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Hertha BSC: Fragezeichen hinter Aymen Barkoks Zukunft – finanzielle Last droht

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Aymen Barkok ist im Winter auf Leihbasis zu Hertha BSC gewechselt.Bild: IMAGO images / Jan Huebner
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Hertha BSC: Fragezeichen hinter Barkok-Zukunft – Klub droht große Belastung

04.03.2024, 18:33
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Beim 1. FSV Mainz 05 spielte Aymen Barkok zum Ende des vergangenen Jahres kaum noch eine Rolle, eine Partie verpasste er gar suspendiert. Im Januar wechselte der Mittelfeldspieler daher auf Leihbasis zu Hertha BSC.

Aufgrund zahlreicher Ausfälle hatte der Hauptstadtklub Handlungsbedarf im Mittelfeld erkannt. Barkok hat für seinen neuen Arbeitgeber deshalb seither kein Spiel verpasst, von seinen angestammten Positionen auf der Zehn oder dem rechten Flügel ist er aber mittlerweile gänzlich abgerückt.

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So kam der 25-Jährige zuletzt stets als zentraler Mittelfeldspieler zum Einsatz. Derart tief in der eigenen Hälfte scheint sich der gelernte Offensivspieler allerdings nicht sonderlich wohl zu fühlen, überzeugende Auftritte blieben bis dato aus.

Aymen Barkok überzeugt in Herthas zentralem Mittelfeld nicht

So hat das Fachblatt "Kicker" fünf seiner sieben Auftritte im Mittelfeldzentrum mit der Schulnote 4 oder schlechter bewertet. Das ist eindeutig zu wenig für einen Spieler, der in der 2. Bundesliga eigentlich den Unterschied ausmachen sollte.

Folgerichtig dürfte sich Trainer Pál Dárdai die Frage stellen, ob Barkok nicht auf einer anderen Position besser aufgehoben wäre. Im Mittelfeldzentrum hat der Coach mittlerweile immerhin auch wieder andere Optionen. Pascal Klemens spielte am Freitag gegen Kiel auf der Sechs, Jeremy Dudziak feierte im zweiten Durchgang sein Comeback. Mit Andreas Bouchalakis saß zudem ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler auf der Bank.

Rutscht Barkok künftig also wieder eine Position nach vorne? Dort ist das Gedränge in jedem Fall größer. Fabian Reese ist gesetzt, das gilt weitestgehend auch für Palko Dárdai. Ibrahim Maza wusste seine Chance zudem zuletzt zu nutzen. Mit Marten Winkler, Florian Niederlechner, Smail Prevljak, Derry Scherhant und Gustav Christensen gibt es weitere Optionen.

Aus sportlicher Sicht erscheint es also durchaus fraglich, ob Barkok in den kommenden Spielen seinen Platz in der Startelf behält. Ein Bericht der "Bild" legt nun nahe, dass der Leihspieler aber auch aus finanziellen Gründen auf der Bank landen könnte.

Kaufpflicht bringt Hertha BSC bei Aymen Barkok in die Bredouille

Demnach haben Hertha und Mainz eine Kaufpflicht ausgehandelt, die greift, wenn Barkok zwölfmal in der blau-weißen Anfangsformation steht. Siebenmal bekam er bis dato das Vertrauen von Pál Dárdai, bei noch zehn ausstehenden Ligaspielen fehlt also nicht mehr viel.

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Aymen Barkok hat im Hertha-Trikot mehr Gelbe Karten (drei) als Torbeteiligungen (null) gesammelt.Bild: IMAGO images / HMB-Media

600.000 Euro Ablöse müsste der Hauptstadtklub dann an den Bundesligisten zahlen. Es wäre eine enorme Ausgabe für den finanziell gebeutelten Traditionsklub. Zumal Barkok dann auch bei den monatlichen Gehaltskosten mit einer ordentlichen Summe ins Gewicht fallen würde.

Dem Bericht zufolge verdient er momentan 90.000 pro Monat, gehört damit zu den Topverdienern bei Hertha. Die Berliner zahlen aber nicht das volle Gehalt, Mainz übernimmt einen Teil. Das gilt aber nur während der Leihe.

Wandelt sich diese durch die Kaufpflicht im Sommer in einen langfristigen Vertrag um, könnte Barkok für Hertha zur finanziellen Belastung werden. Gerade dann, wenn die Alte Dame die Rückkehr in die 1. Bundesliga verpasst. Danach sieht es beim Tabellenneunten momentan aus.

Allzu überraschend dürfte es vor diesem Hintergrund also nicht sein, wenn die Leihgabe künftig nur noch als Joker gefragt ist. Oder wie es im "Bild"-Bericht abschließend heißt: Es wird eng für den Spielmacher.

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