüchten, aber er "wünsche ihm auf jeden Fall, dass er nächstes Jahr dabei ist". Weiter ergänzte Vettel: "Ich glaube, das wird schon irgendwie hinhauen."

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