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SCREENSHOT - 06.07.2020, Gro

In einer Videokonferenz sprachen Meghan und Harry über das Commonwealth. Bild: dpa / -

Von Meghan beeinflusst – Royal-Vertrauter geht Harry nach Commonwealth-Kritik an

Wie wichtig Herzogin Meghan der Kampf gegen Rassismus ist, dürfte spätestens seit dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd klar sein. Meghan hatte sich anschließend bei der "Black Lives Matter"-Bewegung eingebracht. Dass dieses Engagement auch an ihrem Ehemann Harry nicht spurlos vorbeigeht, dürfte klar sein. Doch seine wohl gut gemeinte Aufforderung an die Staaten des Commonwealth, sich im Zusammenhang mit der aktuellen Rassismus-Debatte mit ihrer kolonialen Vergangenheit auseinanderzusetzen, hat ihm nicht nur Zuspruch eingebracht.

2018 hatte Elizabeth II. den Queen's Commonwealth Trust (QCT) ins Leben gerufen. Die Stiftung soll jungen Menschen aus Ländern des Commonwealth eine Austauschplattform bieten. Sie hatte die Organisation in die Hände ihres Enkels, Prinz Harry, und dessen Ehefrau Meghan gelegt. Er ist seitdem der Präsident, sie die Vizepräsidentin des QCT. Nun hatte das Netzwerk eine Videokonferenz mit Staatschefs des Staatenbundes Commonwealth of Nations, dem die Queen vorsteht, organisiert und auch Meghan und Harry zählten zu den Teilnehmern.

In einem Video, was nach der Konferenz veröffentlicht wurde, war dann zu hören, wie sich Harry nicht nur wohlwollend zu der Geschichte des Commonwealth, dem heute neben Großbritannien viele ehemalige britische Kolonien angehören, äußerte. So sagte er: "Wenn man quer durch das Commonwealth blickt, gibt es keinen Weg, wie wir vorankommen können, wenn wir die Vergangenheit nicht anerkennen."

Prinz Harry kritisiert das, was die Queen liebt

Ein regelrechter Affront, wenn man bedenkt, dass es wohl die Organisation ist, die Queen Elizabeth II. am allermeisten am Herzen liegt. Daraus machte sie auch in der Vergangenheit nie einen Hehl. Und dessen dürfte sich auch Prinz Harry bewusst sein. Dennoch hat er sich nicht gescheut, das Herzens-Netzwerk seiner Großmutter zu kritisieren. Und genau das sorgt jetzt wiederum für Kritik.

FILE PHOTO: Britain's Queen Elizabeth, Prince Harry and Meghan, the Duchess of Sussex, pose for a picture at in London, Britain June 26, 2018. John Stillwell/Pool via Reuters/File Photo

Obwohl es der Queen viel bedeutet: Prinz Harry hatte Kritik am Commonwealth geäußert. Bild: John Stillwell/Pool via Reuters/File Photo / POOL New

Seine Worte auf der Videokonferenz über das, was die Monarchin "über alles schätzt", seien eine "Beleidigung" der Queen, echauffierte sich nun der Royals-Fotograf Arthur Edwards. Viele Jahre schon begleitet der 79-Jährige, der für die britische Zeitung "The Sun" arbeitet, die Königsfamilie schon, ist also bestens mit ihnen vertraut. Für ihn ist Harrys Auftritt nur schwer nachvollziehbar. Er sagte weiter:

"Prinz Harry hat Anspruch auf seine Ansichten. Aber mit der Kritik am Commonwealth – der Organisation, die seiner Großmutter so sehr am Herzen liegt –, hat er einfach den Verstand verloren."

Royals-Fotograf: "Harry sollte aufhören auf seine Frau zu hören"

Der Fotograf sieht vor allem Meghan als treibende Kraft, wenn es um Aussagen dieser Art geht. Deshalb forderte er: "Harry sollte aufhören, auf seine Frau zu hören, die ihn ganz offensichtlich mit diesen Ideen füllt. Sie ist offensichtlich kein Fan des geliebten Commonwealth Ihrer Majestät."

Schon bei Harrys und Meghans letztem offiziellen Termin als Senior Royals im März, damals nahmen sie zum Commonwealth Day am Gottesdienst in der Westminster Abbey teil, habe Meghan "gar nicht abwarten können, zu gehen", wie Edwards weiter beschrieb.

Das Video der Konferenz mit Meghan und Harry:

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Video: YouTube/The Queen's Commonwealth Trust

Es ist nicht das erste Mal, dass Arthur Edwards eine Einschätzung zu den Royals liefert. Schon früher ging der Fotograf, der auch mit Prinz Charles befreundet ist, mit dem Verhalten des jüngsten Sohnes seines Freundes hart ins Gericht. Er prophezeite auch bereits, dass Meghan und Harry im kommenden Jahr in den Schoß der königlichen Familie zurückkehren würden.

(jei)

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