Die Sendung sei ohne Publikum besser geworden, hieß es als Begründung von den Machern.
Die Sendung sei ohne Publikum besser geworden, hieß es als Begründung von den Machern.Bild: dpa / Markus Hertrich

Auch nach Corona: "Markus Lanz" verzichtet endgültig auf Studiopublikum

26.03.2022, 13:29

Ungeahnte Folge der Pandemie: Die Talksendung "Markus Lanz" verabschiedet sich endgültig vom Studiopublikum, das ursprünglich nur wegen Corona wegbleiben musste.

Der Produzent und Chefredakteur des Talkformats, Markus Heidemanns, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir werden kein Studiopublikum mehr haben." Als Grund nannte er, dass sich ohne Publikum die Gesprächssituation zwischen Moderator und den Gästen verbessert habe. "Die Gespräche haben eine viel größere Dichte."

Andere Shows haben wieder Gäste im Studio

In der Corona-Pandemie haben viele Talkshows und andere TV-Shows aus Sicherheitsgründen auf Publikum verzichtet. Manche haben inzwischen wieder Gäste im Studio. Am Freitagabend etwa präsentierte der Satiriker Jan Böhmermann seine Show "ZDF Magazin Royale" erstmals wieder mit größerem Studiopublikum.

Wegen der Pandemie stehen bei "Markus Lanz" derzeit auch noch die Stühle zwischen den Gästen etwas weiter auseinander als früher. Heidemanns sagte: "Wir wollen irgendwann die Abstände zwischen den Stühlen wieder verringern."

Lanz war schon früh für den Verzicht auf Publikum

Markus Lanz hatte sich bald nach Beginn der Pandemie zum geachteten Polittalkmaster entwickelt. Den Erfolg seiner Sendung in Corona-Zeiten hatte auch der Moderator schon vergangenes Jahr unter anderem mit dem Fehlen des Studio-Publikums begründet: "Die Stille im Studio hat die Sendung intensiver gemacht." Das habe dabei geholfen, "eine Instanz zu werden", sagte Lanz im Juni 2021 dem Magazin "Journalist".

Den "populistischen Ausfallschritt für den schnellen Applaus" traue sich ohne Publikum kaum ein Politiker, begründete der Moderator damals. Ihm dürfte die Entscheidung also entgegenkommen.

Als Krisengewinner wollte er sich trotz des Corona-bedingten Erfolges nicht bezeichnen. "Wir alle haben in der Pandemie verloren. Die hohe Frequenz unserer Sendung hat uns sicher dabei geholfen, größere Bedeutung zu erlangen", erklärt Lanz damals seine Sicht der Dinge.

Kein Schielen auf den schnellen Applaus mehr

Vor allem im ersten Jahr der Pandemie war der Informationsbedarf der Menschen in Deutschland riesig, Talkshows gaben vielen das Gefühl, auf dem Laufenden zu bleiben. Unter anderem der jetzige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) war quasi Dauergast bei "Markus Lanz", wo er die neuesten Entwicklungen der Pandemie immer wieder einordnete – ohne Studiopublikum.

So wird es nun also weiterhin allen Gästen der Sendung gehen: Das mögliche Schielen auf den schnellen Applaus gehört für immer der "Lanz"-Vergangenheit an.

(andi/dpa)

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