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Cathy Hummels: "KDRS"-Moderatorin verteidigt umstrittenen Show-Trend

Cathy Hummels
Cathy Hummels weiß genau, welche Rolle sie bei "Kampf der Realitystars" zu spielen hat.Bild: RTLZWEI/BDA Creative
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"KDRS"-Moderatorin Cathy Hummels verteidigt umstrittenen Show-Trend: "Finde es nicht fair"

09.04.2024, 10:17
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Am 10. April ist es wieder so weit: RTL Zwei strahlt eine neue Staffel von "Kampf der Realitystars" aus. 23 Promis kämpfen um möglichst viel Sendezeit und am Ende den Jackpot. Mit Ben Tewaag und Jenny Elvers sind in diesem Jahr auch zwei Namen mit dabei, die nicht nur eingefleischten Reality-TV-Stars ein Begriff sind.

Ebenfalls, natürlich, wieder mit dabei: Cathy Hummels, die den Teilnehmenden in "Die Stunde danach" auf den Zahn fühlt. Im Interview mit watson spricht die Moderatorin über ihr eigenes Image und ihren Alltag als allein erziehende Mutter. Unter anderem verrät sie, warum es für sie kein Problem ist, dass immer mehr Influencer:innen den Schritt ins TV wagen.

watson: An deinem Moderationsstil gibt und gab es immer wieder Kritik. Was hast du dir für die neue Staffel vorgenommen?

Cathy Hummels: Ich setze meine Rolle um. Ich weiß, was von mir erwartet wird, was RTL Zwei und Banijay Productions wichtig ist. Ich lebe dort eine strengere Rolle. Das entspricht vielleicht nicht ganz meinem Naturell, deswegen ist es vielen vielleicht etwas fremd. Aber die "Stunde der Wahrheit" ist einfach enorm spannend und ich bin selbst natürlich auch immer ganz gespannt, was passiert.

"Wer mich wirklich verfolgt, weiß, wie ich ticke. Wer mich nicht verfolgt, weiß das nicht. Und der hat dann auch einfach Lust, zu haten."

Du sagst, dass man bei "KDRS" polarisieren muss, um hervorzustechen und erfolgreich zu sein. Auch du polarisierst sehr. Was ist der Grund?

Wenn man etwas zum Kritisieren finden möchte, findet man das auch. Ich habe einen sehr trockenen Humor. Wer mich wirklich verfolgt, weiß, wie ich ticke. Wer mich nicht verfolgt, weiß das nicht. Und der hat dann auch einfach Lust, zu haten.

oben v.l.n.r.: Maurice Dziwak, Valencia Stöhr, Theresia Fischer, Tanja Tischewitsch, Kevin Schäfer, Calvin Kleinen, Cecilia Asoro, Keno Veith; unten v.l.n.r.: Ben Tewaag, Noah Cremer, Elsa Latifaj
Um genug Sendezeit und den Gewinn zu bekommen, müssen die Promis einiges leisten.Bild: RTLZWEI / Luis Zeno Kuhn

Was waren deine Erwartungen an Jenny Elvers?

Ich habe keine Erwartungen an meine Kandidaten. Ich versuche, neutral zu sein. Ich kenne Jenny schon ein bisschen länger. Jenny ist eine tolle Frau. Ich finde es auch toll, wie sie öffentlich über ihre Krankheit spricht. Sie ist sehr stark.

War es eher ein Vorteil oder ein Nachteil, dass Jenny und du euch privat kennt?

Ich bin zu jedem fair, zu jedem gleich nett. Aber meine Aufgabe ist es eben auch, den Kandidaten auf den Zahn zu fühlen. Und die Fragen (für "Die Stunde danach", Anm. d. Red.) sauge ich mir ja nicht aus den Fingern. Die werden vorbereitet. Das kann man offen sagen. Das muss ja auch zu den Kandidaten passen.

Was versprichst du dir von Ben Tewaag?

Dass er ein toller Kandidat ist für uns, für das Format. Dass wir ihn einfach kennenlernen, wie er ist. Ich kenne das ja selbst auch: Es wird so viel über einen geschrieben, das einfach nicht stimmt. "Kampf der Realitystars" ist eine schöne Plattform, um einfach mal Tacheles zusprechen.

Cathy Hummels
Cathy Hummels geht locker mit der vielen Kritik an sich um. Bild: RTLZWEI / BDA Creative

Was muss der oder die perfekte "KDRS"-Kandidat:in mitbringen?

Durchhaltevermögen! Es ist wirklich anstrengend. Es gibt Spiele, viele fremde Leute auf einem Haufen. Und am Ende muss man performen, man will ja auch die Sendezeit haben. Und es geht um 50.000 Euro. Es ist schon wirklich krass, was man da leisten muss. Also braucht man in erster Linie Durchhaltevermögen und auch ein starkes Mindset. Und man muss es mögen, mit so vielen Menschen auf engstem Raum zusammenzuleben.

"Ich finde es schön, dass man durch die Show die Möglichkeit hat, ein Reality-Star zu werden."

Viele stören sich daran, dass immer mehr Influencer:innen an Reality-Formaten teilnehmen. Wie stehst du dazu?

Ich finde es ok. Die Mischung macht es. Ich finde es auch nicht fair, zu sagen, dass jemand, der bei der "Bachelorette" oder ähnlichen Formaten mitgemacht hat, keine Berechtigung zur Teilnahme an so einer Realityshow hätte. Ich denke, die Berechtigung entsteht, wenn man performt, vor allem eben bei "Kampf der Realitystars". Ich finde es schön, dass man dort die Möglichkeit hat, ein Reality-Star zu werden.

Fällt es dir schwer, Arbeit und Privates unter einen Hut zu bekommen? Schließlich bist du allein erziehende Mutter ...

Mir geht es gut damit. Mein Sohn spielt zweimal die Woche Fußball, er spielt Schach, er spielt Tennis, er hat am Wochenende Fußball-Turniere. Das ist natürlich oft viel Arbeit und auch anstrengend, weil ich selbst viel arbeite. Aber ich mache das mit ganzem Herzen. Ich weiß, wie wichtig das für ihn ist. Wenn man sieht, wie glücklich das Kind ist, ist man selber auch glücklich.

"Es geht mir nicht um die Anerkennung von anderen, sondern um die meines Kindes."

Wie funktioniert die Aufteilung in der Erziehung zwischen Mats und dir?

Gut. Mats ist da, wenn sein Terminplan es zulässt und es mit dem Sport vereinbar ist.

Viele Mütter finden, dass ihnen die Anerkennung für die Care-Arbeit, die sie leisten, fehlt. Ist das bei dir auch so?

Es geht mir nicht um die Anerkennung von anderen, sondern um die meines Kindes. Ich mache alles dafür, dass Ludwig glücklich ist.

"Kampf der Realitystars" läuft ab Mittwoch, 10. April, um 20.15 Uhr bei RTL Zwei.

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