Bayerns Vorstandsboss Oliver Kahn verdeutlichte vor dem Spiel die Haltung des FC Bayern.
Bayerns Vorstandsboss Oliver Kahn verdeutlichte vor dem Spiel die Haltung des FC Bayern. bild: screenshot ard mediathek

Bayern-Boss Kahn mit klarer Ansage zu Kimmich und weiteren ungeimpften Spielern

27.10.2021, 00:0029.10.2021, 11:47

Mit 0:5 ging der FC Bayern am Mittwochabend in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen Borussia Mönchengladbach unter. Thomas Müller rechnete im Anschluss knallhart mit sich und seinem Team ab. "So ein kollektives Versagen von einer Bayern-Mannschaft bei so einem wichtigen Spiel, bei einem K.o.-Spiel, habe ich selber so noch nicht erlebt."

Auch Bayerns sonst so ehrgeiziger Anführer Joshua Kimmich machte wohl das schlechteste Spiel seiner Laufbahn. Nach seinem Sky-Interview am vergangenen Samstagabend, in dem er erklärte, dass er sich aufgrund von Angst vor Langzeitfolgen noch nicht gegen das Corona-Virus habe impfen lassen, löste ein unglaubliches Echo aus.

Zahlreiche Politiker, Wissenschaftler und weitere Personen des öffentlichen Lebens appellierten an den Nationalspieler, sich impfen zu lassen.

Ob es dadurch zu einem Umdenken beim Nationalspieler gab, konnte Bayerns-Vorstandsboss Oliver Kahn vor dem DFB-Pokal-Spiel des FC Bayern am Dienstagabend bei Borussia Mönchengladbach nicht sagen. Aber er machte deutlich: "Joshua kennt die Haltung des FC Bayern. Wir können nur empfehlen, sich impfen zu lassen. Das haben wir durch viele Aktionen bei Bayern München unterstrichen", sagte der 52-Jährige in der ARD. So gibt es für Fans des FC Bayern vor jedem Heimspiel die Möglichkeit, sich impfen zu lassen.

Salihamidžić sieht Nebengeräusche nicht als Grund für schwache Leistung

Laut "Bild"-Zeitung soll der Nationalspieler von der Wucht der Reaktionen ziemlich überrascht gewesen sein. Aus dem Umfeld des Vereins war wohl zu hören, dass Kimmich die Situation in den vergangenen Tagen zugesetzt habe.

Dass die Diskussionen um seine Person auch seine Leistung beeinflusst haben können, wollte Bayern-Sportvorstand Salihamidžić nicht gelten lassen. "Natürlich waren das viele Geschichten, aber damit sind wir in letzten Spielen auch zurechtgekommen und haben sehr gute Leistungen gezeigt."

Man könne damit nicht in Verbindungen bringen, dass die Mannschaft nicht richtig umschalte oder in die Zweikämpfe geht, fügte er hinzu.

Kimmich und vier weitere Bayern-Stars wohl ungeimpft

Oliver Kahn verdeutlichte aber auch, dass man Respekt vor der Meinung des zentralen Mittelfeldspielers haben müsse. "Wir haben sehr viel mit unseren Spielern gesprochen. Aber es obliegt jedem selbst, wie er damit umgeht."

Dennoch ist er sich sicher, dass sich die noch ungeimpften Spieler des FC Bayern Gedanken machen würden. Neben Kimmich soll es laut Berichten der "Bild"-Zeitung noch vier weitere Spieler geben, die noch nicht geimpft sind.

Bayern-Boss Kahn warnt vor Konsequenzen durch ausbleibende Impfung

"Die Konsequenzen sind nicht unerheblich. Einerseits gesundheitlich, wenn der Spieler ungeimpft ist und sich infiziert. Aber auch die Konsequenzen, die der Verein dann tragen muss." Selbst bei einem milden Infektionsverlauf würde Kimmich, der alle zwei Tage einen PCR-Test absolviert, den Münchnern mindestens 14 Tage fehlen.

Bei der Film-Premiere zur Amazon-Prime-Doku über den FC Bayern am Dienstagabend machte Ex-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge bereits deutlich, dass man in der Diskussion die Kirche im Dorf lassen solle.

Die gleiche Wortwahl wählte nun auch Bayern-Boss Kahn. Auf den Vorschlag von ARD-Moderator Alexander Bommes, Kimmich hätte von sich aus an die Öffentlichkeit gehen können, sagte der ehemalige Torhüter: "Es ist ein Gesundheitsthema und das berührt jeden Spieler in seiner Privatsphäre, da muss man verstehen, dass nicht jeder Spieler Auskunft über seinen Impfstatus gibt."

(lgr)

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