18.10.2022, Baden-Württemberg, Stuttgart: Fußball: DFB-Pokal, Stuttgarter Kickers - Eintracht Frankfurt, 2. Runde, GAZI-Stadion an der Waldau. Frankfurts Trainer Oliver Glasner steht vor dem Spiel im  ...
Eintracht-Trainer Oliver Glasner ist zuversichtlich, seine Star mit dem Ausblick auf weitere Champions League-Teilnahmen halten zu können.Bild: dpa / Tom Weller

Eintracht Frankfurt: Trainer Glasner spricht über mögliche Abgänge und die eigene Zukunft

06.12.2022, 10:57

Eintracht Frankfurt hat ein glorreiches Jahr – einschließlich Europapokaltriumph – hinter sich. Die Mannschaft ist stark und kann noch viel erreichen. Doch wie schon Filip Kostić im Sommer, droht die Eintracht auch 2023 wieder Leistungsträger zu verlieren. Leistungsträger wie Daichi Kamada und Evan N’Dicka haben beispielsweise auslaufende Verträge.

Eintracht-Keeper Kevin Trapp beim Empfang in Frankfurt nach dem Gewinn der Uefa Europa League.
Eintracht-Keeper Kevin Trapp beim Empfang in Frankfurt nach dem Gewinn der Uefa Europa League.Bild: dpa / Sebastian Gollnow

Im Interview mit der "Frankfurter Rundschau" sprach SGE-Trainer Oliver Glasner nun über die drohenden Abgänge und auch seine eigene Zukunft. Dabei verriet er unter anderem, dass er von noch vielen Auftritten in der Champions League träumt.

Champions League soll helfen, die Eintracht-Stars zu halten

"Die Bundesliga ist die einzige europäische Liga, in der viele Klubs Chancen haben, um internationale Plätze zu spielen", schwärmt Glasner. Dann zählte er auf: Bayern, Dortmund, Leipzig, Leverkusen. Dann noch Wolfsburg, Hoffenheim, Freiburg, Gladbach, Frankfurt und Hertha. "Dann ist man schon bei zehn Klubs, und Union Berlin ist, wie so mancher Traditionsklub, noch gar nicht mitgezählt."

Die Qualifikation dann tatsächlich zu schaffen, sei trotzdem eine Herausforderung. "Da haben wir Hausaufgaben zu machen, unter anderem wenn es darum geht, Stammspieler zu halten", weiß Glasner. "Deshalb traue ich mir im Moment nicht zu, zu sagen, wir erreichen die Champions League in den nächsten Jahren sicher."

Leistungsträger zu halten sei also wichtig, um sich für den Europapokal zu qualifizieren. Gleichzeitig hilft die Königsklasse dabei, den Stars eine Perspektive zu geben. So sei es auch im Sommer mit Kamada gewesen. "Er wollte mit uns in der Champions League spielen", erklärt Glasner. Deshalb wollte der Japaner bei der Eintracht unbedingt ins letzte Vertragsjahr gehen.

Daichi Kamada of Japan during the FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball Qatar 2022 Group E soccer match between Japan 0-1 Costa Rica at Ahmad Bin Ali Stadium on November 27, 2022, in Al Rayy ...
Kamada von Eintracht Frankfurt ist gerade bei der WM für Japan im Einsatz.Bild: www.imago-images.de / AFLOSPORT

Glasner will mit Frankfurt dauerhaft um internationale Plätze spielen

Von der Aussicht, Kamada womöglich am Ende der Saison ziehen lassen zu müssen, ist der Österreicher wenig begeistert. "Ich hoffe nicht", gesteht er gegenüber der "Frankfurter Rundschau". "Natürlich wollen wir nicht in eine Situation kommen und fünf Stammspieler verlieren", sorgt sich der Coach. "Weil man dann von vorne beginnt."

Trotzdem zeigt sich Glasner zuversichtlich, den Spieler halten zu können: "Er weiß, welchen Stellenwert er für unsere Mannschaft hat. Natürlich wird das Finanzielle ein Aspekt sein. Aber wir alle bei Eintracht Frankfurt sind auf den Geschmack gekommen. Wir spüren, wie sich Champions League anfühlt", kommt der Coach abermals auf die Königsklasse zu sprechen.

Oliver Glasner hat noch bis 2024 Vertrag in Frankfurt.
Oliver Glasner hat noch bis 2024 Vertrag in Frankfurt.Bild: dpa / Arne Dedert

Die ist wohl auch für seine eigene Zukunft in Frankfurt nicht irrelevant. "Mir ist wichtig, dass es eine gemeinsame Perspektive gibt, die es zulässt, nachhaltig um die internationalen Plätze mitzuspielen", erklärt er seine Ambitionen. Obwohl er gleichzeitig betont: "Ich habe wirklich noch lange genug Vertrag, die Zeit drängt nicht."

Ukraine-Krieg: Fußball-Profi über Spielpausen im Bunker und Flucht der Mutter
Seit fast einem Jahr herrscht der russische Angriffskrieg in der Ukraine. Illya Shevtsov ist ukrainischer Fußball-Profi, der damals nicht in der Heimat war, zwischendurch in den USA spielte und seine Eltern deshalb lange nicht gesehen hat.

Er strahlt breit über das ganze Gesicht und hat funkelnde Augen, als der Video-Call beginnt. Illya Shevtsov sah bei den vorangegangenen Interviews lange nicht so glücklich aus, wie er es jetzt, Anfang Februar tut. Der Grund ist eigentlich simpel, aber gerade in Kriegszeiten doch besonders: Er ist gerade zu Besuch bei seiner Mutter, lässt sich von ihr bekochen und genießt die Zeit.

Zur Story