Ob Daniel Hartwich und Sonja Zietlow 2022 das "Dschungelcamp" aus Australien moderieren werden, bleibt abzuwarten.
Ob Daniel Hartwich und Sonja Zietlow 2022 das "Dschungelcamp" aus Australien moderieren werden, bleibt abzuwarten.
Bild: RTL / Stefan Gregorowius
Dschungelcamp

Trotz besonderer Vorsichtsmaßnahmen: Dieser Vorbote könnte das Aus für das "Dschungelcamp" 2022 bedeuten

05.08.2021, 10:13

2021 war kein gutes Jahr für die Fans des RTL-"Dschungelcamps": Wegen der Corona-Pandemie konnten die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich nicht mit den Kandidaten nach Australien reisen. Der TV-Sender musste ein Ersatzformat aus dem Boden stampfen, das in einem Studio in Köln produziert wurde.

Der Clou an der "Dschungelshow": Am Ende wurde ein Promi ermittelt, der ein goldenes Flugticket nach Down Under für das "richtige" Camp gewann. Der Reality-TV-Star Filip Pavlović konnte sich im Finale gegen Djamila Rowe und Mike Heiter durchsetzen. Fest zugesagt hatten zudem schon unter anderem Lucas Cordalis und Harald Glööckler.

Eins stand jedenfalls nach dem Ersatzcamp mit langweiligen Prüfungen und vergleichsweise luxuriösem Tiny House, das statt des Zeltlagers im Urwald dieses Mal als Promi-Unterkunft diente, fest: Nochmal wollen wohl die wenigsten "Dschungelcamp"-Fans so eine Lückenfüller-Sendung sehen. RTL versprach, 2022 wieder eine Staffel in Australien ausrichten zu wollen, doch der Plan scheint nun erneut in Gefahr zu sein.

Die "Dschungelshow"-Kandidaten mussten sich die Zeit in Tiny Houses vertreiben.
Die "Dschungelshow"-Kandidaten mussten sich die Zeit in Tiny Houses vertreiben.
Bild: screenshot TVNOW

"Dschungelcamp" wegen britischer Show-Version in Gefahr

Wie "The Mirror" jetzt berichtet, muss die britische Dschungelshow genau wie im vergangenen Jahr wieder auf Gwrych Castle in Wales anstatt in Australien gedreht werden. Der Grund dafür seien die anhaltenden Reisebeschränkungen und die logistischen Schwierigkeiten für die Produktionsfirma ITV. Deshalb sollen die Briten lieber im eigenen Land bleiben wollen. Pluspunkt beim Burg-Camp: Die Zuschauer nahmen die Ersatzsendung gut an, es wurden Topquoten damit erzielt.

Das kann man von der deutschen Ausweich-Show nicht unbedingt behaupten – und dennoch könnte die Entscheidung von ITV Konsequenzen für das "Dschungelcamp" und die Produktionsfirma ITV Studios Germany haben. Immerhin läuft die britische Version traditionell zwei Monate vor der deutschen und ist eng an sie gekoppelt. Dschungelprüfungen sind ähnlich und auch die Camps sind dieselben in beiden Shows.

Zum "Dschungelcamp" gehören immer eklige Essensprüfungen – in der "Dschungelshow" gab es davon nur eine einzige.
Zum "Dschungelcamp" gehören immer eklige Essensprüfungen – in der "Dschungelshow" gab es davon nur eine einzige.
Bild: TVNOW / Stefan Menne

Wie das Medienmagazin "dwdl" berichtet, spielt auch Geld bei der Entscheidung eine Rolle, ob wieder nach Australien gereist werden kann. Das "Dschungelcamp" sei eine der teuersten RTL-Produktionen. Durch die gemeinsame Nutzung des Areals werden die Kosten für gewöhnlich nämlich geringer.

Auf Nachfrage heißt es vom Sendersprecher Claus Richter gegenüber "dwdl", dass momentan noch alles daran gesetzt werde, ein normales Camp auf die Beine zu stellen. Richter sagt:

"Stand ist, dass wir nach wie vor alles versuchen, um im Januar eine Show aus Australien möglich zu machen."

Bloß nicht noch eine "Dschungelshow"

Aktuell sind auch die Einreisebestimmungen nach Australien wegen der grassierenden Delta-Variante des Coronavirus denkbar hart. Die "Bild" hatte erst kürzlich berichtet, dass RTL deshalb auf besondere Maßnahmen zurückgreifen will. Dazu zählt beispielsweise, dass nur doppelt geimpfte Promis an der Show teilnehmen dürfen und frühzeitig anreisen müssen, um Quarantänerichtlinien einhalten zu können.

Denkbar wäre auch, dass das deutsche "Dschungelcamp" genau wie das britische auf der Burg in Wales stattfindet. Zumindest war das auch schon für 2021 geplant, doch wegen stark steigender Infektionszahlen musste auch das ad acta gelegt werden. Ein walisisches Camp könnte aber auch hierzulande besser ankommen als die "Dschungelshow" – eine ähnliche TV-Enttäuschung wie in diesem Jahr soll sicherlich mit aller Kraft verhindert werden.

(cfl)

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