Im Halbfinale der Champions League: Serge Gnabry klatscht mit seinem Trainer Hansi Flick nach einer Auswechslung ab.
Im Halbfinale der Champions League: Serge Gnabry klatscht mit seinem Trainer Hansi Flick nach einer Auswechslung ab.
Bild: Fotoagentur SVEN SIMON / imago images

FC Bayern war aus finanziellen Gründen gegen fünf Auswechslungen in der Bundesliga

09.09.2020, 17:2309.09.2020, 23:45

Die Teams der Bundesliga und der 2. Liga dürfen auch in der kommenden am 18. September beginnenden Saison in allen Spielen fünf statt drei Auswechslungen vornehmen. Das haben die Klubvertreter der 36 Profivereine der höchsten beiden Fußballligen bei der virtuellen Versammlung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) am vergangenen Donnerstag beschlossen.

Damit soll das Verletzungsrisiko für die Spieler minimiert werden. Die Fünf-Wechsel-Regel gibt es seit dem Restart der vergangenen Spielzeit nach der Corona-Zwangspause, jetzt wurde sie verlängert.

"Bild"-Bericht: FC Bayern München stimmte als einziges DFL-Mitglied gegen die Regel

Wie die "Bild"-Zeitung (Mittwoch) berichtet, war einer der 36 Profiklubs allerdings gegen die Erhaltung dieser Regel: Der FC Bayern München. Eine Quelle nannte das Blatt dafür allerdings nicht.

Ausgerechnet der FC Bayern, dessen Profis in der kommenden, coronabedingt kurzen Saison bis zu 57 Pflichtspiele binnen 260 Tagen absolvieren müssen (ohne Länderspiele, wohlgemerkt), will lieber nur drei Mal wechseln statt fünf Mal?

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Laut "Bild" sind es finanzielle Gründe, die die Bayern-Bosse gegen das erhöhte Wechselkontingent in der Saison 2020/21 stimmen ließen. Demnach ist die Befürchtung, dass die fünf mögliche Auswechslungen, die auch mehr Einsatzzeiten für verschiedene Spieler bedeuteten, zwangsläufig zu mehr Zahlungen von etwa Auflauf- oder Torprämien führten. Hintergrund: Der Corona-Sparplan des Rekordmeisters.

Bei fünf Auswechslungen werden beim FC Bayern zusätzliche Leistungsprämien von geschätzten drei bis fünf Millionen Euro fällig, wie "Bild" berichtet.

Die Uefa bleibt bei drei Wechseln
Die Uefa setzt in den Europapokal-Wettbewerben und der Nations League weiter auf drei Wechsel pro Partie und Team. Dies hatte Bundestrainer Jogi Löw bei den jüngsten Länderspielen deutlich kritisiert. "Jetzt hätte es Sinn gemacht", sagte er. "Einige Spieler von uns sind auf dem Zahnfleisch gelaufen." Zudem warte jetzt ein "Hammer-Programm" vor allem auf die Nationalspieler. "Damit bin ich als Trainer nur bedingt glücklich."

(as/dpa)

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