Amira und Oliver Pocher sprechen in ihrer neuesten Folge über die Influencer in Dubai.
Amira und Oliver Pocher sprechen in ihrer neuesten Folge über die Influencer in Dubai.
Bild: imago images/ Revierfoto

Amira stellt klar: Darum ist Oliver Pocher kein "Frauenhasser"

27.02.2021, 16:43

Seit der Lockdown-Zeit sorgt Oliver Pocher mit seiner "Bildschirmkontrolle" regelmäßig für Gesprächsstoff und zeigt aus seiner Sicht das Fehlverhalten der Social-Media-Stars auf. Dabei geht es besonders darum, wie sich die Influencer angesichts der Corona-Krise auf ihren Accounts präsentieren und mit ihren Aktionen möglicherweise ein falsches Vorbild für ihre Follower abgeben.

Immer wieder präsentiert er auch die deutschsprachigen Influencer, die nach Dubai auswandern oder dort Zeit verbringen. Für seine Reaktion bekommt Pocher regelmäßig Gegenwind von den Betroffenen.

Auch Amira wird immer wieder zur Zielscheibe und erhält Hassnachrichten dafür, dass der Comedian gegen die Stars und Sternchen austeilt. Nun legte der 43-Jährige in seiner neuesten Podcastfolge noch mal nach. Diesmal grätschte sogar Amira bei seiner Wutrede rein und stellte klar, wie es der Komiker wirklich meint.

Oliver Pocher wettert gegen Influencer aus Dubai

Oliver Pocher meinte zunächst plötzlich: "Die Hälfte von den Instagram-Mädels, die in Dubai rumlaufen, sind Prostituierte." Amira sagte dazu, dass die Frauen einen entsprechenden Lifestyle pflegen würden, sich aber immer nur allein zeigen. Laut der 28-Jährigen würde das folgendermaßen möglich sein:

"Ich weiß, wie das funktioniert. Ich wurde auch schon von ein, zwei solcher Agenturen angeschrieben, dass ich da auf einer Yacht mit ein paar Mädels und ein paar Männern Party machen sollte und das ich dafür Geld kriegen würde. 10.000, 20.000 Euro habe ich da sogar mal geboten bekommen. Das ist schon sieben, acht Jahre her. Erst dachte ich, das ist so ein Promo-Job. Dann kamen immer mehr Informationen. Ich war richtig naiv."

Diese Angebote habe Amira allerdings abgelehnt, wie sie betonte. Dennoch räumte sie ein: "Wenn du als Frau in der Business-Class rübergeflogen wirst, eine Woche auf einer Yacht mit anderen Mädels verbringst, kann ich mir vorstellen, dass Frauen darauf anspringen." Aus Pocher platzte es plötzlich heraus: "Ganz kurz, da geht es richtig ab, die machen einen Kopfstand auf dem Scheich. Die werden da alle angeschrieben." Und weiter:

"Leute, das müssen wir auch mal ansprechen. So funktioniert das. Denen ist Geld scheißegal, da gibt es einen Markt."

Bevor Pocher weiter wettern konnte, grätschte überraschend Amira rein und sagte: "Ich habe schon öfters gehört, dass Leute sagen, dass du misogyn, ein Frauenhasser bist. Ich werde das jetzt mal erklären, weil du dich wieder in Rage geredet hast. Wie du Frauen dann auch betitelst." Die Erklärung sah dann übrigens folgendermaßen aus:

"Ich kenne dich mittlerweile fünf Jahre. Wir sind zusammen, lieben uns, haben Kinder und sind verheiratet. Ich würde niemals einen Frauenhasser heiraten. Du hast nur keinen Respekt, was ich auch absolut nachvollziehen kann, vor Frauen, die sich durchfinanzieren, durchfüttern lassen, nichts in ihrem Leben erreichen wollen. Das ist Fakt. Dann redest du auch so krass über die Frauen, was dich aber nicht zum Frauenhasser macht, denn sonst wären wir ja nicht verheiratet und dann würdest du mich auch ganz anders behandeln."

Laut Amira würde Pocher Respekt vor einer Frau haben, wenn sie wirklich was in ihrem Leben leistet, wenn sie fleißig, talentiert, eigenständig und nicht faul ist. Der Komiker betonte im Anschluss:

"Ich hasse das an Frauen, wenn sie nur über die Optik versuchen, damit durchzukommen, aber nichts dergleichen können. Da habe ich keinerlei Respekt vor und das ist leider die Instagram-Welt."

Aus diesem Grund werde er auch nicht mit der Bildschirmkontrolle aufhören. Zum Schluss sagte er: "Ich habe auch Angst davor, dass meine Tochter beeinflusst wird. Ich habe da keine Lust drauf. Es gibt die eine oder andere, die was kann. Ich möchte irgendein Talent sehen. Das ist totale Scheiße. Ich habe Respekt vor Frauen. Auch Muttersein ist ein Fulltime-Job. Nicht jeder kann Influencer sein. Mach Comedy, sing, sei kreativ, aber nur da sein, ist kein Job."

(iger)

"Schere im Kopf": Oliver Pocher sieht sich auf der Bühne eingeschränkt

Oliver Pocher ist immer wieder für kontroverse Ansagen zu haben. So nahm er jüngst bei Instagram zum Beispiel Cathy Hummels aufs Korn, als die wiederum verkündete, künftig genderneutrale Sprache anzuwenden. Im "Bild"-Talk "Viertel nach acht" ging es nun explizit auch um Political Correctness, wozu der Comedian deutliche Worte fand. Daneben wurde aber auch noch ein ganz anderes Thema angesprochen: Die Rente des 43-Jährigen.

"Was darf Comedy heutzutage eigentlich noch?", fragt sich Pocher in der …

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