Martin Rütter mit seinen Tipps vom Hundeprofi beim Sommer Open Air Picknickdecken Auftritt im Steigerwaldstadion. Erfurt, 05.08.2020 *** Martin Rütter with his tips from the dog professional at the su ...
Martin Rütter war selbst einmal hinter den Kulissen von "Let's Dance" dabei. Bild: imago images/Future Image/xKremer
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"So langweilig, dass ich sterben möchte": Martin Rütter kritisiert "Let's Dance"

16.11.2022, 08:45

Eigentlich ist Martin Rütter dafür bekannt, in der Öffentlichkeit hauptsächlich über das Training und die Erziehung von Hunden zu sprechen. Diverse Male trat er dafür schon im Fernsehen auf, mittlerweile hat er aber auch einen eigenen Podcast namens "Tierisch menschlich".

Dort spricht er mit Katharina Adick allerdings nicht nur über Hundethemen, sondern in der Tipp-Rubrik auch über andere Dinge. In der neuesten Folge kam er so auf "Let's Dance" zu sprechen – und äußerte sich sowohl positiv als auch sehr negativ.

Martin Rütter schwärmt von Besuch im Studio

Martin Rütter steht der RTL-Show "Let's Dance" gemischt gegenüber. Einerseits war er bei der vergangenen Staffel live vor Ort, weil sein Freund Mathias Mester teilnahm, wie er berichtete. Dabei habe ihn die "unfassbare Atmosphäre" überrascht und er habe begriffen, was die Teilnehmer:innen alles leisten. Besonders die Werbeblöcke seien vor Ort "wirklich ein Erlebnis" gewesen, da die Teilnehmer:innen mit den Zuschauer:innen tanzten, schwärmte Rütter:

"In jedem Werbeblock gehen die Zuschauer auf die Tanzfläche und tanzen da einfach. Selbst Jorge González tanzt da mit Zuschauern. Das war wirklich ein Erlebnis."
Tänzerin Renata Lusin und Leichtathlet Mathias Mester bei der Tanzshow Let s Dance: DIE LIVE-TOUR 2022 - Das Original - Live. Mitreißend. Unvergesslich. in der Lanxess-Arena. Köln, 06.11.2022 NRW Deut ...
Martin Rütters Freund Mathias Mester erreichte bei "Let's Dance" den dritten Platz. Bild: IMAGO images/Panama Pictures

Scharfe Kritik an TV-Version von "Let's Dance"

Ganz anders hatte der Hundetrainer "Let's Dance" hingegen aus der Perspektive des Fernseh-Zuschauers erlebt, erklärte Rütter. "Zwanghaft" gucke er die Show schon seit Jahren wegen seiner 14-jährigen Tochter Leni – wobei er es nur "mit Ach und Krach" schaffe, "das auszuhalten". Weiter lästerte Rütter, die Show sei so langweilig, dass er sterben wolle:

"Mit Ach und Krach schaffe ich es, das auszuhalten. Ich finde es so langweilig, dass ich wirklich sterben möchte vor Langeweile."
Martin Rütter

Von diesem Kontrast zwischen dem, was live und vor Ort passiert und dem, was im Fernsehen zu sehen ist, leitete Rütter anschließend seinen Tipp der Woche ab: das Besuchen von Live-Veranstaltungen. Womöglich wollte der Hundetrainer allerdings auch das Team hinter "Let's Dance" dazu animieren, die Show auch im Fernsehen etwas spannender zu gestalten – immerhin müsste er die Sendung sonst weiterhin "zwanghaft" gucken.

Appell an RTL wegen Hass im Netz

Dass sich Martin Rütter brisant zu der Tanz-Sendung äußerte, passierte allerdings nicht zum ersten Mal. Erst im Juni bezog er etwa öffentlich Stellung, nachdem sein kleinwüchsiger Freund Mathias Mester durch seine Teilnahme an der Show diverse Beleidigungen einstecken musste.

In einem Video auf Instagram zeigte Rütter dafür einige der Kommentare, die sein Freund aufgrund seiner Kleinwüchsigkeit erhielt. Eine Nutzerin schrieb beispielsweise, Mesters Tanzpartnerin werde sicherlich "froh sein, wenn sie diesen Krüppel vom Hals hat" und kriege "von RTL einen Erschwernis-Zuschlag".

Da die Nutzerin unter ihrem Klarnamen auftrat, recherchierte Rütter daraufhin genauer zu ihrer Person. Dabei fand er heraus, dass die Hass-Kommentatorin Kinderkrankenschwester ist und von der Ärztekammer zertifizierte Fortbildungen für Pflegepersonal anbietet. Der Hundetrainer stellte daraufhin Strafanzeige und appellierte an sein Publikum, viele "Let's Dance"-Teilnehmer:innen und RTL, gegen Hass im Netz vorzugehen.

"She Said": Das überzeugt die Kritiker am Film über Harvey Weinstein

2017 wurden erstmals schwere Anschuldigungen gegen den einstigen Filmproduzenten Harvey Weinstein laut: Mehrere Frauen warfen ihm Sexualvergehen vor. Der Fall weitete sich zu einem Skandal aus und leitete schließlich die MeToo-Bewegung ein, durch die sich Opfer von sexueller Gewalt seit dem Gehör verschaffen. Im März 2020 wurde Weinstein zu 23 Jahren Haft verurteilt.

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