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Der Videobeweis wird einfacher und 9 weitere Änderungen in der neuen Bundesliga-Saison

Die Bundesliga startet am Freitag mit der Partie zwischen Meister Bayern München und der TSG Hoffenheim in ihre 56. Saison. Im Vergleich zur abgelaufenen Spielzeit, als der neue TV-Vertrag für neue Sendezeiten sorgte und der Videobeweis eingeführt wurde, sind die Veränderungen diesmal auf den ersten Blick nicht ganz so gravierend – dennoch muss sich der Fan auch diesmal an Neuerungen gewöhnen.

Die Marke wackelt

Mit dem Beinamen "Weltmeister-Liga" kann sich die Bundesliga nicht mehr schmücken. Ohnehin werden die Fragezeichen hinter der Qualität der Eliteklasse nicht kleiner – dazu hat das historische Vorrunden-Aus der Nationalmannschaft bei der WM-Endrunde beigetragen. Die nach wie vor ausstehende Aufarbeitung des Endrunden-Desasters wird sicher auch die Liga beschäftigen.

Der Dino fehlt

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Bild: imago/Philipp Szyza

Der ist ausgestorben. Erstmals in der Geschichte der Liga wird der Name des Hamburger SV nicht in der Tabelle auftauchen. Damit gibt es keinen Klub mehr, der immer ganz oben mitgemischt hat. Fehlen wird den Traditionalisten auch der 1. FC Köln. Zum Glück bringen der 1. FC Nürnberg und Fortuna Düsseldorf große Tradition mit.

Die Revolution kommt – vielleicht auch nicht

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Ob die 50+1-Regel die Saison übersteht, ist fraglich. Das Kartellamt beschäftigt sich damit, Klubchef Martin Kind von Hannover 96 will die Regel mit allen Mitteln zu Fall bringen. Mit seiner Klage muss sich als erstes das Ständige Schiedsgericht für Vereine und Kapitalgesellschaften der Lizenzligen beschäftigen.

Der Spielball hat ausgedient

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Derbystar löst Adidas als Lieferant des Spielballs ab. Die Zusammenarbeit ist auf vier Spielzeiten angelegt. Bereits ab 1970/71 war Derbystar durch zahlreiche Klub-Kooperationen in der Bundesliga vertreten. In der Saison 1979/80 wurden sogar alle 306 Bundesliga-Begegnungen mit den Bällen des Unternehmens ausgetragen. Der Adidas-Ball "Torfabrik" war 2010 eingeführt worden und seinerzeit der erste einheitliche Spielball für beide Bundesligen.

Der Videobeweis wird ein bisschen anders

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Bild: imago/actionpictures

Die Videoassistenten können ab sofort auf kalibrierte Abseitslinien zurückgreifen, die eine Entscheidungsfindung deutlich beschleunigen und vereinfachen sollen. Zudem werden die Zuschauer im Stadion über die Videoleinwände mit Textbausteinen über den Einsatz des Videobeweises informiert. Ex-Schiedsrichter Jochen Drees wird ab dem 1. Oktober hauptamtlich die Rolle des Videochefs beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) übernehmen.

Das sind die neuen Schiedsrichter

Daniel Schlager (Rastatt) und Robert Schröder (Hannover) pfeifen ab sofort auch in der Bundesliga, insgesamt können deshalb 26 Unparteiische zum Einsatz kommen. Notwendig machte die Aufstockung vor allem der dauerhafte Einsatz des Videoassistenten sowie die Testphase des Hilfsmittels in der 2. Liga.

Die Regeln müssen angepasst werden

Beim Reglement muss sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vor allem an die internationalen Richtlinien halten, in denen marginale Neuerungen beschlossen wurden. So wurde unter anderem das Beißen in die Liste der Fehlverhalten aufgenommen, das mit einem Feldverweis geahndet wird. Wenn der Ball von den Händen/Armen des Torhüters abprallt, darf dieser den Ball ein zweites Mal aufnehmen, selbst wenn bereits der erste Versuch absichtlich erfolgte. In Regel 15 steht zudem nun eindeutig: Ein Spieler muss einen Einwurf stehend ausführen (knien oder sitzen sind nicht zulässig).

Das Headset kommt

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Teammanagerin Kathleen Krüger hat seit dieser Saison an der Trainerbank beim FC Bayern das Headset im Ohr, um mit Mitarbeitern auf der Tribüne zu kommunizieren. Bild: imago sportfotodienst

Erstmals dürfen die Trainer auf der Bank technische Hilfsmittel wie Headsets und Tablets benutzten, was bereits bei der WM in Russland zu sehen war – und beispielsweise beim American Football längst Standard ist. Erlaubt ist aber nur die Nutzung für Taktik- und Coachingzwecke.

Das sind die neuen Trainer

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Bild: imago sportfotodienst

Vier Klubs setzen auf neue Trainer. Niko Kovac soll Bayern München am besten zum Triple führen. Dem Österreicher Adi Hütter, seinem Nachfolger bei Eintracht Frankfurt, wird eine schwere Spielzeit beim Pokalsieger prophezeit, der in der ersten DFB-Pokalrunde sensationell beim Viertligisten SSV Ulm 1846 ausschied. Bundesliga-Rückkehrer Lucien Favre will Borussia Dortmund wieder fit machen. Und Ralf Rangnick hält den Platz bei RB Leipzig für Julian Nagelsmann warm. Ganz sicher werden im Lauf der Saison weitere Plätze auf der Bank frei werden.

Endlich mal eine Ansage

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Bild: imago sportfotodienst

Endlich will mal wieder jemand außerhalb Münchens Meister werden. Julian Nagelsmann möchte in seiner letzten Saison auf der Bank der TSG Hoffenheim den Titel holen. Das wird dem Erfolgstrainer zwar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gelingen, dennoch ist die Kampfansage an die Bayern wohltuend – und mit Blick auf die vergangenen Jahre ziemlich neu.

Dieser Artikel erschien zuerst bei t-online.de.

Die "besten" Maskottchen deutscher Fußballclubs:

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