Die Queen und ihr Sohn Prinz Charles Ende 2019 im britischen Parlament.
Die Queen und ihr Sohn Prinz Charles Ende 2019 im britischen Parlament.
Bild: imago images / PA images / HANNAH MCKAY

Royal-Biograf mit drastischer Zukunftsprognose für Queen: "Ihre Regentschaft ist vorbei"

14.06.2020, 10:26

Seit Mitte April befindet sich Queen Elizabeth aufgrund der Corona-Krise in häuslicher Quarantäne. Die Monarchin ließ sich in Windsor Castle ihr Home Office einrichten, nimmt dort Videokonferenzen oder wöchentliche Telefonschalten mit Premier Boris Johnson wahr. Zuletzt hatte sie sich erstmals mit einem öffentlichen Video-Call an Mitarbeiter aus dem britischen Gesundheitswesen gewandt und ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz in den letzten Monate gedankt.

Am Samstag zeigte sich die Queen anlässlich einer Zeremonie für ihren 94. Geburtstag auf Schloss Windsor in der Öffentlichkeit. Statt der üblichen Militärparade "Trooping the Colour" in London gab es am Samstag angesichts der Corona-Pandemie einen kleinen Aufmarsch der Welsh Guards in roter Uniform und Bärenfellmütze - unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln. Die Monarchin verfolgte die als "Mini-Trooping" bezeichnete Zeremonie lächelnd von einem überdachten Podium im Innenhof des Schlosses aus. Außenstehende könnten meinen, dass die Geschäfte der Queen trotz Pandemie ihren gewohnten Gang gehen.

Queen-Biograf und Royal-Insider Andrew Morton ist da anderer Ansicht und hat sich nun sehr drastisch über die Auswirkungen der Corona-Krise auf das britische Königshaus geäußert. Denn er meint: Die Pandemie bedeutet für die Queen das Ende ihrer Regentschaft. Der Autor, der mehrere Bücher über die königliche Familie veröffentlicht hat, erklärte in einem Interview mit dem britischen "Telegraph": "Die brutale Wahrheit ist, dass ihre Regentschaft effektiv vorbei ist. Covid-19 hat der Monarchie mehr geschadet als Oliver Cromwell [gilt als Königsmörder, Anm. d. Red.]."

Die Begründung des Royal-Experten für diese doch sehr drastische Sicht: Sowohl die Queen als auch ihr Ehemann Prinz Philip haben seit dem offiziellen Lockdown Windsor Castle quasi nicht mehr verlassen. Mit 94 und 99 gehören sie zur absoluten Risikogruppe. Die Queen würde seiner Ansicht nach zwar gerne wieder den Schritt in die Öffentlichkeit wagen und Menschen treffen, dies würde aber noch für eine sehr lange Zeit nicht möglich sein. Denn sollte sie sich mit dem Coronavirus infizieren, könnte dies "tödlich" enden, auch den Prinzen würde sie so gefährden. Morton:

"Es ist extrem traurig, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie die Queen ihren Job weiter ausüben will. Covid-19 wird nicht einfach verschwinden und wird uns noch Monate, wenn nicht Jahre, beschäftigen.

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Morton geht in seinen Ausführungen sogar noch weiter, behauptet:

"Die Pandemie hat Charles quasi auf den Thron gesetzt."

Und obwohl Queen-Sohn Prinz Charles mit seinen 71 Jahren ebenfalls zur Risikogruppe gehört, hat ihm die Corona-Krise zumindest gesundheitlich nicht geschadet. Denn er war sogar selbst an dem Virus erkrankt, hatte den Verlauf mit nur sehr leichten Symptomen gut in häuslicher Quarantäne ausgesessen. Sollte Charles nun immun gegen das Virus sein, könnte er wieder Termine wahrnehmen, Staatsmänner treffen und auf kleinen Versammlungen auch das britische Volk sehen.

Ob die Queen ihre Position aber so einfach aufgeben wird, ist mehr als fraglich. Denn sie sitzt seit über 68 Jahren auf dem Thron – so lange wie kein britischer Monarch zuvor.

(ab)

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