Auf die Zeit von Edin Terzić beim BVB blicken viele Fans mit starken, aber vor allem gemischten Gefühlen zurück. Der BVB verpasste unter Terzić 2023 um Haaresbreite den Gewinn der Bundesliga und 2024 ebenso knapp den Champions-League-Triumph. An Identifikation mit dem Verein hat es dem Ex-Trainer ebenfalls nie gemangelt.
Doch während der BVB unter Terzić vor allem in der Champions League eine absolute Kämpfermentalität zeigte, konnte er in der Bundesliga spielerisch nur selten überzeugen. Eine klare Handschrift war bis zuletzt nicht zu erkennen und die Spieler litten mit nur wenigen Ausnahmen unter krassen Formschwankungen.
Terzić merkte das wohl selbst und zog vor der neuen Saison die Reißleine. Er trat zurück und machte Platz für seinen bisherigen Co-Trainer Nuri Şahin.
Nun kehrt Terzić jedoch überraschend auf die Fußballbühne zurück – und zwar ausgerechnet beim erneuten Aufeinandertreffen seines Ex-Vereins gegen Real Madrid.
Denn laut "Sky"-Informationen steht Terzić bei der Partie am Dienstagabend an der Seitenlinie – dieses Mal jedoch nicht als Trainer, sondern als Experte für Prime Video, den übertragenden Sender.
Wie "Sky"-Journalist Patrick Berger auf X berichtet, soll der ehemalige Coach der Schwarzgelben dabei aber nicht mit Prime-Experte und BVB-Berater Matthias Sammer sowie Trainer Şahin an einem Tisch stehen. Stattdessen soll er die Begegnung "separat analysieren".
Dass Terzić vor Ort im Bernaubéu sein soll, unterstützt demnach eine Beobachtung des Berger-Kollegen Jesco von Eichmann, der Terzić bereits am Montag vor Ort in Madrid gespottet haben soll.
Berger zufolge ist der 41-Jährige mittlerweile auch wieder bereit für einen neuen Job als Trainer und habe sich zuletzt "sehr viele Spiele in England und Italien" angeschaut. Er sei unter anderem beim AC Milan und West Ham "im Gespräch, falls sich auf den Trainerposten etwas tut".
Bei der Partie gegen den spanischen Rekordmeister muss sich der BVB indes zu seinen vergangenen Leistungen steigern. Bisher zeigt sich das Team unter Şahin nämlich sehr ähnlich wie auch unter Terzić: Auf überzeugende Auftritte folgen zu häufig rätselhaft schwache und enttäuschende Leistungen. Insgesamt überzeugt die Mannschaft spielerisch zu selten.
Immerhin in der Champions League hat der BVB aber bisher abgeliefert. Nach zwei Siegen, unter anderem einem 7:1 gegen Celtic Glasgow, steht Dortmund vor dem dritten Spieltag auf Rang eins der Tabelle.