Luca Hänni und Christina Luft waren bei "Let's Dance" 2020 zunächst ein Tanzpaar, nach der Show verliebten sie sich ineinander.
Luca Hänni und Christina Luft waren bei "Let's Dance" 2020 zunächst ein Tanzpaar, nach der Show verliebten sie sich ineinander.
Bild: www.imago-images.de / Christoph Hardt
Exklusiv

"Ich konnte mit dem Input eh nicht viel anfangen": Luca Hänni über seine "Let's Dance"-Teilnahme und die umstrittenen Jury-Urteile

23.05.2021, 09:50

Luca Hänni nahm 2020 an der RTL-Show "Let's Dance" teil. Nach drei Folgen mit Publikum im TV-Studio mussten wegen der Corona-Pandemie neue Hygienerichtlinien umgesetzt werden – wie auch in der diesjährigen Staffel durfte dann niemand mehr im Studio live zuschauen. Trotzdem war die Teilnahme für Luca ein voller Erfolg: Er belegte zusammen mit Christina Luft den dritten Platz – und kam kurz nach der Show mit der Tänzerin zusammen.

Nicht einmal ein Jahr zuvor feierte der "DSDS"-Sieger von 2012 einen musikalischen Erfolg: Beim Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv belegte er mit dem Song "She Got Me" den vierten Platz – die beste schweizerische Platzierung in dem Musikwettbewerb seit 1993.

Nun steht sowohl das "Let's Dance"-Finale als auch der diesjährige ESC kurz bevor. Mit watson sprach der 26-Jährige darüber, was er von dem Song-Contest zu Corona-Zeiten hält, schätzt ein, was für Siegeschancen der deutsche Act Jendrik Sigwart mit seinem Song "I Don't Feel Hate" hat und wie er den letzten Contest ohne Pandemie wahrgenommen hat.

Schließlich verät Luca im Interview auch, wie er die vieldiskutierten Jury-Urteile bei "Let's Dance" wahrgenommen hat und wie er es empfand, dass ihm schon während der RTL-Show eine Beziehung mit Christina durch die Juroren angedichtet wurde.

watson: Luca, du warst 2019 beim ESC in Tel Aviv dabei – der Wettbewerb gilt als einer der traditionsreichsten und wichtigsten europäischen Musikwettbewerbe. Was war das damals für ein Gefühl für dich, auf so einer Bühne stehen zu dürfen?

Luca Hänni: Das war echt ein Wahnsinnsgefühl. Ich kann mich noch sehr gut erinnern und habe das so schön in Erinnerung. Das war echt gigantisch, weil du ein Riesenteam um dich herumhattest, also da waren um die 30 Leute für dich zuständig. Das war ein musikalischer Spielplatz, wo man sich ausgetobt hat. Ich erinnere mich auch sehr gerne an die tolle Community, die sehr unterstützend war. Wenn der Song gut ankommt, und das kam er zum Glück bei uns, dann hat man das richtig zu spüren bekommen.

"Das muss alles so krass vorbereitet sein, das hat viele Leute gebraucht."

Was hast du außerdem noch an deinem Auftritt genossen?

Das Schöne ist auch, dass man so ein bisschen über die Landesgrenzen hinauskommt. Der Song "She Got Me" hatte die Chance, sich zu entwickeln und es war schön, dass man damit ganz viele Leute erreicht hat.

Luca Hänni bei seinem ESC-Auftritt in Tel Aviv am 18. Mai 2019.
Luca Hänni bei seinem ESC-Auftritt in Tel Aviv am 18. Mai 2019.
Bild: Getty Images Europe / Michael Campanella

30 Leute waren für dich verantwortlich, worum haben die sich gekümmert?

Eine Person hat sich nur um die Probe gekümmert, eine weitere nur um die Bühne. Dann musste ein kompletter Schnittplan der Produktion vorgegeben werden. Sekunde 5, Kamera 6, Cut auf die Kamera. Das muss alles so krass vorbereitet sein, das hat viele Leute gebraucht. Es waren vor allem administrative Dinge, die erledigt werden mussten.

"Wenn irgendwas total wichtig ist oder ein großes Projekt ansteht, dann denkt man sich ja meistens: Jetzt bloß nicht krank werden. Und dann kamen wir in Tel Aviv an und der Herr Hänni hatte erstmal Halsschmerzen."

Wie oft hast du die Performance damals vor dem Auftritt eingeübt?

Ich habe so viel geprobt. Sicher eineinhalb Monate hatten wir Vorbereitung. Wir haben in Bern, in der Schweiz geprobt, dann bin ich nach Stockholm gefahren. Da haben wir nochmal eine Woche tänzerische und musikalische Proben gehabt und dann ging es schon nach Tel Aviv. 50, 60 Mal habe ich es bestimmt durchgetanzt und geübt. In Tel Aviv selbst hatten wir auch noch ganze zwei Wochen, in denen wir die ganze Zeit Proben hatten, die Proben wurden dann auch schon mitbewertet, gefilmt und gepostet. Da musste man es schon draufhaben.

Vor deinem Auftritt hattest du mit Stimmproblemen zu kämpfen. Wie sehr hat dich das vor so einem wichtigen Auftritt beschäftigt?

Wenn irgendwas total wichtig ist oder ein großes Projekt ansteht, dann denkt man sich ja meistens: Jetzt bloß nicht krank werden. Und dann kamen wir in Tel Aviv an und der Herr Hänni hatte erstmal Halsschmerzen. Das hat sich auch bis zum Halbfinale durchgezogen. Das hat mich natürlich gestresst. Man konnte es nicht so genießen. Ich habe es trotzdem genossen, ganz klar, aber die Stimme ist mein Instrument und wenn man weiß, die ist angeschlagen, dann stresst man sich jeden Tag, man konnte nicht ganz lockerlassen.

Wie hast du dich aufpäppeln können?

Ich habe jeden Tag Tee getrunken und alles Mögliche gemacht, bis es dann wieder ging. Dann hat am Ende doch alles funktioniert.

Luca Hänni belegte beim ESC den vierten Platz – so gut schnitt die Schweiz zuvor seit über 25 Jahren nicht ab.
Luca Hänni belegte beim ESC den vierten Platz – so gut schnitt die Schweiz zuvor seit über 25 Jahren nicht ab.
Bild: Getty Images Europe / Guy Prives

Hattest du bei deiner Performance im Hinterkopf, dass dir ganz Europa zusieht?

Irgendwie habe ich das komplett ausgeblendet. Man wusste natürlich, klar, über 160 Millionen Einschaltquote und 10.000 Leute im Raum, die gingen ja noch. Aber das hat man ausgeschaltet, denn das ist so eine Menge, die kannst du dir nicht vorstellen.

"Ich würde den ESC sehr gerne nochmal machen, aber ich würde schon warten, bis wir das Coronavirus unter Kontrolle haben und es wieder normal möglich ist."

In Deutschland schauen dir ja auch öfter mal Millionen Menschen zu.

Richtig, ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn es jetzt eine deutsche Show ist, mit fünf oder sechs Millionen Zuschauern, oder der ESC – man ist in dem Moment im Studio auf der Bühne und dann überlege ich nicht, wie viele jetzt zugucken. Dann kann man sich besser konzentrieren. Bei einer bestimmten Menge hört es auf, ob es nun 60 Millionen oder 160 Millionen sind, das ist egal, es ist einfach viel.

Du hast damals beim bislang letzten "normalen" ESC mitgewirkt, dieses Jahr gibt es den Wettbewerb mit strengen Auflagen. Würdest du unter Corona-Bedingungen nochmal teilnehmen?

Es ist natürlich lustiger, wenn kein Corona ist. Ich meine, die ganzen Partys, das Miteinander, Essen gehen, da fehlt natürlich schon ein großes Stück, glaube ich. Viel Freiraum wird man wahrscheinlich auch nicht haben. Ich würde den ESC sehr gerne nochmal machen, aber ich würde schon warten, bis wir das Coronavirus unter Kontrolle haben und es wieder normal möglich ist. Es wird aber sicher trotzdem ein schönes Erlebnis für die Kandidaten.

Es wird zumindest auch maximal 3500 Leute vor Ort im Studio geben, die live dabei sind. Glaubst du, das macht einen großen Unterschied für die Sängerinnen und Sänger?

Ich muss sagen, wir hatten in Tel Aviv nur 7000 und auch 3500 können sehr unterstützend sein. Ich merke es ja auch hier im Fernsehen: Es kommt auf den Künstler an. Die Leute haben in Tel Aviv auch mitgesungen und das ist geil, aber ich glaube, man könnte es auch ganz ohne Publikum gut rüberbringen, wenn man sich darauf einstellt. Am wichtigsten sind die Leute zu Hause, es ist ja eine Fernsehshow. Da ist es gut, wenn man das als Künstler auch ohne Publikum gut rüberbringen kann.

Oder hätte man eventuell noch warten sollen, um dann im kommenden Jahr einen "normalen" ESC ausrichten zu können?

Ich finde es gut, dass man es versucht. Und wenn es mit 3500 Leuten gut klappt, dann macht das Mut für die Zukunft.

"In diesem Jahr habt ihr mit Jendrik Sigwart und dem Song 'I Don’t Feel Hate' so eine Happy-Nummer, die musikalisch aber sehr viel durchmacht."

Was sagst du zum diesjährigen deutschen Beitrag beim ESC?

Ich hoffe für euch, dass Deutschland ein bisschen besser abschneidet als 2019. Die zwei Mädels S!sters letztes Mal hatten so viel Pech, die Armen. In diesem Jahr habt ihr mit Jendrik Sigwart und dem Song "I Don’t Feel Hate" so eine Happy-Nummer, die musikalisch aber sehr viel durchmacht. Der Song hat Ukulele und Funk, aber wird dann zu so einem ganz speziellen Popstück. Das kann funktionieren und kann nicht funktionieren. Das ist irgendwie beides. Aber das Thema ist wunderschön und es überrascht die Leute. Und ich glaube, die Community darf und muss überrascht werden. Die ist verrückt, die freuen sich auf sowas.

Und was sagst du zum Schweizer Beitrag? Gjon's Tears wird der erste schweizerische Künstler seit 2010 sein, der das Land mit dem Lied "Tout l’univers" und damit einem französischsprachigen Track vertreten wird.

Das ist eine unglaubliche Power-Ballade. Der Typ singt schön und ich hoffe, dass es eine gute Inszenierung gibt, aber ich glaube, das wird ganz ruhig und kann sehr schön aussehen. Aber einzuschätzen, wie er am Ende ankommt, finde ich sehr schwierig. Auch wir wussten nicht, wie es werden wird.

Welcher Song am Ende ankommt, unterscheidet sich ja auch sehr von Jahr zu Jahr.

Genau, in einem Jahr gewinnt ein ganz ruhiger Depri-Song, im nächsten Jahr gewinnt der verrückteste Beitrag. Du weißt nie, was gut ankommt. Irgendwie mögen die Zuschauer alles ein bisschen. Aber das ist ja auch schön, dass man es nicht voraussehen kann. Für die Künstler ist es gut, wenn die Leute es genießen, sie keine Fehler machen und einfach eine gute Performance abliefern. Der Rest ist dem Publikum überlassen.

"Man konnte dann nicht mehr unterscheiden, ob es jetzt eine weitere Probe ist, oder ob wir live sind. Weil ja das Studio die ganze Zeit gleich aussah."

Du hast "Let's Dance" unter Corona-Bedingungen 2020 miterlebt. Wie war das für dich?

Wir hatten noch drei Shows mit Publikum, da hat man noch gedacht, Corona kommt nicht bis zu uns. Dann kam der erste Lockdown und dann war das total komisch.

Wie genau lief die Produktion vor dem Lockdown ab?

Man muss sich vorstellen: Am Donnerstag hatten wir den ganzen Tag Proben im Studio. Wir machen eine Probe und abends einen Durchlauf von der ganzen Show. Dann am Freitag noch einen Durchlauf und dann abends die Show. Man konnte dann nicht mehr unterscheiden, ob es jetzt eine weitere Probe ist oder ob wir live sind. Weil ja das Studio die ganze Zeit gleich aussah. Bei den Proben hatte man kein Publikum und bei der Liveshow auch nicht.

"Christina wirbelte um mich herum, guckte mich blöd an und ich meinte nur so: 'Ich weiß nicht, was kommt!'"

Wie hat sich das auf euch Kandidaten und die Profitänzer ausgewirkt?

Jeder war so ein bisschen kurz vorm Einschlafen. Man war ein bisschen weniger gehypt. Wenn Publikum da ist, ist man angespannter, aber das war eben nur die ersten Shows so. Zu der Zeit gab es auch noch keinen Applaus vom Band. Jetzt hat sich da schon einiges getan. Wenn Applaus vom Band kommt, denkt man trotzdem irgendwie, irgendjemand applaudiert dir und damit hat man sich schon daran gewöhnt.

Mit welchem Tanz hattest du in den Proben besonders zu kämpfen?

Das war auf jeden Fall die Samba. Das war noch ganz am Anfang, aber da habe ich in der Probe alles vergessen, ich stand nur da wie ein Depp auf der Tanzfläche und wusste nicht, was passiert. Christina wirbelte um mich herum, guckte mich blöd an und ich meinte nur so: 'Ich weiß nicht, was kommt!' Und dann startet man natürlich mit einem komischen Gefühl in die Show. In der Liveshow hatte ich bei der Samba dann auch einen Hänger und hatte was vergessen. Da hab ich dann irgendwas anderes gemacht.

In Action: Luca Hänni und Christina Luft.
In Action: Luca Hänni und Christina Luft.
Bild: www.imago-images.de / Gartner
"Ich konnte mit dem Input eh nicht viel anfangen, wenn Llambi sagt, der Fuß war hier nicht so gut und so weiter."

Ehemalige "Let's Dance"-Kandidaten haben hinter den Kulissen von einem erbitterten Konkurrenzkampf gesprochen. Wie hast du das 2020 wahrgenommen?

Also bei mir war's herrlich! Ich hab mich danach verliebt und bin megaglücklich. Bei mir hat alles funktioniert, ich hatte keinen Konkurrenzkampf. Aber es kommt natürlich drauf an, es werden eben 14 Leute zusammengewürfelt und manche davon verstehen sich und manche eben nicht. Das weiß man im Vorfeld nicht. Christina und ich haben uns gut verstanden, haben uns immer gefreut, jeder hat sein Bestes gegeben und dann hat man zusammen ein schönes Format gemacht.

Auch die Jury-Urteile von Joachim Llambi stehen regelmäßig in der Kritik. Haben dich die Wertungen beeinflusst im Training?

Ich hab einfach mehr auf Christina gehört. Ich konnte mit dem Input eh nicht viel anfangen, wenn Llambi sagt, der Fuß war hier nicht so gut und so weiter. Ich weiß doch nicht, wie die technischen Dinge heißen. Dann hat mir Christina im Nachhinein gesagt, was er genau meinte und hier können wir noch arbeiten. Christina war für mich quasi so der Leitfaden. Sie hat gesagt, an was wir arbeiten und darauf habe ich mich dann meistens konzentriert. Und das Juryurteil war eben Teil der Show, das hat man sich angehört und gehofft, dass es viele Punkte gibt.

Jorge González, Motsi Mabuse und Joachim Llambi sitzen auch 2021 wieder in der "Let's Dance"-Jury.
Jorge González, Motsi Mabuse und Joachim Llambi sitzen auch 2021 wieder in der "Let's Dance"-Jury.
Bild: Getty Images Europe-Pool / Andreas Rentz

Konnte Christina mal etwas nicht nachvollziehen am Juryurteil?

Nein, eigentlich nicht. Die Jury war aber auch meistens lieb zu uns. Wir kamen gut durch. Klar, im Finale haben wir ein paar Fehler gemacht, aber das war dann auch klar. Da gab es nie Unstimmigkeiten.

"Es wurde schon viel spekuliert, dabei haben wir nur zusammen getanzt. Aber wir haben das dann immer weggelächelt."

Was viele Zuschauer nicht wissen: Bei den Proben schaut die "Let’s Dance"-Jury teilweise schon zu, richtig? Wie hat sich das bemerkbar gemacht?

Die Jury schaut schon am Freitag zu. Einfach, dass sie einen Eindruck davon bekommen, was dann so passiert. Aber das hat mich nicht so beschäftigt.

Die Jury steigt auch viel auf Flirt-Potenzial zwischen den Tänzern und Kandidaten ein. Christina Luft und du, ihr seid nach dem Dreh ja tatsächlich ein Paar geworden. Haben die Spekulationen in der Show genervt?

Es wurde schon viel spekuliert, dabei haben wir nur zusammen getanzt. Aber wir haben das dann immer weggelächelt. Wir haben immer gesagt, dass wir tanzen und uns gut verstehen, das war ja auch am Anfang so. Wir machen ja beide auch nicht erst seit gestern Fernsehen.

Bei den Spekulationen steckt ja auch ein wenig TV-Kalkül dahinter…

Ja, jeder kriegt bei "Let's Dance" eben ein Image. Der Comedian ist dann der Lustige in der Show, dann gibt es den, der mega sexy ist und dann gibt es die Süßen. Das Schema gibt es und wir waren mit "Die Süßen" einverstanden, das trifft ja auch, wie wir so drauf sind. Wir haben uns über nette Kommentare gefreut.

"Aber es ist auch psychisch eine ganz andere Anstrengung, mit einem älteren Tanzpartner zu tanzen, dass das überhaupt geht."

Wie war die "Let's Dance"-Zeit 2021 für eure Beziehung? Christina ist ja wieder als Tänzerin dabei gewesen.

Wir haben die Zeit gut überstanden, es hat alles gut funktioniert. Ich war viel in Köln, Christina konnte auch hier trainieren und wohnt hier. Ansonsten sind wir viel zusammen in der Schweiz. Klar, sie trainiert hart, es ist viel Arbeit, aber wir haben es trotzdem geschafft, uns fast immer zu sehen. Ich konnte ihr auch ein wenig helfen und sie unterstützen, wenn sie am Samstag zum Beispiel die Choreo gemacht hat. Wenn ich gerade nicht gearbeitet habe, dann war ich der Hausmann. Ich habe ein wenig zu Hause geguckt, dass alles steht.

Hat Christina Bedenken geäußert, was Jan Hofers "Let's Dance"-Teilnahme betrifft? Er war immerhin der älteste Kandidat aller Zeiten in der Show und hatte mit der Kondition zu kämpfen.

Nein, Profis wie Christina können damit gut umgehen. Man hat ja auch verschiedene Staffeln und es ist jedes Mal eine andere Hürde. Ich war jemand, der tänzerisch auch was mitgebracht hat. Ich bin noch jung und da holt man als Profitänzer was anderes raus, das ist klar. Aber es ist auch psychisch eine ganz andere Anstrengung, mit einem älteren Tanzpartner zu tanzen, dass das überhaupt geht. Da musste sie sich eine ganz andere Choreo ausdenken. Das war auf eine andere, eigene Art anstrengend. Aber die waren sich super sympathisch, haben sich immer gut verstanden – also soweit ich weiß.

Christina Luft tanzt in diesem Jahr mit Jan Hofer bei "Let's Dance", der mit den schnellen Tänzen seine Probleme hatte.
Christina Luft tanzt in diesem Jahr mit Jan Hofer bei "Let's Dance", der mit den schnellen Tänzen seine Probleme hatte.
Bild: dpa / Andreas Renz

Wie hättest du reagiert, wenn Christina einen gutaussehenden, jungen Kandidaten bekommen hätte?

Einen sexy Rurik vielleicht (lacht)? Dann wäre es so gewesen. Ich tanze auch in meinen Musikvideos mit anderen Frauen, das ist unser Job und wir wissen ganz genau, wo da die Grenze ist. Es ist ja nicht so, als würde man da dann etwas anderes machen, es ist einfach unser Job. Wenn es mal sexy aussehen muss, dann ist es so, aber das ist kein Problem.

Du sagtest ja neulich schon in einer anderen TV-Show, dass du ans Heiraten denkst. Und wenn, dann nur Christina. Wie hat sie darauf reagiert?

Ich hab ihr danach nur ein Herzchen geschickt und sie hat geantwortet: 'Ich habe gehört, du hast was Schönes über mich gesagt.'

Wie genau geht es denn nun bei euch weiter?

Christina macht erstmal "Let's Dance" fertig, sie hat trotzdem noch viele Openings. Ich muss auch noch ein bisschen proben und bin musikalisch viel beansprucht. Wir sind beide gerade am Arbeiten. Wir wechseln uns immer mit Köln und der Schweiz ab. Also wir heiraten noch nicht übermorgen. Wir sind beide happy.

Ich erwische mich selbst dabei, wenn ich Filme oder Videos von mir vor einem oder eineinhalb Jahren mit so vielen Leuten sehe, dann denke ich nur so: 'Ach herrje! Was ist denn hier los?'"

Was sind deine nächsten TV-Pläne?

Ich bin in der Jury einer Schweizer Castingshow, da muss ich 20 Talente casten und das mache ich eigentlich den ganzen Sommer. 20 bis 25 Drehtage, es gibt ein bisschen zu tun, aber da freue ich mich drauf.

Und dann soll ja auch die "Let's Dance"-Livetour mit dir stattfinden.

Also wir gehen alle schwer davon aus. Wenn die in den Niederlanden zum ESC jetzt 3500 Leute haben, dann können wir das hier doch auch im Herbst, würde ich jetzt einfach mal sagen. Und dann kommt fleißig Musik raus, die aktuelle Single heißt "Durch die Nacht" und dann kommt im Sommer noch eine andere Single.

Was meinst du, wie Auftritte und TV-Shows nach Corona werden?

Ich könnte mir vorstellen, dass es sehr komisch wird, wenn wieder Leute da sind. Ich erwische mich selbst dabei, wenn ich Filme oder Videos von mir vor einem oder eineinhalb Jahren mit so vielen Leuten sehe, dann denke ich nur so: "Ach herrje! Was ist denn hier los?" Ich glaube, da brauchen wir dann alle wieder ein bisschen, um uns daran zu gewöhnen.

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