Joachim Llambi und Amira Pocher sind hier in der elften Live-Show von "Let's Dance" zu sehen.
Joachim Llambi und Amira Pocher sind hier in der elften Live-Show von "Let's Dance" zu sehen.Bild: Getty Images Europe / Andreas Rentz

Nach "Let's Dance"-Rauswurf: Harte Vorwürfe gegen Juror Joachim Llambi

22.05.2022, 12:25

In der elften Live-Show von "Let's Dance" wurde Amira Pocher aus der Sendung gewählt. Am Ende mussten sie und Mathias Mester zittern, der Leichtathlet sicherte sich schließlich neben Janin Ullmann und René Casselly das Finalticket. Nach ihrem Ausscheiden freute sich Amira darauf, ihrem Leben wieder nachzugehen. "Mein erster Gedanke war schade, verdammt schade. Mein zweiter Gedanke war: Ich habe meine Freiheit wieder, ich habe mein Privatleben wieder", so die Mutter zweier Söhne.

Sie sei "total fein damit", dass sie nun im Halbfinale die Show verlassen musste. Darüber hinaus habe sie "die Befürchtung" gehabt, dass es sie treffen würde, gab sie an. Besonders tue es ihr für Massimo Sinató leid, weil er sich sehr das Finale gewünscht habe. Die zwei hatten vor, "König der Löwen" auf das Tanzparkett zu bringen. In ihrer neuesten Podcastfolge sprach sie mit Mann Oliver Pocher über ihre Erfahrungen in der Show und übte deutlich Kritik am Jury-Urteil von Joachim Llambi.

Amira Pocher mit deutlicher Kritik am Jury-Urteil

Zunächst stellte Oliver Pocher fest, dass es in dieser Woche mehr Schlagzeilen über ihr Aus gegeben habe als über die eigentlichen Finalisten. Amira habe gewusst, "dass es sehr, sehr schwer sein wird, Mathias zu schlagen". Die Bewertung empfand sie in Show elf übrigens stellenweise als "einen absoluten Witz und eine absolute Frechheit". Der Grund:

"Es kann nicht sein, dass ein Quickstep von einer anderen Person besser bewertet wird als unser Tango, der wirklich hochkompliziert war. Der hatte 80 verschiedene Tangoschritte, so viele Tempowechsel, es war ein hoch anspruchsvoller, wunderschöner Tango. Mathias kann nichts für seine Bewertung, er hat sich auch gesteigert, macht immer eine tolle Show. Es hat gar nichts mit ihm, sondern ganz besonders mit den Bewertungen von Herrn Llambi zu tun. Da merkst du, da spürst du schon, wer wo hingelenkt wird. Das nervt mich einfach, weil das dann nicht mehr echt ist."

Und weiter: "Es ist auch nicht mehr fair, weil wir zu schlecht bewertet worden sind – und ganz besonders von der Person ganz rechts. Ich spreche nicht von Jorge oder Motsi, das war alles meiner Meinung nach total fair, aber du kannst mir nicht sechs Punkte für meinen Quickstep geben und sagen, wo zwei Mal ein Fersenschritt hingehört hat, hast du ein Ballenschritt gemacht." Laut Amira waren das zwei Schritte von 80. Massimo sei die Choreo noch mal durchgegangen. Zur Erinnerung: Für ihren Quickstep erhielt sie von Jorge acht, von Motsi neun und von Llambi lediglich sechs Punkte. Insgesamt kam sie somit auf 23. Mathias bekam für seinen Quickstep 29 Punkte.

Die Moderatorin betonte mit Blick auf Llambi: "Da kannst du keine vier Punkte abziehen. Das ist das, was mich so sauer macht, weil das schon mal drei oder vier Punkte in der Gesamtwertung sind, die mich zurückwerfen. Das stört mich einfach und da fängt das Problem schon an: Wäre ich einfach fair oder anders bewertet worden, dann hätte ich vielleicht eine bessere Chance gehabt, aber ab da war Massimo und mir klar: Wir haben keine Chance mehr. Gefährlich ist immer das Mittelfeld und ich war auf dem dritten Platz."

Der Komiker pflichtete bei: "Was soll ich sagen? In gewisser Form ist diese Sendung der Absurdität preisgegeben worden. Man muss auch ganz ehrlich sagen, dass die Erfolge auch nicht mehr so da sind. Die Staffel ist bei weitem nicht so erfolgreich. Das ist auch eine, die im Vergleich zu den letzten Jahren am wenigsten geguckt wird. Im Schnitt gucken das eine Million Leute weniger und in den Marktanteilen ist es genau dasselbe, weil diese Staffel, ich kann das fachlich als Außenstehender sagen, ein Absurditätstheater gewesen ist."

Dies begründete der 44-Jährige vor allem mit den vielen Coronafällen, aufgrund derer Kandidaten aussetzen mussten und bereits Ausgeschiedene zurückgeholt wurden. Mal flog keiner aus der Show, dann aber wiederum zwei.

Zur Bewertung von Mathias stellte Pocher klar, dass er dafür nichts könne, es super machen würde und er ihm den Sieg von Herzen gönne. Dennoch räumte er ein: "Fakt ist, wegen seiner körperlichen Einschränkungen kann er manche Sachen einfach nicht so tanzen, auch wenn er das gerne möchte. Dann kann man ihm nicht einfach neun oder sogar manchmal zehn Punkte geben. Wenn man den Tanz ganz realistisch vergleichen würde mit dem, was die anderen tanzen, wäre es vielleicht ein Fünf- oder Sechs-Punkte-Tanz. Dann kann man nicht immer sagen, er kann es nicht so. Das funktioniert einfach nicht."

Amira meinte, dass sie nicht wisse, worauf bei der Bewertung geachtet werde. Wenn sie aber vom Jury-Urteil ausgeht, hätte sie im Prinzip die gleiche Kritik wie Mathias bekommen, bei ihr seien allerdings vier Punkte abgezogen worden und er hätte ganze 29 bekommen. "Ich höre die Argumentation für die Punkte und die machen für mich teilweise einfach keinen Sinn. Aber da musste ich die ganze Zeit drüberstehen, so ist es nun mal. Was ich damit jetzt sagen wollte, ist, dass ich letzte Woche Freitag einfach gespürt habe, wer ins Finale soll. Das merkt man einfach", so Amira.

Zudem fiel der 29-Jährigen noch eine ganz andere Sache auf: "Was ich sehr, sehr oft gelesen und auch aus meinem Freundes- und Familienkreis sowie den Zuschauern gehört habe, war, dass bei mir ganz oft das Besetztzeichen war. Die konnten bei mir einfach nicht anrufen. Es war besetzt, die Leitung war zu." Dies fand Amira "auch seltsam". Pocher fügte daraufhin hinzu: "Ob es das ist oder nicht, da möchte ich jetzt keine Verschwörungstheorie aufmachen. Fakt ist, du warst die von den dreien, die auch tänzerisch, von der Emotionalität und vom Storytelling her ins Finale gehört hätte. Das ist einfach so."

Amira sagte unabhängig davon, sie gönne den Finalisten den Sieg, da sie es verdient hätten. "Deswegen stehen die absolut zurecht im Finale, allerdings habe ich mich da auch gesehen, weil 'Let's Dance' von einer Geschichte, einer Weiterentwicklung lebt", sagte sie zum Schluss. Ihr persönliches Finale sei ohnehin der "Magic Moment" gewesen, bei dem sie die nicht vorhandene Beziehung zu ihrem Vater vertanzte.

"Da bin ich sehr, sehr dankbar, dass ich wenigstens das auf die Bühne bringen konnte, was wirklich Hintergrund hatte. Und alles andere werden wir jetzt sehen heute Abend", so Amira.

(iger)

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