ARCHIV - 02.05.2018, Schweiz, Fribourg: Der russische Oligarch Roman Abramowitsch kommt zum Freiburger Zivilgericht. (zu dpa
Noch ist Roman Abramowitsch Eigentümer des FC Chelsea. Bild: dpa / Anthony Anex
Fußball International

Nach Chelsea-Sanktionen: Roman Abramowitsch will wohl neuen Klub kaufen

24.03.2022, 11:28

Eigentlich ist Roman Abramowitsch aktuell noch Eigentümer des FC Chelsea. Doch nach der russischen Invasion in der Ukraine steht der Verein zum Verkauf. Nun könnte es allerdings sein, dass der 55-jährige Russe bereits den nächsten Fußballklub im Visier hat, den er gerne kaufen würde.

Nach Informationen der türkischen Sportzeitung "Fanatik" soll es sich dabei um den türkischen Traditionsverein Göztepe Izmir handeln.

Beim 18. der türkischen Süper Lig verkündigte der langjährige Präsident Mehmet Sepil am Dienstag seinen Rücktritt zum Saisonende. Das soll den russischen Oligarchen auf den Plan gerufen haben. Angeblich gab es über einen türkischen Geschäftsmann bereits Gespräche zwischen Sepil und Vertretern von Abramowitsch.

Für den Russen hätte der Kauf einen großen Vorteil: In der Türkei gelten nicht die gleichen Sanktionen gegen Putin-nahe, russische Oligarchen wie in Großbritannien. Zu Beginn dieser Woche hatten bereits zwei Yachten von Abramowitsch in der Türkei angedockt. Dort sehen Oligarchen offenbar ein geringes Risiko für die Beschlagnahmung ihrer Vermögenswerte.

Erste Lockerungen für Chelsea

Die britische Regierung hatte den Noch-Chelsea-Eigentümer vor gut drei Wochen mit harten Sanktionen belegt. Lediglich mit einer Sonderlizenz darf der aktuelle Champions-League-Sieger Spiele bestreiten und Mitarbeiter bezahlen.

Chelsea darf jedoch keine Verträge von Spielern oder Mitarbeitern verlängern und Abramowitsch darf kein Geld mit dem Verein verdienen.

Die Nachrichtenagentur afp berichtete nun, dass es erste Lockerungen der Regierung gab. Dem Klub ist es wieder erlaubt, Tickets zu verkaufen. Zwar nicht für die Premier League, aber für die Spiele im FA-Cup und dem Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid.

Die Erlöse müssen anschließend aber an eine "zugelassene dritte Partei" weitergeleitet werden. In diesem Fall sei das der englische Fußballverband und die Uefa.

(lgr/mit Material von afp)

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