Jenke von Wilmsdorff testet im "Foodexperiment" Obst und Gemüse aus dem Supermarkt auf Schadstoffe.
Jenke von Wilmsdorff testet im "Foodexperiment" Obst und Gemüse aus dem Supermarkt auf Schadstoffe. © ProSieben/Willi Weber

Richtige "Pestizidbomben": Im Selbstexperiment testet Jenke von Wilmsdorff Obst und Gemüse

02.11.2021, 17:10

Was kann man überhaupt noch bedenkenlos essen? Lachs ist vollgepumpt mit Antibiotika, Erdbeeren und Bananen sind mit Pestiziden gespritzt und Fleisch ist nicht nur schlecht fürs Klima, sondern auch noch für unsere Gesundheit. "Auch Obst und Gemüse können gefährlich sein", sagte Jenke von Wilmsdorff am Mittwoch in einer Pressekonferenz von ProSieben. Das jedenfalls ist das überraschende Ergebnis seines neuesten Selbstexperiments „Jenke. Das Food-Experiment. Was essen wir wirklich?“, das am Montag, 1. November, um 20.15 Uhr auf ProSieben läuft.

Foodexperiment mit Lebensmitteln aus konventionellem Anbau

Ganz nach dem Motto "Die Dosis macht das Gift" ernährte der Journalist, der sonst lediglich Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft isst, sich für das Experiment über 14 Tage hinweg von konventionellen Lebensmitteln, die in jedem Supermarkt ausliegen und auf den ersten Blick gesund erscheinen: Obst, Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte. "Ich habe mich eigentlich mit den Dingen ernährt, die wir alle idealerweise auf unserem Speiseplan haben, wenn wir uns gesund ernähren wollen", erzählte er. Dabei bestanden seine Gerichte ausschließlich aus Lebensmitteln aus der konventionellen Landwirtschaft.

Um die unmittelbaren Auswirkungen seines Food-Experiments nachzuvollziehen, wurden ihm während und nach dem Experiment regelmäßig Blut und Urin entnommen und im Labor überprüft. Das Ergebnis: "Tatsächlich hat dieses Essen am Ende meines Experiments nachweislich zu meiner Vergiftung beigetragen", sagte von Wilmsdorff. Nach vier bis fünf Tagen des Selbstversuchs habe er leichte Übelkeit sowie Kopfschmerzen gespürt.

Superfoods als "wahre Gift-Booster"

Auch Superfoods wie Algensalat oder Chiasamen, die in der Werbung als besonders gesund angepriesen werden, landeten während des Selbstversuchs auf seinem Teller. Die Superfoods seien – wie die Laborauswertungen im Nachgang zeigten – alles andere als "super" für unsere Gesundheit. "Das waren wahre Gift-Booster", meinte von Wilmsdorff. In den Superfoods waren dabei unter anderem Mineralöl, Blei und Cadmium enthalten.

Nach dem Experiment habe er begonnen, sich wieder ausschließlich von Biolebensmitteln zu ernähren, was sich auch sofort positiv in seinen Blutwerten widergespiegelt habe. Die Schwermetalle wieder aus dem Körper loszuwerden, sei allerdings sehr schwierig gewesen. "Die Pestizide wird man schon etwas schneller wieder los, doch Schwermetalle reichern sich im Fettgewebe an", warnte von Wilmsdorff.

Wissen über Lebensmittel auffrischen

Das Ziel von Jenkes Experiment sei dabei, bereits sensibilisierte Konsumenten in Deutschland weiter über Lebensmittel und die Folgen von konventioneller Landwirtschaft aufzuklären. In Bezug auf die Herstellung und Qualität der Lebensmittel bestünden in Deutschland große Wissenslücken. „Wir sind besser über unsere Autos informiert als über Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen“, sagte von Wilmsdorff. Seine Lösung für das Essensproblem: verstärkt auf Bio-Produkte aus regionaler und ökologischer Landwirtschaft setzen. "Wir werden hier einen Wandel nur dann schaffen, wenn wir unser Einkaufsverhalten und unsere Essgewohnheiten verändern – indem wir uns mehr regional und vor allem saisonal ernähren“, so der ProSieben-Reporter.

Das Selbstexperiment „Jenke. Das Food-Experiment. Was essen wir wirklich?“ zeigt ProSieben in der ersten Novemberwoche im Rahmen der „Green Seven Week 2021″ bei der dieses Jahr das Thema Ernährung im Fokus steht.
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