Unterhaltung
Pocher und Anne Wünsche

Oli Pocher und Anne Wünsche lieferten sich einen Zoff im Netz. Bild: Screenshot instagram

Oliver Pochers Kritik gegen Anne Wünsche: Nun bekommt der Comedian einen Maulkorb

Spätestens seit dem medienwirksamen Streit mit Michael Wendler hat Oliver Pocher Instagram so richtig für sich entdeckt. Es vergeht wohl kein Tag ohne einen neuen Seitenhieb des Comedians – sei es gegen den Wendler und seine Laura Müller oder gegen Influencer. Denn Letztere sind vor allem seit der Corona-Krise in den Fokus des 42-Jährigen geraten. Angefangen hatte alles mit Sarah Harrison, doch mittlerweile sind auch Dieter Bohlen, "GZSZ"-Star Jörn Schlönvoigt oder Ex-"Berlin – Tag und Nacht"-Darstellerin Anne Wünsche nicht mehr vor Pocher sicher.

Kein Wunder, dass der Comedian schon mehrfach Post von Anwälten bezüglich seiner selbsternannten "Bildschirmkontrolle" und den dazugehörigen spitzen Kommentaren und Anschuldigungen bekommen hat. So hatte sich bereits der Anwalt von Boxer Ünsal Arik in einem Schreiben an Pocher gewandt, obwohl der Sportler bis dahin nicht einmal selbst in den Parodien von Pocher auf die Schippe genommen wurde. Und auch eine Firma, mit der Jörn Schlönvoigt zusammenarbeitet, ging gegen den Entertainer vor.

Oli Pocher erhob schwere Vorwürfe gegen Anne Wünsche

Am härtesten hat es aber wohl zuletzt Anne Wünsche getroffen. Ihr hatten Oli und seine Frau Amira unterstellt, sie habe über 95.000 Likes auf Instagram gekauft. Dafür wollte das Paar sogar Beweise haben. Bei der Influencerin sorgten die Anschuldigungen für Tränen. Sie zog sich sogar kurzerhand ein wenig aus den sozialen Medien zurück. Nun setzte sie zum Gegenschlag an und zog vor Gericht.

Oliver Pocher teilt aus

Pocher zog im Netz über Anne Wünsche her. Bild: Screenshot instagram.com/oliverpoche

Dass der Comedian sie dafür kritisiert, dass sie ihre Kinder Miley und Juna auf Instagram zeigt, damit könne sie umgehen, mit einer anderen Sache aber nicht. Ihr Anwalt Stephan Mathé gab dazu in einer Mitteilung bekannt, die unter anderem der "Hamburger Morgenpost" vorliegt:

"Der schwerwiegendste Vorwurf war, dass Frau Wünsche Follower und Likes für ihre Instagram-Posts kaufen würde. Bezüglich eines von ihr zusammen mit einer anderen Influencerin veranstalteten Gewinnspiels warf Herr Pocher meiner Mandantin konkret vor, 96.500 sog. 'Emoji-Hearts', also künstlich erzeugte Herzchen-Kommentare, gekauft zu haben."

Pocher hatte darüber sogar in seinem Podcast gesprochen und behauptet, Anne Wünsche habe die Likes mit ihrer Kreditkarte bezahlt und er könne das auch nachweisen.

Doch von diesem Vorwurf will Anne Wünsche nichts wissen. Sie habe bei der besagten Bank nie eine Kreditkarte beantragt und es existiere dort auch keine auf ihren Namen, wie Anne selbst nun auf Instagram bekannt gab. Vor dem Landgericht Hamburg erwirkte Anne Wünsche deshalb nun eine einstweilige Verfügung gegen den Comedian. "Das Landgericht hat am 20. Mai 2020 einen Beschluss (...) erlassen, mit dem es Herrn Pocher bei Androhung eines Ordnungsgeldes bis zu 250.000 Euro bzw. einer Ordnungshaft untersagt wird, in Bezug auf meine Mandantin zu behaupten, diese kaufe Follower und Likes", teilte Anwalt Stephan Mathé weiter mit.

Anne Wünsche triumphiert auf Instagram

Auf Instagram zeigte sich Anne erleichtert:

"'Irgendwann kommt die Wahrheit raus!' ...und heute ist dieser Tag."

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GLÜCKLICH ❤️ „irgendwann kommt die Wahrheit raus!“ ...und heute ist dieser Tag. Ich musste mir die letzten Wochen so viele Vorwürfe anhören, Unterstellungen ertragen - und ja, es hat mir oft die Nerven geraubt. - FAKE, BETRÜGERIN, MISSTSTÜCK und PEINLICH sind nur eine kleine Auswahl an den Wörtern, die ich beinahe täglich lesen musste. Sowas tut weh, weil man selbst weiß, dass das nicht stimmt was einem vorgeworfen wird & man immer ehrlich zu der Community war. Jedoch kommt man nur schwer gegen einen bekannten Comedian an, der eine Hetzjagd auf einen macht. 🤷🏼‍♀️ Doch heute darf ich es nochmal offiziell sagen: ich habe nichts gekauft - niemals!! Keine Follower, keine Kommentare oder Herzchen! Ich habe dazu eine eidesstattliche Versicherung unterschrieben & mein Anwalt / Management hat sich um den Rest gekümmert und unter anderem den schriftlichen Beweis bei der benannten Bank eingeholt, wo ich angeblich eine Kreditkarte haben soll. -> wurde nie eine beantragt. Es Existiert dort keine auf meinen Namen! 👍 Danke hier nochmal an meinen Anwalt Stephan Mathè für die Beratung ❤️ Noch nie musste ich bisher einen Anwalt einschalten, aber die Lüge nahm ein Ausmaß an, womit ich niemals gerechnet habe. Ich stehe zu meinen Fehlern, Fehler die ich WIRKLICH gemacht habe - aber dieses gehört nicht dazu! ❤️ ich wünsch euch n schönen Tag meine Lieben ... es tut gut zu wissen, dass viele von euch mir geglaubt haben & hinter mir standen ❤️ DANKE 🙏

Ein Beitrag geteilt von Anne Wünsche (@anne_wuensche) am

Sie habe sich die vergangenen Wochen so viele Vorwürfe und Unterstellungen anhören müssen, das habe ihr "oft die Nerven geraubt". Beinahe täglich sei sie als Betrügerin oder Miststück beschimpft worden. "Sowas tut weh, weil man selbst weiß, dass das nicht stimmt, was einem vorgeworfen wird", schrieb sie weiter über die von Oliver Pocher betriebene "Hetzjagd", wie sie es nennt. Nun dürfe sie aber "nochmal offiziell sagen: Ich habe nichts gekauft – niemals!! Keine Follower, keine Kommentare oder Herzchen! Ich habe dazu eine eidesstattliche Versicherung unterschrieben".

Es sei das erste Mal gewesen, dass sie einen Anwalt habe einschalten müssen. "Aber die Lüge nahm ein Ausmaß an, womit ich niemals gerechnet habe", erklärte sie. Sie würde zu ihren Fehlern stehen, aber diesen habe sie eben nicht begangen.

Oli Pocher wollte sich zu der Angelegenheit nicht weiter äußern, wie die "Bild" berichtet. Auch online hat er zu dem Thema nicht weiter Stellung bezogen und ließ Anne Wünsche auch in seiner neuesten "Bildschirmkontrolle" auf Instagram außen vor. Auf ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro kann wohl auch der Comedian gerne verzichten.

(jei)

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