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Loredana: Gegen die Rapperin gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Bild: Instagram/ Loredana

Aufruf zum Boykott gegen Rap-Star Loredana – und sie macht Luxusurlaub

Rapperin Loredana ist nach wie vor auf Erfolgskurs. Ihr Debütalbum "King Lori" aus dem Jahr 2019 platzierte sich in Deutschland auf Platz drei in den Charts. Die vier Singles von 2020 kletterten an die Spitze. Mit "Kein Wort" erreichte die 24-Jährige sogar Gold-Status. Doch neben ihren Chart- und Streamingerfolgen gibt es auch immer wieder Negativschlagzeilen über die Schweizerin rund um ein Betrugsverfahren.

Zur Erinnerung: Vor über einem Jahr wurde Loredana in Luzern verhaftet. Der Grund: Sie soll ein Ehepaar um 700.000 Franken, umgerechnet rund 616.000 Euro, gebracht haben. Weil ein Verdacht auf Betrug bestand, leitete die Staatsanwaltschaft ein Verfahren ein. Bei der Deliktsumme handelt es sich allerdings nun um 350.000 Franken. Ihr Bruder ist darüber hinaus übrigens nicht in die Ermittlungen involviert, weil die Zahlungen an ihn freiwillig erfolgt seien.

Was war passiert? Petra Z., das mutmaßliche Opfer, lernte den Bruder von Loredana im Internet kennen. Zwei Monate danach erzählte er von seiner angeblich kranken Mutter, die eine Spenderniere bräuchte. Dafür gab sie ihm zunächst 87.000 Franken für eine angebliche Operation, später bis zu 200.000 Franken (175.000 Euro). Als sie merkte, dass etwas nicht stimmte, suchte Z. die Polizei auf. Doch die sprachen von Selbstverschulden. 2017 soll sich dann plötzlich eine "Anna Landmann" bei ihr gemeldet haben, die sich als Anwältin ausgab. Dahinter soll Loredana gesteckt haben, die das Paar weiter um Geld betrogen haben soll.

Die Sängerin bestritt alle Vorwürfe aus dem Jahr 2016 und erklärte auf einer Pressekonferenz: "Das Geld wurde freiwillig übergeben." Während Loredana derzeit Urlaub in einem Luxushotel in Barcelona macht und dies in ihren Storys festhält, beklagt das mutmaßliche Betrugsopfer im Gespräch mit dem Schweizer Nachrichtenportal "20 Minuten" : "Wegen Loredana kann ich die Beerdigung meiner Mutter nicht bezahlen."

Mutmaßliches Opfer: Loredana "hat mir mein ganzes Geld abgenommen"

Im Interview sagt Petra Z., die von Loredana um besagtes Geld gebracht worden sein soll: "Es geht mir nicht gut." Am 11. Juni musste sie den Tod ihrer Mutter beklagen und nun könne sie sich die Beerdigung nicht leisten. "Hätte sie mir nicht mein ganzes Geld abgenommen, ginge es uns finanziell gut", mahnt sie weiter an. Derzeit würden sie und ihr Mann am Existenzminimum leben. "Es reicht nicht, um etwas auf die Seite zu legen."

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Bisher gilt allerdings nach all den schweren Vorwürfen immer noch die Unschuldsvermutung gegen Loredana. Dennoch prangern viele Nutzer im Netz an, dass die Rapperin munter weiter ihrem kostspieligen Lifestyle nachgeht. Auf Twitter macht die wütende Rap-Community ihrem Ärger Luft, der Hashtag "#BoycottLoredana" trendet.

So reagiert Twitter auf die neuesten Vorwürfe gegen Loredana

Einige Nutzer werfen Loredanas Kritikern Scheinheiligkeit vor

Unter dem Hashtag fragen sich allerdings auch einige Nutzer, warum bei ihrer mutmaßlichen Tat der Aufschrei so groß sei, weil Rapper wie Gzuz teilweise schon viel schlimmere Straftaten begannen hätten und heute umso mehr gefeiert werden. Viele vermuten Sexismus und Frauenfeindlichkeit als die Ursache.

Derweil hofft Petra Z. darauf, dass sie eines Tages doch noch ihr Geld von Loredana wiedersehe. Doch dafür muss die Staatsanwaltschaft erst einmal überhaupt Anklage erheben. "Freiwillig wird sie das Geld nicht zurückgeben", so das mutmaßliche Opfer weiter. Einen früheren Vergleich hatte Petra Z. abgelehnt. Die damaligen Anwälte der Musikerin sollen ihr zunächst 200.000 Franken und dann 350.000 Franken geboten haben. "Loredana schuldet mir mindestens das Doppelte", meinte sie.

(iger)

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