In seinem Element: Schlagzeuger Taylor Hawkins bei einem Auftritt 2018. Die Musikwelt trauert um den Taktgeber der Foo Fighters.
In seinem Element: Schlagzeuger Taylor Hawkins bei einem Auftritt 2018. Die Musikwelt trauert um den Taktgeber der Foo Fighters.Bild: imago images / bEd Thompson

Trauer um Schlagzeuger Taylor Hawkins: Fans und Kollegen äußern sich fassungslos und mitfühlend

27.03.2022, 10:35

Nach dem plötzlichen Tod des Foo-Fighters-Schlagzeugers Taylor Hawkins haben Fans und Musiker in aller Welt am Wochenende ihrer Trauer und Bestürzung Ausdruck verliehen. Hawkins starb am Freitag im Alter von nur 50 Jahren, er wurde während einer aktuellen Welttournee der Band am Freitagabend tot in seinem Hotelzimmer in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá gefunden. Ein toxikologisches Gutachten fand verschiedene Drogen in seinem Körper.

Band war auf Welttournee

"Die Familie der Foo Fighters ist erschüttert vom tragischen und verfrühten Verlust unseres geliebten Taylor Hawkins", schrieb die Band in der Nacht zum Samstag auf Twitter. "Sein musikalischer Geist und sein ansteckendes Lachen werden für immer unter uns allen weiterleben."

Ein Video der Nachrichtenagentur Reuters zeigt Reaktionen auf die Todesnachricht. Die Foo Fighters sollten eigentlich auf einem Festival in Bogotá auftreten, vor dem Hotel, in dem der Schlagzeuger gestorben war, wurden Kerzen aufgestellt.

"Zehn verschiedene Arten von Substanzen" gefunden

Hawkins hinterlässt eine Frau und Kinder. Die Band bat um Rücksicht auf die Privatsphäre der Angehörigen des Schlagzeugers. Zur Todesursache machte sie keine Angaben.

Bei einer ersten toxikologischen Untersuchung seien im Körper des Toten Spuren von Marihuana, Opiaten und Antidepressiva gefunden worden, erklärten die kolumbianischen Ermittler am Samstag. Es seien "zehn verschiedene Arten von Substanzen" gefunden worden, darunter THC – das in Marihuana vorkommt –, trizyklische Antidepressiva und Benzodiazepine. Ob die Drogen zum Tod des Musikers geführt haben, darauf gingen die Ermittler nicht ein.

Fans legten in Bogotà vor dem Hotel, in dem Hawkins starb, Blumen nieder.
Fans legten in Bogotà vor dem Hotel, in dem Hawkins starb, Blumen nieder.Bild: imago images / imago images

"Unglaublich traurig": Kollegen können es nicht fassen

Zahlreiche Musikerkollegen äußerten sich betroffen über Hawkins' frühen Tod. Der Black-Sabbath-Star Ozzy Osbourne würdigte den Schlagzeuger als "großartigen Menschen und unglaublichen Musiker". Der Gitarrist der Rockband Rage Against the Machine, Tom Morello, erinnerte an die "nicht aufzuhaltende Rock-Power", die von Hawkins ausgegangen sei.

Rolling-Stones-Legende Mick Jagger äußerte sich auf Twitter und schrieb, er sei "unglaublich traurig", vom Tod des Schlagzeugers zu hören. Familie und Band sprach er sein Mitgefühl aus.

Die Band Nickelback schrieb, sie könnten die Nachrichten über Taylor Hawkins kaum glauben. "Unglaublich traurig": Das waren auch hier die Worte, mit denen sie den Moment beschrieben.

Die mit mehreren Grammys ausgezeichnete Rockband Foo Fighters befand sich zum Zeitpunkt des Todes ihres Schlagzeugers auf Welttournee.

Am Freitag hätten die Foo Fighters in der kolumbianischen Hauptstadt beim Musikfestival Estéreo Pìcnic auftreten sollen. Dort zündeten Tausende schockierte Fans Kerzen an und hielten eine Minute inne, nachdem sie vom Tod des Schlagzeugers erfahren hatten. Für den Sommer war auch ein Deutschland-Konzert der Band in Berlin geplant.

Front-Mann Grohl hatte Hawkins in den 90ern von Alanis Morissette abgeworben

Hawkins spielte seit 1997 bei den Foo Fighters – einer der einflussreichsten und von den Kritikern gefeierten Alternative-Rockbands der USA. Er war als Schlagzeuger an einigen der größten Hits der Gruppe beteiligt, darunter "Learn to Fly" und "Best of You". Zuvor saß er für die kanadische Sängerin Alanis Morissette an den Drums, bis Front-Mann Dave Grohl – früher Schlagzeuger bei Nirvana – ihn abwarb.

In einem Interview mit dem Sender 95.5 KLOS bezeichnete Grohl seinen Bandkollegen im vergangenen Jahr als "unglaublichen Schlagzeuger" und beschrieb das persönliche Verhältnis zu ihm als äußerst eng. Als er Hawkins erstmals persönlich begegnet sei, habe er binnen weniger Sekunden gedacht: "Wow: Du bist entweder mein Zwilling, mein Seelenverwandter oder mein bester Freund."

(andi/afp)

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