COLOGNE, GERMANY - APRIL 23: Juror Motsi Mabuse arrives on stage during the 7th show of the 14th season of the television competition

Motsi Mabuse hat sich klar zu einem rassistischen Vorfall geäußert. Bild: Rolf Vennenbernd - Pool/Getty Images

Motsi Mabuse prangert an: "Deutschland, du hast ein echtes Problem"

In Erfurt kam es kürzlich zu einem rassistischen, gewalttätigen Angriff: Ein Mann hatte einen 17 Jahre alten Syrer in einer Straßenbahn bedroht, bespuckt, beleidigt und brutal angegriffen. Dem Täter gelang zunächst die Flucht, doch er konnte schnell festgenommen werden. Zeugen hatten von dem schrecklichen Vorfall Videos gemacht und die Sicherheitskräfte zur Hilfe gerufen.

Im Netz sorgte die Tat für große Empörung. Auch Motsi Mabuse meldete sich zu Wort. Die "Let's Dance"-Jurorin wendete sich mit ihrer Botschaft an ihre Fans auf Twitter und setzte im Anschluss daran auch auf Instagram ein eindeutiges Zeichen gegen diese brutale, rassistische Gewalttat.

Motsi Mabuse spricht Klartext

Motsi Mabuse twitterte nach dem schrecklichen Ereignis: "Ich wäre so dankbar, wenn 50 Schauspieler ein Video zu diesem Thema machen würden, vielleicht könnten wir genauso viele Reaktionen von der Regierung bekommen und darüber sprechen, wie sehr Rassismus das Leben der Menschen in Deutschland beeinflusst."

Damit spielte die 40-Jährige eindeutig auf die Corona-Aktion "#allesdichtmachen" an, die vor wenigen Tagen eine hitzige Debatte auslöste. Unter dem Hashtag veröffentlichten Künstler wie Ulrike Folkerts, Ulrich Tukur oder Jan Josef Liefers im Netz ironisch-satirische Videos mit eigenen Statements zur Coronapolitik der Bundesregierung.

Dass das Thema Rassismus aber ebenso eine wichtige Rolle spielen sollte, machte Motsi Mabuse auch auf Instagram klar. Dort teilte sie den Tweet und schrieb zudem eine eindeutige Botschaft: "Diese Bilder sind nicht schön, diese Videos machen uns müde, erschöpft! Deutschland, du hast ein echtes Problem! Während Deutschland versucht, nach außen gut auszusehen, aber die vielen Stimmen des Schmerzes ignoriert! Das ist Realität für viele Menschen!" Zudem stellte sie die Frage:

"Wie sollen unsere Kinder in einem Land wie diesem leben?!"

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Motsi Mabuse teilt dieses Statement in ihrer Instagram-Story. Bild: Instagram/ Motsi Mabuse

Menschen würden Motsi fragen, ob sie gerne nach Großbritannien ziehen würde. Ihre Antwort folgte prompt: "Was denkst du, nachdem du dieses Video gesehen hast?" Sie stellte sich die Frage, wie sie sicherstellen könne, dass ihr Kind aufgrund seiner Hautfarbe eine traumafreie Kindheit habe. Und weiter: "Ich kann mich und meine Hautfarbe nicht von ihr befreien, damit sie ein besseres Leben hat, ein privilegiertes Leben! Alles, was die Menschen wollen, ist ihr Leben zu leben! Es ist nicht genug, wenn nur die schwarze Community spricht! Es ist nicht genug!" Die Politik solle dieses Problem ernst nehmen.

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Zudem appelliert Motsi Mabuse auch an die Politiker. Bild: Instagram/ Motsi Mabuse

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Motsi Mabuse zu diesem Thema zu Wort meldet. Bereits nach dem WDR-Eklat, der durch brisante Äußerungen in "Die letzte Instanz" hervorgerufen wurde, meldete sich Motsi bei ihren Followern und sagte in einer bewegenden Videobotschaft: "Ich habe Rassismus erlebt, ich erlebe jeden Tag Rassismus. Gestern war es, glaube ich, das erste Mal, dass ich in Deutschland eine Sendung gemacht habe und danach keine ekelhaften, rassistischen Texte bekam. Ich mache das jetzt mittlerweile seit 13 Jahren." Damit bezog sie sich auf die Vox-Sendung "Stars gegen Krebs", die bei den Zuschauern auf viel Zuspruch stieß.

Motsi prangerte bereits zu dieser Zeit an: "Wir brauchen Menschen, die uns unterstützen, wir müssen lauter werden. Die Veränderungen müssen von oben kommen, von der Bildung, von der Regierung. Wenn Leute auf Instagram schreiben, nützt es uns nichts."

(iger)

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