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Imagine Dragons: Rockstar-Streit eskaliert – "ziehe Grenze bei Völkermord"

Imagine Dragons performing at Leeds Festival 2023 at Bramham Park, West Yorkshire, England, UK, 25th August 2023, Imagine Dragons performing at Leeds Festival 2023 at Bramham Park, West Yorkshire, Eng ...
Imagine Dragons mussten sich kürzlich einer Konfrontation stellen.Bild: www.imago-images.de / IMAGO/Ant Longstaff
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Streit zwischen Rockstars spitzt sich zu – "ziehe die Grenze bei Völkermord"

08.07.2024, 16:46
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Am 2. September 2023 spielte die Rock-Band Imagine Dragons im Olympiastadion in Baku, Aserbaidschan. Wegen des Konflikts zwischen Aserbaidschan und Armenien, der für die humanitäre Katastrophe im dazwischenliegenden Bergkarabach verantwortlich ist, wurde das Konzert vielfach kritisiert.

Neben mehreren anderen Musikern äußerte sich etwa auch Serj Tankian wiederholt dazu, Sänger der Metal-Band System of a Down. Monate später spitzt sich der Streit nun ein weiteres Mal zu.

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Imagine Dragons: Keine Reue für Konzert

Das besagte Konzert in Baku fand trotz mehrfacher Kritik statt. Ob Imagine Dragons ihre Show im Nachhinein bereuen würden, verneinte Sänger Dan Reynolds vor wenigen Tagen in einem Interview.

"Ich glaube nicht, dass wir unseren Fans wegen der Handlungen ihrer Regierungen den Zutritt zu unseren Konzerten verwehren sollten", sagte der Frontmann gegenüber dem "Rolling Stone". Und weiter:

"Wenn man damit erst einmal anfängt, gibt es überall auf der Welt korrupte Führer und Kriegstreiber, und wo zieht man dann die Grenze?"

Auch auf die Kritik speziell vom System-of-a-Down-Sänger reagierte Reynolds in dem Gespräch: "Ich habe alles dazu gesagt. Es ist ein schmaler Grat und ich werde unseren Fans niemals eine Show vorenthalten."

Rockstar verurteilt Statement scharf

Auf diese Aussagen reagierte nun wiederum der Metal-Sänger Tankian. Scharfe Kritik gibt es dabei vor allem für die erwähnte Frage, wo man dann die Grenze ziehe.

"Bei allem Respekt, ich ziehe die Grenze bei ethnischer Säuberung und Völkermord", heißt es in einem neuen Instagram-Post des Musikers. Dabei weist er darauf hin, dass zum Zeitpunkt des Konzerts die Region Bergkarabach bereits acht Monate lang durch Aserbaidschan blockiert wurde, sodass die dort lebenden Armenier zu verhungern drohten.

"Würden sie auch in Nazi-Deutschland spielen?"
Serj Tankian

Schließlich zieht der Sänger noch einen harschen Vergleich, indem er fragt: "Würden sie [Imagine Dragons] auch in Nazi-Deutschland spielen? Warum wollen sie nicht in Russland spielen – weil es nicht beliebt ist?"

Der Hintergrund dieses Verweises: Imagine Dragons solidarisieren sich mit der Ukraine und haben der dortigen Situation 2023 mit "Crushed" einen Song gewidmet.

Metal-Sänger politisch aktiv

Als armenisch-amerikanischer Sänger macht Serj Tankian immer wieder auf den Konflikt in Bergkarabach aufmerksam und unterstützt verschiedene Hilfsorganisationen. Auch seine Band System of a Down gilt seit jeher als politisch engagiert.

2020 blendeten die Musiker kurzzeitig ihre anhaltenden Differenzen aus, die die Band seit vielen Jahren an neuer Musik hindern, um mit den beiden Songs "Protect The Land" und "Genocidal Humanoidz" erneut auf besagten Konflikt hinzuweisen.

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