Hailee Steinfeld und Jeremy Renner übernehmen die Hauptrollen in "Hawkeye".
Hailee Steinfeld und Jeremy Renner übernehmen die Hauptrollen in "Hawkeye".null / Chuck Zlotnick
Interview

"Familie ist das Wichtigste. Deshalb können sich viele mit dem Charakter identifizieren": "Hawkeye"-Star Jeremy Renner über den besonderen Schwerpunkt der neuen Marvel-Serie

24.11.2021, 12:0424.11.2021, 13:55

Das Jahr 2021 würden wahrscheinlich die wenigsten als ein besonders gutes Jahr bezeichnen. Doch für Fans der Marvel-Superheldenstorys war es grandios. Während die Geschichten um die zahlreichen Superhelden bis jetzt eher in epischen Actionfilmen erzählt wurden, setzten Marvel und Disney in diesem Jahr vermehrt auf Serien. Angefangen hat dies im Januar zunächst mit "Wandavision", im Laufe des Jahres kamen dann noch "The Falcon and the Winter Soldier" und später auch "Loki" hinzu. Abgeschlossen wird dieses Marvel-Serien-Jahr nun mit "Hawkeye".

Passend zu ihrem Erscheinungsdatum spielt auch die Actionserie zur Weihnachtszeit. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei auf den ersten Blick ungleiche Personen, auf der einen Seite Clint Barton aka Hawkeye. Kurz nach dem Blip, bei dem die Hälfte der Menschheit nach fünf Jahren plötzlich wieder auftauchte, genießt Clint die Weihnachtszeit mit seiner Familie. Auf der anderen Seite gibt es da die 22-jährige ehrgeizige Kate Bishop, die als Kind einst von Hawkeye gerettet wurde und nun ihrerseits eine talentierte Bogenschützin geworden ist.

watson hat mit den beiden Hauptdarstellern Hailee Steinfeld und Jeremy Renner, sowie mit Regisseur Rhys Thomas über die neue Marvel-Serie gesprochen.

Ist "Hawkeye" eine Weihnachtsserie?

"Hawkeye" fühle sich anders an als andere Marvelfilme und -serien, erzählen die beiden Schauspieler. "Die Geschichte fühlt sich so bodenständig an", meint Kate-Darstellerin Hailee Steinfeld, "die Serie ist sehr familienorientiert und spielt zur Weihnachtszeit, was sie zu etwas ganz Besonderem macht". Zwischenmenschliche Beziehungen stünden im Mittelpunkt: Man könne sich als Zuschauer sehr gut mit den Familien- und Freundschaftsdynamiken in der Serie identifizieren, so die 24-Jährige.

Auch für Hawkeye-Darsteller Jeremy Renner dreht sich die Serie vor allem um Familie. Der Schauspieler erzählt, dass er viel von seiner eigenen Persönlichkeit in die Rolle des Clint Barton miteinfließen lasse: "Ich denke, es gibt da einige Gemeinsamkeiten, was zum Beispiel Familienwerte angeht." Weiter erzählt der 50-Jährige:

"In 'Avengers: Age of Ultron' bekam Clint Barton eine Familien-Storyline. Das ist seitdem ein sehr starkes Element in seinem Leben. Und das ist es ja auch, worauf es wirklich ankommt. Wofür macht er das Ganze – um irgendwelche Aliens zu finden? Nein, Familie ist das Wichtigste. Und deshalb können sich viele mit dem Charakter identifizieren."

Das liege vor allem auch daran, dass es sich bei Hawkeye, im Gegensatz zu den anderen Avengers, um einen menschlichen Superhelden handelt. Er hat zwar besondere Fähigkeiten, doch keine Superkräfte wie Thor oder Captain America. Dazu erzählt der Regisseur der Serie, Rhys Thomas: "Hawkeye ist ein menschlicher Avenger. Somit identifizieren sich die Zuschauer eher mit ihm. Bei einem Angriff kann er sich verletzen und wenn er rennt, ist er außer Atem." Und weiter:

"Das Tolle an der 'Hawkeye'-Serie ist, dass der Protagonist so ein bodenständiger Typ ist, der in besondere Situationen gerät. Doch das geschieht aufgrund der Entscheidungen, die er trifft und nicht aufgrund dessen, wer er ist."

Gibt Hawkeye den Bogen weiter?

Ebenso besonders ist es, dass es sich bei Hawkeyes Protégé Kate Bishop ebenfalls um einen Menschen ohne besondere Kräfte handelt. Doch die beiden könnten trotzdem nicht unterschiedlicher sein: Hawkeye, seit jeher das "Arbeiterkind" unter den Avengers, hat in der Serie genug von seinem Superhelden-Dasein. Renner sagt selbst über die Figur: "Seit dem letzten Filmauftritt hat er viel Zeit mit seiner Familie verbracht und ist jetzt eher im Ruhestand-Modus." Außerdem trauert er immer noch um Nataschas aka Black Widows Tod.

Kate Bishop auf der anderen Seite kommt aus wohlhabenden Verhältnissen und trainiert seit ihrer Kindheit mit Pfeil und Bogen, um eines Tages so fähig wie ihr großes Vorbild Hawkeye zu sein. Sie sei "ehrgeizig, zielstrebig und leicht zu begeistern", was sie mit ihrer Darstellerin gemeinsam hat, wie Hailee Steinfeld erzählt. Regisseur Rhys Thomas ist ebenfalls begeistert von der Dynamik zwischen seinen beiden Hauptcharakteren. Er verrät:

"Das macht die Serie so aufregend. Die Zuschauer bekommen einen Eindruck davon, was es heißt, Hawkeye zu sein und den Titel eines Avengers zu tragen. Denn wir sehen ihn durch Kate Bishops Augen und somit durch die Augen eines Fans. Und Hawkeye ist nicht die Art Person, die gerne Fans hat, weil er selbst nicht findet, dass er den Titel 'Superheld' verdient."

watson hat außerdem bei Hailee Steinfeld nachgehakt, was es für sie bedeutet, eine solche komplexe und starke Rolle wie die der mutmaßlichen Hawkeye-Nachfolgerin Kate Bishop zu spielen. Die Schauspielerin meint dazu: "Ich finde das unglaublich toll und habe solch ein Glück, Teil des Marvel Cinematic Universe zu sein. Und dann auch noch Kate Bishop zu spielen – eine Figur, auf die sich viele Fans eine lange Zeit gefreut haben." Sie ergänzt:

"Ich bin sehr dankbar, solch eine starke Frau im Marvel-Universum darzustellen."

Die besten Serien-Momente

Die Zuschauer können sich jedoch nicht nur auf eine besinnliche Weihnachtsserie, sondern auch auf Marvel-typisch spektakuläre Actionszenen freuen. Jeremys Lieblingsmoment beim Dreh sei eine Autojagd gewesen: "Ich habe in meiner Karriere schon viele Actionszenen, auch Autojagden gedreht. Doch das Besondere an dieser Szene war, dass sie in einer One-Shot-Sequenz gedreht wurde. Es fühlte sich an wie eine Achterbahnfahrt. Alles wurde in Echtzeit gefilmt, so wie man es später auch in der Serie sieht." Auch Hailee sei von diesem Dreh begeistert gewesen.

Doch neben Actionszenen und emotionalen Momenten gibt es in "Hawkeye" auch etwas ganz Neues: Ein "Avengers"-Musical. Dies sei auch das Highlight für Regisseur Rhys Thomas gewesen: "Ich habe es sehr genossen, die Musical-Szene zu drehen. Ich finde es faszinierend, dass es so etwas bis dahin noch nicht gab. Dies also jetzt in einem etwas lockeren Ton zu machen, hat sehr viel Spaß gemacht. Marvel war auch begeistert von dieser Idee."

Wie dieses Musical aussieht, könnt ihr ab dem 24. November in "Hawkeye" bei Disney+ sehen. Jede Woche erscheinen jeweils zwei neue Episoden.

Hier könnt ihr den "Hawkeye"-Trailer anschauen:

(si)

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