Ruth Moschner hat sich mit einem Instagram-Post gegen oberflächliche Kommentare und Bodyshaming gewendet.
Ruth Moschner hat sich mit einem Instagram-Post gegen oberflächliche Kommentare und Bodyshaming gewendet.Bild: dpa / Rolf Vennenbernd

Ruth Moschner begeistert Follower mit starkem Statement gegen Bodyshaming im Netz

15.07.2021, 10:50

Die Moderatorin Ruth Moschner ist bekannt dafür, Haltung zu zeigen. In der Vergangenheit setzte sie schon mehrfach Zeichen gegen Bodyshaming und Diskriminierung aufgrund von Äußerlichkeiten, zum Beispiel nachdem sie nach einem Fernsehauftritt sexistisch beleidigt wurde.

Mit einem neuen Instagram-Post lenkte sie nun abermals die Aufmerksamkeit auf das Thema. Die 45-Jährige postete ein Selfie von sich, und schrieb dazu einen langen Text in dem sie sich gegen oberflächliche Kommentare wandte. Das Ziel ihres Posts war der Start einer Challenge in den Kommentaren.

"Kein nicer Mensch käme auf die Idee, Hass zu verbreiten"

"Hate-Kommentare hat keine:r gerne, schätze ich mal" schrieb Moschner in dem Post. Wir wüssten zwar mittlerweile, dass die sogenannten Trolle ein wesentlich armseligeres Leben führen als ihre vermeintlichen Opfer, da kein "nicer Mensch" auf die Idee käme Hass zu verbreiten und herumzumobben.

"Dennoch habe ich das Gefühl, dass ein Kompliment von Herzen gar nicht so einfach ist", so die Moderatorin. "Bei Instagram, das ist die Online-Plattform, auf der ich mich hauptsächlich zur Schau stelle und auch selbst bei anderen kommentiere, liegt es durch den Fokus auf Fotos natürlich nahe, sich an Äußerlichkeiten entlangzuhangeln. Kommentatös natürlich, nicht im übertragenen Sinne."

Doch genau diesen Umstand will die 45-Jährige mit ihrem Post angreifen. Denn laut Moschner sei der Fokus auf die Optik immer auch ein Startpunkt für Outfitkritik, Bodyshaming und Sexualisierung. Damit seien jedoch keineswegs nur abwertende Kommentare gemeint sondern auch Kommentare, die sich im Netz lobend auf diese Bereiche beziehen.

Auch lieb gemeinte Kommentare könnten Menschen triggern

"Denn auch, wenn es lieb gemeint ist, jemanden für sein Äußeres mit Worten zu erhöhen, wissen wir doch alle nicht, wie sich der/diejenige grade wirklich fühlt, und wie der weg dorthin war. Vielleicht triggert es Menschen auch, für ihre Gewichtsabnahme gelobt zu werden, weil sie eine Krankheit durchleben. Vielleicht hat sich jemand zum ersten Mal keine Gedanken gemacht, Catcalling zu umgehen, und dann kommt was zum "heißen Hintern". Vielleicht ging die letzte Kohle für die neue Jacke drauf und durch die positiven Reaktionen stürzt sich jemand in finanzielle Schwierigkeiten."

Ruth Moschner litt selber lange Zeit unter Magersucht

Das TV-Gesicht litt, wie die "BZ" einst berichtete, selbst sechs Jahre lang unter Magersucht und neun Jahre unter Bulimie. Mit dem Ballettunterricht habe die Essstörung angefangen. "Die Lehrerin brachte uns bei: Dünn ist gut, normal ist schlecht. Wir waren nur toll, wenn die Rippen rausguckten", sagte sie damals. Ihr dramatisches Fazit: "Ich fand Essen eklig und mich hässlich."

Erst, als sie wegen einer Neurodermitis-Erkrankung ihre Ernährung umstellen musste, traten nach Aussage von Moschner positive Veränderungen ein. Zum ersten Mal habe sie nicht auf die Kalorientabelle geschaut, sondern auf die Inhaltsstoffe der Lebensmittel.

Am Ende fordert Ruth Moschner ihre Follower auf, die sie liebevoll #teamruth nennt, das weglassen von Äußerlichkeiten gleich einmal in den Kommentaren auszuprobieren. Und tatsächlich nehmen viele ihrer Fans die Challenge an. Darüber hinaus erhält die Moderatorin in den Kommentaren viel positive Resonanz auf ihre Worte und für ihr Engagement gegen Mobbing im Netz.

Eine Followerin schreibt zum Beispiel: "Danke für den inspirierenden Denkanstoß! 🙏Ich mag dein Profil – und vor allem die Captions – super gerne und bin froh, so viel hier dazu zu lernen. Vor allem bin ich aber froh, dass du laut bist. Für die, die es nicht sein können. Einfach Danke 🤍"

Wenig später meldet sich Ruth Moschner dann abermals mit einem Instagram-Post bei ihren Fans zurück. Sie bedankt sich darin für die spannende Diskussion unter ihrem Post und schreibt: "Ich werde die Challenge auf jeden Fall annehmen. Ich meine, für irgendwas Gutes muss dieses Instagram ja gut sein."

(nb)

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