Unterhaltung
BOYNTON BEACH, FLORIDA - MARCH 26:  George Hollins buys a Powerball ticket at the Shell Gateway store on March 26, 2019 in Boynton Beach, Florida. Wednesday's Powerball drawing will be an approximately $750 million jackpot which would be one of the biggest in US lottery prize history. (Photo by Joe Raedle/Getty Images)

Das Trinkgeld entpuppte sich als Lottoschein zum Glück Bild: Getty Images North America

Kellnerin bekommt Lotto-Schein als Trinkgeld – nach Check verändert sich ihr Leben

Als die Kellnerin Taylor Russey einen Lottoschein von einem Stammkunden bekommt, ahnt sie noch nicht, dass das das großzügigste Trinkgeld ihrer Karriere ist.

Beim Kellnern kommt es wegen des geringen Gehalts aufs Trinkgeld. Gut und gerne kann sich der Lohn eines Abends dann schon mal verdoppeln. Was diese Kellnerin jetzt erlebt hat, lässt sie ihren Job unter Umständen an den Nagel hängen.

Glück muss man haben

Taylor Russey arbeitet in der "Bleacher's Bar" im US–Bundesstaat Missouri als Kellnerin. An einem normalen Samstagabend serviert sie einem Stammkunden sein Essen, der ihr als Dankeschön einen Lottoschein als Trinkgeld gibt.

“Einer unserer Stammgäste kauft hin und wieder für die anderen Lottoscheine, besonders, wenn er [der Jackpot] hoch ist. Und das machte er auch am Samstag. Er kaufte uns allen Lottoscheine."

Taylor Russey gegenüber Missouri Lottery

Russey denkt sich nichts weiter dabei, aber am nächsten Tag verändert sich ihr Leben schlagartig. Denn sie erfährt: Einer der Scheine, die in der Bar gekauft und verteilt wurden, hat gewonnen!

Und auf einmal reich

Erst da erinnert sich die Kellnerin, dass sie auch einen Schein geschenkt bekommen hat. Als sie die Zahlen checkt, fällt sie aus allen Wolken.

14, 27, 29, 59, 65, und die Superzahl 12 waren die gezogenen Nummern– 4 davon hatte Russey auf ihrem Schein. Die glückliche Kellnerin gewinnt dadurch umgerechnet rund 45.000 Euro – das größte Trinkgeld ihrer Karriere. Was Russey mit dem Geld anfangen will, hat sie aber noch nicht verraten.

Das muss in die Kinos!

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Lottoschein als Trinkgeld zu einem Geldsegen führte. 1984 fragte der Polizist Robert Cunningham spaßeshalber Freundin und Kellnerin Phyllis Penzo, ob sie sich anstelle eines Trinkgelds nicht lieber einen Lottoschein teilen würde. Sie stimmte zu, die beiden suchten zusammen die Zahlen aus und Cunningham versprach, im Falle eines Gewinns gerecht zu teilen.

Am 1. April erfuhr der Polizist, dass er den Jackpot geknackt und 6 Millionen Dollar gewonnen hatte, die er, wie versprochen, mit Penzo teilte.

Wenn euch die Geschichte interessiert: Sie wurde 1994 unter dem Namen "It Could Happen to You" mit Nicolas Cage und Bridget Fonda in den Hauptrollen verfilmt.

Bild

TriStar Pictures

(ks)

Kein Trinkgeld? Du bist nicht pleite, sondern geizig

Play Icon
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Seit fast 15 Jahren Hartz IV: "Die Arbeitgeber verlangen zu viel"

Jens (Name von der Redaktion geändert) ist 48 und hat vor fast 20 Jahren seinen Job bei einem Chemie-Werk verloren. Seit der Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 ist er auf soziale Leistungen angewiesen. Bei watson spricht er über seine zahlreichen Bewerbungen und über die teils extrem hohen Anforderungen der Arbeitgeber – trotz Mindestlohn oder sogar noch weniger Gehalt.

Eine Bewerbung muss ich diesen Monat noch abschicken – dann habe ich mein Soll erfüllt. Vier Mal monatlich muss ich mich bewerben, so will es das Jobcenter. Denn ich lebe von Hartz IV.

Meine Vollzeitstelle als Chemikant habe ich bereits 2001 verloren, als das Werk, in dem ich gearbeitet habe, geschlossen wurde. Seit 2005, als das System eingeführt wurde, beziehe ich Arbeitslosengeld II, wie Hartz IV eigentlich heißt.

Ob Bewerbungstraining oder Computerkurs, Beratungsgespräche oder angedrohte …

Artikel lesen
Link zum Artikel