Morocco v Croatia - FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball 2022 - Group F - Al Bayt Stadium Morocco s Achraf Hakimi right and Croatias Borna Sosa battle for the ball during the FIFA World Cup ...
Stuttgarts kroatischer Nationalspieler Borna Sosa (l.) hier im Zweikampf mit Marokkos Top-Star Achraf Hakimi.Bild: IMAGO / PA Images
Fußball International

WM 2022: TV-Experte unterläuft peinlicher Fehler bei Kroatien-Spiel

23.11.2022, 12:1923.11.2022, 15:29

Das Stadion war gut gefüllt bei der Partie Marokko gegen Kroatien der Gruppe F am Mittwochvormittag im al-Bayt Stadion. Für die Übertragung der ersten Spiele der WM 2022 war für die öffentlich-rechtlichen Sender das ZDF zuständig. Am Mittwoch übernahm die ARD. Zusätzlich hat sich der Pay-TV-Sender Magenta TV die Übertragungsrechte für alle 64 Spiele der WM gesichert – 16 davon exklusiv.

Im Studio in München kommentierte Magenta-Kommentator Markus Höhner die Spiele. Begleitet wurde die Übertragung zudem von Experte Rachid Azzouzi. Der 51-jährige Marokkaner war selbst Profifußballer, hat für Marokko zweimal an einer WM teilgenommen, und ist heute Fußballfunktionär – und für die Partie Marokko gegen Kroatien Magentas TV-Experte.

In ebendieser TV-Übertragung unterläuft Azzouzi allerdings ein peinlicher Fehler – direkt zu Beginn des Spiels.

Rachid Azzouzi SpVgg Greuther Fuerth, Geschaeftsfuehrer , SV Darmstadt 98 vs. SpVgg Greuther Fuerth, Fussball, 2. Bundesliga, 17. Spieltag, Saison 2022/2023, 13.11.2022, DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY U ...
Rachid Azzouzi ist ebenfalls Geschäftsführer von Greuther Fürth.Bild: www.imago-images.de / imago images

TV-Experte ist bei Live-Übertragung mehrere Minuten nicht zu hören

Gerade wird die Stimmung im Stadion thematisiert, die Nationalhymnen von Marokko, dann Kroatien ertönen, der Countdown zum Anpfiff läuft, und: Aus dem Magenta Studio in München ist nichts zu hören. Zumindest nicht von TV-Experte Azzouzi.

"Rachid Azzouzi hat es mittlerweile vom großen Studio zu mir geschafft", leitete Kommentator Markus Höhner ein. "Rachid, die ersten Bilder hier aus dem Stadion – bei allen Zankereien, die es zurecht außenrum um diese WM gibt – aber das macht jetzt einfach Spaß."

"Zweiter Anlauf ist auch gescheitert. Das ist so ein bisschen wie Elfmeterschießen. Aber wir bringen dich ins Ziel!"
Magenta-Kommentator Markus Höhner

Im Hintergrund ertönt der Countdown. Das Stadion wird von oben gezeigt. Zu hören sein sollte an dieser Stelle eigentlich der Kommentar von Azzouzi. Doch der ist nicht zu verstehen. Rund 20 Sekunden hört man die Atmosphäre aus dem Stadion, leise im Hintergrund Gemurmel.

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Markus Höhner kommentiert auch für Sport1.Bild: imago images / Nordphoto

Tonprobleme erst in fünfter Spielminute gelöst

"Sie merken es – wir haben ein kleines Tonproblem", versucht Höhner die Situation zu erklären. "Rachid ist gerade nicht zu hören, aber wir arbeiten dran." Höhner fängt an, die Partie nach Anpfiff zu kommentieren.

"Wir haben ein bisschen Spaß und wollen ehrlich sein. Das kann passieren, er macht das nicht jeden Tag."
Markus Höhner, Magenta TV-Kommentator

Doch auch in der zweiten Minute ist Azzouzi immer noch nicht zu hören. "Zweiter Anlauf ist auch gescheitert. Das ist so ein bisschen wie Elfmeterschießen. Aber wir bringen dich ins Ziel!", versucht Höhner erneut zu erklären. Es hake an der Technik. "Aber wir werden es reparieren und es besser machen", verspricht er.

In der fünften Spielminute dann: "So, jetzt haben wir die Lösung gefunden", hört man Höhner erleichtert. Er lacht. "Rachid Azzouzi, willkommen. Wir haben ein bisschen Spaß und wollen ehrlich sein. Das kann passieren, er macht das nicht jeden Tag." Und fügt hinzu: "Das Mikro ist vorne und nicht hinten!" Offenbar hatte Azzozi das Mikro im Nacken und war deshalb so schlecht zu verstehen.

Höhner schließt selbstkritisch: "Und einen Gruß an die Kollegen in der Technik. Das war nicht euer Malheur. Ich hätte auch rüberschauen können."

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Die zurecht von Kritik überflutete Weltmeisterschaft in Katar ist für die Truppe von Hansi Flick vorbei, bevor sie richtig begonnen hatte. Nur zwölf Tage lang durfte über Aufstellungen und Auswechslungen diskutiert werden. Nur zwölf Tage lang durfte Deutschland im Club der Großen mitspielen. Aus in der Gruppenphase – schon wieder. Bereits beim Turnier 2018 in Russland hatte sich ein Muster aufgetan: Nicht bissig genug spielt diese Mannschaft auf, defensiv zu instabil. Und wieso wird er nicht gefunden, dieser Führungsspieler, den es beim spektakulären Erfolg von 2014 zur Genüge gab? Hach, die gute alte Zeit.

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