Toni Kroos (r.) war unter Bundestrainer Jogi Löw (l.) unumstrittener Stammspieler im DFB-Team.
Toni Kroos (r.) war unter Bundestrainer Jogi Löw (l.) unumstrittener Stammspieler im DFB-Team.Bild: www.imago-images.de / TEAM2

Toni Kroos verrät, warum er bei Jogi Löws DFB-Abschied fehlte

19.11.2021, 19:01

Nach 15 Jahren im Amt wurde Ex-Bundestrainer Joachim Löw am vergangenen Donnerstag vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein in Wolfsburg offiziell vom DFB verabschiedet.

Dabei reisten auch zahlreiche ehemalige Nationalspieler wie Benedikt Höwedes, Lukas Podolski und Sami Khedira in die Autostadt. Und selbst die einst aussortierten Boateng und Hummels waren vor Ort, um dem 61-Jährigen für seine Verdienste zu danken.

Neben den beiden ehemaligen Kapitänen Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger fehlte auch Mittelfeldstar Toni Kroos, der nach der enttäuschenden EM im Sommer aus dem DFB-Team zurückgetreten war.

In Podcast "Einfach mal Luppen", den er zusammen mit seinem Bruder Felix betreibt, klärt er nun auf, warum er nicht auch in der VW-Arena war. Für ihn stand am Freitagmorgen um 10 Uhr Training bei seinem Klub Real Madrid an.

"Da wäre das alles relativ eng geworden", sagte der 106-fache Nationalspieler. Andere Ex-Weltmeister wie Podolski oder Boateng nahmen den Weg nach Wolfsburg hingegen auf sich und nahmen am Freitagmorgen den ersten Flieger, um beim Training ihrer Teams in Zabrze und Lyon zu sein.

Kroos verzichtet bewusst auf großen eigenen Abschied

Kroos machte aber auch deutlich, dass es keinen Streit zwischen den beiden gab und wie sehr er Löws Verdienste für den deutschen Fußball schätze. Zudem erzählte er, dass beide in den vergangenen Tagen Kontakt gehabt hatten. "Ich mach das eher für mich und unser Verhältnis ist sehr gut."

Neben Löw wollte der DFB eigentlich auch den 106-fachen Nationalspieler nach seinem Rücktritt im Sommer offizielle verabschieden, aber auch darauf hatte er wenig Lust.

"Ich bin niemand, der im Mittelpunkt stehen muss und wenn Jogi verabschiedet wird, ist das sein Abend und Donnerstagabend in Wolfsburg ...", dann fehlten dem DFB-Star ein wenig die Worte. Sein Bruder Felix grätschte hinein und beendete Satz scherzhaft mit: "da wünschst du dir schon eine größere Bühne."

Das verneinte der 32-Jährige zwar umgehend, aber "es war jetzt auch nicht so, dass ich direkt Feuer und Flamme war, mir den Blumenstrauß abzuholen, auch wenn das schön geworden wäre." Ob Toni Kroos überhaupt noch offiziell vom DFB-Team verabschiedet wird, ist unklar.

Sein Bruder hat da aber eine ganz eigene Theorie: "Insgeheim hoffst du schon noch, dass es den großen Zapfenstreich für dich gibt." Und Toni fügte lachend hinzu: "Ein großes Abschiedsspiel wäre genau meins" und machte dann aber klar: "Das lassen wir. Ich glaube, da kennen mich alle gut genug."

(lgr)

Letzter WM-Held von 1954: Horst Eckel im Alter von 89 Jahren gestorben

Das "Wunder von Bern" ist endgültig Geschichte – Fußball-Deutschland hat seinen letzten "Helden" von 1954 verloren. Horst Eckel, der zuletzt einzig noch lebende Weltmeister der legendären Walter-Elf, ist am Freitag im Alter von 89 Jahren gestorben. Die Ikone des 1. FC Kaiserslautern, der mit seinen vier Klubkollegen Fritz Walter, Ottmar Walter, Werner Kohlmeyer und Werner Liebrich den FCK-Block der deutschen WM-Elf bildete, war der jüngste Spieler in der Mannschaft von Trainer Sepp Herberger. Eckel hinterlässt seine Ehefrau Hannelore sowie die beiden Töchter Susanne und Dagmar.

Zur Story