Zupackendes, charmantes Team: Carmen und Iris-Sabine Langstädtler (rechts) harmonierten nicht nur als tolles Familienduo. Sie sind auch gute Unternehmerinnen. "FREIBEIK" soll über ein flexibles Sattel-Gelenk Reit-Bewegungen auf das Fahrrad holen.
Zupackendes, charmantes Team: Carmen und Iris-Sabine Langstädtler (rechts) harmonierten nicht nur als tolles Familienduo. Sie sind auch gute Unternehmerinnen. "FREIBEIK" soll über ein flexibles Sattel-Gelenk Reit-Bewegungen auf das Fahrrad holen.RTL / Bernd-Michael Maurer

"Die Höhle der Löwen": Dieses Mutter-Tochter-Gespann will Maschmeyer "riesengroß" machen

Judith Williams kam am Montag in der VOX-Gründershow aus dem Schwärmen nicht mehr hinaus – und führte neben dem Bauch-Gefühl die neue Kategorie "Po-Gefühl" ein. Auslöser für Begeisterungswellen im Studio waren zwei Familienunternehmerinnen aus Bremen. Wie sie Reiten und Radfahren zusammenbringen.
03.05.2022, 07:19
Rupert Sommer

"Mein Po-Gefühl ist top": Es ist ein Lob, das sich großartig anhört. Über das man allerdings auch erst einmal nachdenken muss. Das Bauch-Gefühl bei wichtigen Geschäften kennt man ja. Und auch im Herzen werden oft weitreichende Entscheidungen getroffen. In der neuesten Ausgabe der Erfinderreihe "Die Höhle der Löwen" traf Judith Williams allerdings eine Einschätzung quasi aus dem Hinterteil heraus.

Ihr Po fühlte sich auf dem "FREIBEIK", das das Gründerinnen-Familienduo Iris-Sabine Langstädtler und Tochter Carmen vorstellte, ganz besonders wohl. Dazu muss man wissen: Die Unternehmerin ist begeisterte Radlerin. "Ich liebe Fahrradfahren", schwärmte Judith Williams

"Reiten hält mich gesund"

Was das "FREIBEIK" besonders macht, könnte eine kleine Revolution auf dem Fahrradmarkt auslösen. Bei der Entwicklung eines neuen Sattelgelenks haben Mutter und Tochter auf ihre große Leidenschaft zurückgegriffen: den Pferdesport. "Reiten hält mich gesund", erzählte Mutter Iris-Sabine, Einzelhandelskauffrau und technisch versierte Erfinderin, bei der "FREIBEIK"-Präsentation.

Ihre sportliche Tochter Carmen zeigte dabei vollen Körpereinsatz: Sie führte die Po-bewegende Wirkung des Sattelgelenks im "Höhle der Löwen"-Studio vor. Sehr charmant und immer mit einem ansteckend strahlenden Lachen im Gesicht.

"Eines der Hauptanliegen unserer Kunden sind Probleme mit dem Sattel", wusste Iris-Sabine aus dem heimischen Familienbetrieb zu berichten, einem Fahrrad-Geschäft samt angeschlossener Rad-Werkstatt. "Sie kommen rein und klagen über Rückenschmerzen oder dass sie nicht bequem auf ihrem Fahrrad sitzen." Mit herkömmlichen Produkten konnten die Langstädtlers bislang nicht weiterhelfen.

"Mein Po-Gefühl ist top"

"Es gibt zwar viele Sattelvariationen auf dem Markt, aber egal wie günstig oder teuer sie sind, sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind fest auf dem Fahrrad montiert. Diese Starrheit lässt keine Bewegung des Rückens zu", sagte Iris-Sabine. "Wenn ich auf meinem Pferd sitze, sind die Bewegungen weich und bequem."

"So entstand die Idee für ein neuartiges Bauteil: Das Gelenk entstand in der eigenen Werkstatt – in Handarbeit. Die Vorteile: "Der Sattel ist rundum beweglich", so Iris-Sabine. "Das Gelenk ist auf jedem Fahrrad nachrüstbar und passt unter jeden Sattel." Dabei ermögliche das Bauteil auch mehr Sicherheit im Verkehr: "Kurven kann man viel leichter drehen und der Schulterblick fällt leichter, weil der Sattel in alle Richtungen leicht mitkommt", führte Iris-Sabine aus.

Georg Kofler freute sich über die Aufmerksamkeit der "WOOLLAA"-Gründer: einen personalisierten Schal. Doch einsteigen wollte keiner der Löwen bei dem Online-Strickunternehmen.
Georg Kofler freute sich über die Aufmerksamkeit der "WOOLLAA"-Gründer: einen personalisierten Schal. Doch einsteigen wollte keiner der Löwen bei dem Online-Strickunternehmen.RTL / Bernd-Michael Maurer

Judith Williams hielt es nicht lange auf ihre Sessel. Sie musste das Bike ausprobieren – trotz ihrer High Heels. Der Effekt: "Wunderbar", urteilte sie. "Mein Po-Gefühl ist top." Ebenfalls angetan zeigt sich der Löwen-Kollege Nils Glagau, der sogar eine Runde auf dem Rad drehte. "Ich spüre nicht, dass man sich wackelig da drauf fühlt."

"Sie haben ja eine Mama, die ist eine Wucht

Die eigentlichen Pluspunkte sammelten Mutter und Tochter allerdings ganz anders ein: Vor allem die vorfreudig auf der Stelle tänzelnde Carmen bezauberte alle Löwen. Und Mutter Iris-Sabine ist eine Naturgewalt – im positiven Sinne. "Sie haben ja eine Mama, die ist eine Wucht", freute sich Judith Williams für das Dreamteam von der Küste. "Sie beide sind der Knaller."

Auch Carsten Maschmeyer konnte sich den Reizen der Bremerinnen nicht entziehen. "Ich hätte große Lust, das zu machen", gab er bekannt. Er schwärmte von authentischen Gründerpersönlichkeiten. Doch dann kamen praktische Fragen auf, die für einen Moment Mutter und Tochter doch aus dem Tritt brachten. Der "FREIBEIK"-Sattel steht noch ganz am Anfang. Die Herstellung ist bislang viel zu aufwändig und teuer.

Der geforderte Preis –190.000 Euro für 25,1 Prozent an "FREIBIKE" – traf da auf einen Raum, in dem noch keine Geschäftserfolge absehbar sind. Doch Maschmeyer rechnete kühl. Er weiß genauso gut wie auch der erfahrene Handelsfuchs Ralf Dümmel, der ebenfalls großes Interesse signalisierte, welches Potenzial in dem Bauteil und in der Fahrradliebe nicht nur der Deutschen liegt. Also ging es ans Schachern – im Bieter-Duo Maschmeyer/Dümmel.

Party-Stimmung im Löwen-Studio – und einige lange Gesichter

Ihre Gegenforderung: 40 Prozent an "FREIBEIK" wollten die Löwen gemeinsam haben – jeweils einen 20-Prozent-Anteil pro Geldgeber. Eigentlich war noch nichts entschieden, doch schon wieder glühte das Strahlen auf Carmens Gesicht auf. Allerdings: Ein Moment des Überlegens sollte dann schon noch Zeit finden. Dann willigten die Bremerinnen ein – und begann mit der spontanen Siegesparty voller Jauchzen und Freudentänze.

Schmeckt wie Garnele, besteht aber aus Algenextrakten und Soja-Mehl: Julian Hallet (links) und Robin Drummond setzen sich mit "Happy Ocean Foods" nicht nur für gesunde Ernährung, sondern auch für den Erhalt der Artenvielfalt in den Meeren ein.
Schmeckt wie Garnele, besteht aber aus Algenextrakten und Soja-Mehl: Julian Hallet (links) und Robin Drummond setzen sich mit "Happy Ocean Foods" nicht nur für gesunde Ernährung, sondern auch für den Erhalt der Artenvielfalt in den Meeren ein.RTL / Bernd-Michael Maurer

"Wir machen das nicht groß", freute sich auch Carsten Maschmeyer. "Wir machen das riesengroß." Es war ein Moment der ganz großen Freude – und der wird man sich vermutlich auch in Zukunft kaum entziehen können, wenn die Rede auf das "FREIBEIK" kommt.

Mit langen Gesichtern zogen dagegen die "shower+"-Gründer, die beim Duschen eine Meersalz-Wirkung erzielen wollen, sowie die Erfinder der Online-Strickmaschine "WOOLLAA" wieder ab. Sie bekamen keinen Deal. Dagegen handelten - nach längerem Hin und Her – die beiden "Happy Ocean Foods"-Entwickler eine Zusammenarbeit mit Dagmar Wöhrl und Nico Rosberg aus. Die beiden an Nachhaltigkeit interessierten Löwen wollen die junge unterstützen, die Garnelen-ähnliche Snacks auf pflanzlicher Basis produziert.

Und last but not least kamen auch die "chaanz"-Gründer zum Zug: Carsten Maschmeyer und Georg Kofler entflammten für deren App-Lösung, die spontane Flirts und Dates unterwegs ermöglichen soll. Eine Idee mit Herz!

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