Unterhaltung
Prominente

Till Lindemann: Kayla Shyx offenbart erste Konsequenzen nach Enthüllungs-Video

Kayla Shyx beim Event Screening des Kinofilms Morbius im UCI Luxe Mercedes Platz. Berlin, 21.03.2022 *** Kayla Shyx at the event screening of the feature film Morbius at UCI Luxe Mercedes Platz Berlin ...
Kayla Shyx teilte vor wenigen Wochen ein Video und sprach über ihre Erfahrungen bei einem Rammstein-Konzert.Bild: IMAGO/Future Image
Prominente

Fall Lindemann: Kayla Shyx offenbart erste Konsequenzen nach Enthüllungs-Video

20.06.2023, 19:1001.09.2023, 04:48
Mehr «Unterhaltung»

Gegen Till Lindemann gibt es seit mehreren Wochen schwere Vorwürfe. Mittlerweile ermittelt auch die Berliner Staatsanwaltschaft gegen den Rammstein-Sänger. Die Band meinte Anfang Juni: "Wir verurteilen jede Art von Übergriffigkeit und bitten euch: beteiligt euch nicht an öffentlichen Vorverurteilungen jeglicher Art denen gegenüber, die Anschuldigungen erhoben haben." Die Band habe aber auch ein Recht, nicht vorverurteilt zu werden, hieß es.

Shelby Lynn war die erste Frau, die öffentlich Anschuldigungen erhob. Sie berichtete von ihrem Besuch eines Konzerts in Vilnius. Social-Media-Star Kayla Shyx teilte vor zwei Wochen zudem ein Video auf ihrem Youtube-Kanal und erzählte, wie sie eine Aftershowparty bei einem Rammstein-Konzert erlebt habe. Mehr als fünf Millionen Menschen klickten das Video an. Nun meldete sie sich mit einem weiteren Clip zu Wort und schilderte "die Nachwirkung der Rammstein-Problematik".

Neu: dein Watson-Update
Jetzt nur auf Instagram: dein watson-Update! Hier findest du unseren Broadcast-Channel, in dem wir dich mit den watson-Highlights versorgen. Und zwar nur einmal pro Tag – kein Spam und kein Blabla, versprochen! Probiert es jetzt aus. Und folgt uns natürlich gerne hier auch auf Instagram.

Nach Video über Rammstein-Party: Kayla Shyx überrascht von Reichweite

Kayla Shyx bedankte sich zunächst bei allen Menschen, die ihr so viel Unterstützung und Liebe gaben sowie bei den Personen, "die diesem Thema Aufmerksamkeit geschenkt haben, die sich trauen, wichtigen Themen eine Plattform zu geben, die keine Angst davor haben, schwierige Themen auszusprechen und ihnen Raum zu geben". Dies sei nicht üblich in der Industrie, betonte die 21-Jährige.

Kayla selbst habe dieses Thema in den vergangenen Wochen "extrem belastet". Sie merkte an: "Dementsprechend musste ich mich direkt nach dem Upload für meine mentale Gesundheit zurückziehen. Ich habe gemerkt, wie viel das mit mir gemacht hat, wie viel Angst und Belastung ich gespürt habe, wie viel Sorge ich auch vor dieser Ungewissheit hatte, was passiert, wenn ich über so ein schwieriges Thema öffentlich rede. Aber ich wusste, ich mache das Richtige."

Als sie vor ein paar Tagen das erste Mal wieder im Internet gewesen sei und gesehen habe, was ihr Clip ausgelöst hatte, sei sie absolut im Schockzustand gewesen. Kayla offenbarte: "Es ist so beängstigend zu wissen, wie viele Menschen dieses Video gesehen und wie viele Leute mich jetzt bei dieser ganzen Debatte im Fokus haben." Sie sei mit dieser enormen Reichweite maßlos überfordert. "Ich habe mies angefangen zu heulen", sagte sie und spürte eine enorme Verantwortung.

Kayla wollte auf ihrer Plattform darüber sprechen

Mit ihren 21 Jahren sei sie mit allem überfordert gewesen. Kayla berichtete: "Ich und mein Management wurden wirklich von jeder deutschen Medieninstitution, von allen möglichen Sendern, Zeitungen angefragt, ob ich mit denen reden, in die Sendung kommen will. Für mich war relativ schnell klar, dass ich unter meinen Bedingungen, meinem Tempo und meinen Intentionen sprechen will." Sie finde es gerade bei so großen Sendern und Medien wichtig, dass darüber berichtet werde.

Dennoch merkte die Influencerin an: "Nur für mich ist es ein sehr persönliches Thema und ich will unter meinen Konditionen darüber reden und es ist jetzt einfach vorgekommen, dass Sender gewisse Sachen nicht respektiert haben, dass sie meinem Empfinden nach unsensibel mit dem Thema umgegangen sind." Aus diesem Grund habe sich Kayla dazu entschlossen, auf ihrem Youtube-Kanal darüber zu sprechen.

Mit Blick auf mögliche Schreiben von Lindemanns Anwaltsteam gab sie an: "Ich kann mir vorstellen, dass viele Frauen dadurch eingeschüchtert sind. Ich für meinen Teil weiß, dass ich nur die Wahrheit sage, ich würde alles so vor Gericht wiederholen. Es ist mir scheißegal, was auf mich zukommt." Sie begrüße in jedem Fall, dass jetzt offiziell Ermittlungen laufen. Ihr erstes Video zu dem Thema habe eine große Debatte über Machtmissbrauch, einen großen Diskurs über sexuelle Belästigung aufgeworfen, fügte sie hinzu.

Kayla sagte hinsichtlich dessen: "Ich habe sehr viele Nachrichten dazu gesehen, dass Frauen meinten, sie haben sich das erste Mal gehört gefühlt, Mut bekommen, über ihren eigenen Vorfall zu sprechen, sich Familienmitgliedern, Freunden zu öffnen." Darüber hinaus offenbarte sie: "Ich habe so viel Empathie mit diesen Frauen, die sich gerade öffentlich äußern, weil ich selber mit 17 sexuell belästigt wurde. Ich kann sehr gut nachvollziehen, warum Frauen erst so spät darüber reden, warum sie keine Anzeige erstatten und wie schwierig das Ganze ist."

Nach Lindemann-Enthüllungen: Youtuberin will "zurück in Normalität"

Dreieinhalb Jahre später hat sie deshalb eine Therapie gemacht, weil sie posttraumatische Reaktionen gezeigt habe und auch Panikattacken hatte. Abschließend betonte Kayla: "Ihr müsst euch nichts gefallen lassen und lasst euch nicht einschüchtern. Je mehr Frauen darüber reden, je mehr das ansprechen, Anzeige erstatten, desto mehr Frauen werden auch beschützt."

Mit Blick auf ihre Äußerungen über Till Lindemann meinte sie: "Ich weiß nicht, was jetzt auf mich zukommt, weil ich die Wahrheit erzählt habe. Es ist mir auch, um ehrlich zu sein, scheißegal, weil ich weiß, ich habe die Wahrheit gesagt, ich weiß, ich habe etwas verändert, habe dadurch etwas bewirkt, dass ich erzählt habe, was ich erlebte. Das ist das, was zählt. Mit allem anderen werde ich früher oder später klarkommen." Nun möchte sie erstmal wieder "ein bisschen zurück in die Normalität finden".

Till Lindemann weist alle Vorwürfe gegen ihn zurück. Von Lindemanns Anwaltsteam Christian Schertz und Simon Bergmann hieß es in einer Presseerklärung am 8. Juni: "In den sozialen Netzwerken, insbesondere auf Instagram, Twitter und bei Youtube, wurden von diversen Frauen schwerwiegende Vorwürfe zulasten unseres Mandanten erhoben." Zudem wurde geschrieben: "Diese Vorwürfe sind ausnahmslos unwahr. Wir werden wegen sämtlicher Anschuldigungen dieser Art umgehend rechtliche Schritte gegen die einzelnen Personen einleiten."

Nachtrag der Redaktion: Die Staatsanwaltschaft Berlin hatte im Juni nach den Vorwürfen gegen Till Lindemann Ermittlungen aufgenommen. Diese wurden Ende August eingestellt. Die Auswertung der Beweise habe keinen hinreichenden Tatverdacht ergeben, teilte d­­ie Staatsanwaltschaft mit. Den entsprechenden Artikel findet ihr hier.

Netflix-Zuschauer regen sich über hochgelobte Serie auf – Macher erklärt Entscheidung

"Ripley" auf Netflix hätte eigentlich alles, was es braucht, um zum Zuschauerliebling zu werden. Eine bekannte und beliebte Romanvorlage, einen spannenden Plot über einen Hochstapler, bei der man mit dem Protagonisten mitfiebert, obwohl er der Anti-Held ist und mit Andrew Scott einen seit "Sherlock" und "Fleabag" extrem beliebten Hauptdarsteller.

Zur Story