Sport
Zweite Bundesliga

HSV-Star Reis mit Klartext zu Trainerwechsel von Walter zu Baumgart

ARCHIV - 25.02.2024, Hamburg: Fu
HSV-Star Ludovit Reis sprach im Interview über den Trainerwechsel in Hamburg.Bild: dpa / Marcus Brandt
Zweite Bundesliga

HSV-Star spricht Klartext über Trainerwechsel von Walter zu Baumgart

02.03.2024, 10:25
Mehr «Sport»

Steffen Baumgart war mit seinem Debüt als HSV-Trainer zufrieden. 1:0 hatte er mit seinem neuen Team gegen Elversberg gewonnen, daraufhin eingeordnet, dass es "anstrengend, aber gut" gewesen sei. Mit dem Ergebnis kann er sehr zufrieden sein, auf der Leistung ließe sich aufbauen, erklärte der 52-Jährige.

Dass Hamburg den Trainer wechselt und sich von Tim Walter trennt, war letztlich keine Überraschung, der Klub bangt erneut um den direkten Aufstieg. Mit Steffen Baumgart kam ein ähnlich emotionaler Trainer, wie es sein Vorgänger Tim Walter war.

Watson ist jetzt auf Whatsapp
Jetzt auf Whatsapp und Instagram: dein watson-Update! Wir versorgen dich hier auf Whatsapp mit den watson-Highlights des Tages. Nur einmal pro Tag – kein Spam, kein Blabla, nur sieben Links. Versprochen! Du möchtest lieber auf Instagram informiert werden? Hier findest du unseren Broadcast-Channel.

Im Gespräch mit der "Hamburger Morgenpost" wurde HSV-Star Ludovit Reis nun auf einen Vergleich beider Trainer angesprochen. Über die Gemeinsamkeiten sagte der 23-Jährige in diesem Zusammenhang: "Beide geben immer 100 Prozent für den Verein und wollen uns als Mannschaft helfen. Und beide sind am Spielfeldrand etwas impulsiver."

Hamburger SV: Reis spricht klar über Trainerwechsel

"Aber es gibt schon Unterschiede", betonte Reis. Das sehe man besonders in der Art, wie der HSV nun Fußball spielen würde. Darüber, was sich genau geändert hat, wollte Reis jedoch nicht sprechen, erzählte schmunzelnd: "Das hilft ja sonst auch dem Gegner."

Vielmehr wurde der Mittelfeldspieler auch darauf angesprochen, wie er den Trainerwechsel verarbeitet habe. Seit seinem Wechsel zum HSV 2021 hatte Reis nur unter Walter gespielt, kannte den Verein nicht mit einem anderen Coach. "Das klingt jetzt vielleicht etwas hart", fängt er an, um danach klarzustellen, "aber am Ende ist das Geschäft nun mal so. Natürlich entwickelst du ein emotionales Band zu einem Trainer, das war auch bei Tim Walter so. Wir haben sehr viel von ihm gelernt. Aber wer Fußball spielt, weiß: Es geht immer weiter. Und Trainerwechsel gehören dann auch dazu".

Neben dem Trainerwechsel beim HSV wird Reis zu einer möglichen Karriere in der Nationalmannschaft befragt. Der Rechtsfuß besitzt die niederländische und die slowakische Staatsbürgerschaft, könnte sich für beide Länder entscheiden. In der Jugend spielte er 17 Mal für die niederländische U21-Nationalmannschaft.

Auf die Frage, ob er bei den letzten Test-Länderspielen im März dann kurz vor der EM für die Slowakei debütieren wird, antwortete er: "Das weiß ich noch nicht." Laut Reis wäre es "top", für die Slowakei zu spielen, aber auch das Oranje-Trikot zu tragen, findet er "top". Etwas präziser sagt er: "Es ist die schwerste Entscheidung meiner Karriere."

Beim Hamburger SV hat Reis mit László Bénes einen slowakischen Teamkollegen, mit dem er auch in der Nationalmannschaft zusammenspielen würde. Bénes würde ihn deshalb immer wieder darauf ansprechen. "Er sagt immer: Mensch, Ludo, was machst Du? Aber er weiß, wie wichtig diese Entscheidung für mich ist."

Theoretisch wäre es für Reis sogar möglich, im März die beiden Testspiele für die Slowakei zu absolvieren und bei der EM immer noch für die Niederlande zu spielen. Das ist erlaubt, weil die Fifa-Regularien besagen, dass ein Spieler für einen Verband erst dann festgespielt ist, wenn er ein Pflichtspiel bestritten hat. Da im März aber weder für die Niederlande noch für die Slowakei Quali-Spiele anstehen, hätte Reis sogar noch diese Freiheit.

Bundesliga-Aufstieg: Wie 300 Seiten Regeln für kleine Klubs enorm kostspielig sind
In seiner wöchentlichen Kolumne schreibt der Fanforscher Harald Lange exklusiv auf watson über die Dinge, die Fußball-Deutschland aktuell bewegen.

Ulm und Münster haben sich fulminant für die zweite, Holstein Kiel und St. Pauli für die erste Fußball-Bundesliga qualifiziert. In sportlicher Hinsicht ist alles klar! Wirtschaftlich stehen die Klubs allerdings noch vor beachtlichen Herausforderungen, denn die Lizenzierungsauflagen des DFB und der DFL haben es in sich und verlangen den Klubs und letztlich auch den betroffenen Städten und Kommunen einiges ab.

Zur Story