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Jenny Frankhauser: Die Ex-Dschungelkönigin erzählt, wie sie heute zu ihrer Schwester Daniela steht und welche Pläne sie für die Zukunft hat.

Jenny Frankhauser: Die Ex-Dschungelkönigin erzählt, wie sie heute zu ihrer Schwester Daniela steht. Bild: imago images/ Future Image

Interview

Ex-Dschungelkönigin Jenny Frankhauser: So steht es um den Streit mit Daniela Katzenberger

Jenny Frankhauser wurde 2018 Dschungelkönigin. Damals sagte die 27-Jährige, dass sie nicht mehr als "die Schwester von Daniela Katzenberger" bekannt sein wolle. Es ging ein erbitterter Streit voraus: Vor drei Jahren hatte Daniela ohne das Einverständnis ihrer Halbschwester den plötzlichen Tod von Jennys Vaters öffentlich gemacht. Nun findet Jenny überraschend versöhnliche Worte für den Realitystar.

Im Interview mit watson spricht die Influencerin darüber, warum sie heute weniger im TV zu sehen ist, wie sie zu ihrer berühmten Schwester steht und wie glücklich Jenny ihre neue Liebe Steffen macht.

watson: Jenny, wie hast du deinen Status als Dschungelkönigin genutzt?

Jenny Frankhauser: Als amtierende Dschungelkönigin war ich auf Club- und Autogrammstunden-Tour. Da war ich bei vielen Sendern und hatte viele Bookings. In der Zeit habe ich gerade mal zwei Stunden pro Tag geschlafen. Das war krass. Irgendwann hat mein Körper gesagt, dass er jetzt nicht mehr kann. Ich wollte meinen Fans etwas zurückgeben, nahbarer sein. Das war eine heftige Erfahrung.

Ich bin sechs Monate lang durch Deutschland, Österreich und die Schweiz gereist. Danach habe ich meine Social-Media-Kanäle aufgebaut. Jetzt kann ich als Influencerin davon leben. Hin und wieder mache ich noch TV-Jobs, aber aktuell kann ich mir nicht vorstellen, in vielen Formaten stattzufinden. In den meisten sehe ich mich nicht. Ich würde nichts tun, was ich nicht will – nur damit ich im Fernsehen bin. Das brauche ich nicht.

Trotzdem hast du gerade vor der Kamera gestanden.

Ja, das stimmt. Ich habe gerade für RTL und RTL2 zwei Projekte abgedreht.

Du wolltest nicht mehr als "die Schwester von" bekannt sein. Wie ist dein Verhältnis zu Daniela heute?

Es ist schon länger kein böses Blut mehr geflossen. Ich bin auch nicht mehr sauer. Damals war ich voller Wut und extrem enttäuscht. Ich bin älter und erwachsener geworden. Jetzt liegt der Streit schon fast drei Jahre lang zurück. Irgendwann kann man über seine Wut und seine Enttäuschung hinwegsehen und sagen, es ist immer noch meine Schwester. Ich habe die Dschungelkrone gewonnen, ohne schlecht über Daniela zu sprechen. Jeder hat das von mir erwartet.

Nach dem besagten Interview vor drei Jahren [Daniela hatte ohne deren Einverständnis den Tod von Jennys Vater öffentlich gemacht, woraufhin Jenny ihr Vorwürfe machte, Anm. d. Red.] habe ich nie mehr schlecht darüber gesprochen. Alles, was ich damals sagen wollte, habe ich gesagt. Wir hatten keinen Kontakt mehr und ich war wütend. Ich wollte keine heile Welt vorspielen. Ich bin kein Mensch, der jahrelang üble Nachrede betreibt. So verbissen bin ich nicht. Ich bin ein harmoniebedürftiger Familienmensch. Da haben mich die Leute extrem falsch eingeschätzt.

Haben sich deine Gefühle gegenüber Daniela verändert?

Es ist keine Wut mehr da. Ich habe meiner Schwester verziehen. Früher waren wir wie beste Freundinnen. Sie war mein größtes Vorbild, meine große Schwester. Ich war sehr enttäuscht. Es hat aber nie was damit zu tun gehabt, dass ich sie hasse. Sie wird für immer meine Schwester sein. Wenn ich was bereue in meinem Leben, dann ist es, dass ich mich damals öffentlich dazu geäußert habe. Andererseits hat mich der Schritt selbstständiger gemacht. Ich habe mich abgekapselt. Dadurch wurde ich als Jenny wahrgenommen. Jetzt bin ich meine eigene Marke.

Besteht noch Kontakt zu Daniela?

Das wird man sehen.

Die bist frisch verliebt – könntest du dir mit deinem neuen Freund Steffen eine gemeinsame Reality-Show, wie eine "Sommerhaus der Stars"-Teilnahme vorstellen?

Mein Freund hat nichts mit der Öffentlichkeit zu tun. Das soll erstmal so bleiben. Er ist ein ganz normaler Schichtarbeiter in einer Papierfirma. Er möchte der Mann im Hintergrund bleiben. Das ist ganz gut so. Aber wir sollten niemals nie sagen. Ich möchte auch mein Glück teilen und deshalb zeige ich hin und wieder ein Bild von uns.

Ich habe aus der Vergangenheit gelernt. Unsere Beziehung habe ich erstmal wachsen lassen. Als es sich für mich richtig angefühlt hat, habe ich die Beziehung öffentlich gemacht. Kurz davor hatte ich eine schwere Zeit mit meinem Ex. Steffen und ich kannten uns schon vom Sehen, es hat einfach gepasst. Ich sage immer: Man muss viele Frösche küssen, bevor der Prinz kommt.

Wie sieht der nächste Schritt für euch als Paar aus und was sind deine Zukunftspläne?

Ich werde immer weiter machen und fleißig sein. Der erste gemeinsame Urlaub mit meinem Freund ist schon am 14. Februar – passend zum Valentinstag. Seit drei Monaten sind wir zusammen. Wir haben schon so viel gemeinsam durchgemacht und es kommt uns vor, als ob wir seit Jahren zusammen sind. Allein der Schicksalsschlag, der Tod meines Opas, hat uns zusammengeschweißt. Jetzt fliegen wir drei Wochen nach Thailand, erst nach Bangkok, dann Phuket und dann wieder nach Bangkok zurück.

Ich habe schon gehört, dass man sich erst im Urlaub richtig kennenlernt. Dass ich nicht kochen kann, das weiß er zum Glück. Für die Zukunft wollen wir noch viel mehr verreisen. Ich bin extrem dankbar dafür, dass ich mein Geld überall auf der Welt verdienen kann.

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