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Netflix-Film "Der Tränenmacher": Extremer Erfolg trotz vernichtender Kritik

Der Tränenmacher / Netlfix
Auf Netflix ist aktuell eine italienische Romanverfilmung extrem erfolgreich. bild: netflix / Loris T. Zambelli
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Netflix-Hit landet trotz harter Kritik auf Platz eins

08.04.2024, 19:34
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Auf Tiktok wurde "Der Tränenmacher" schnell zum absoluten Hype. Das Buch der italienischen Autorin Erin Doom kam dort extrem gut an, 2022 war es der am meisten verkaufte Roman in Italien. Und das, obwohl Doom ihn zunächst noch auf eigene Kosten auf Amazon herausbringen musste, weil kein Verlag die Geschichte veröffentlichen wollte. Doch inzwischen hat sich das geändert und nicht nur die Fans, auch Netflix ist auf den Stoff aufmerksam geworden.

Am 5. April startete "Der Tränenmacher" dann beim Streamingdienst und ist dort offensichtlich sehr beliebt. In den deutschen Netflix-Charts hat er die Spitzenposition inne. Das verwundert aber durchaus, denn bei der Kritik kam die Adaption alles andere als gut weg.

Netflix-Hit trotz vernichtendem Urteil

Der Film, der es auf Platz eins der deutschen Netflix-Charts geschafft hat, handelt von zwei Waisen. Nica (Caterina Ferioli) wird mit 17 Jahren von einem Paar adoptiert, das gleichzeitig auch Rigel (Simone Baldasseroni) aufnimmt. Zunächst können die beiden sich nicht sonderlich gut leiden, doch als sie schließlich mehr Zeit miteinander verbringen, entwickeln sie Gefühle füreinander. Gleichzeitig lassen sie aber die Erlebnisse aus ihrer Zeit im Waisenhaus nicht so wirklich los.

In Italien war schon die Buchvorlage extrem erfolgreich und das wiederholt sich nun offenbar auf Netflix. Doch die ganze Sache hat einen Haken. Denn trotz des Erfolgs in Deutschland sind längst nicht alle von "Der Tränenmacher" überzeugt. Auf "Rotten Tomatoes" erzielt der Film etwa nur einen Audience-Score von 58 Prozent.

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Doch vor allem bei der Kritik fiel der Streifen komplett durch. Seit seinem Start am 4. April bekam er dort kein einziges positives Review von der Fachpresse. Aurora Amidon schreibt etwa in ihrer Kritik für das "Paste Magazine": "'The Tearsmith' ist genauso vorhersehbar, wie es klingt." Manche Dialogteile würden das Genre der Young-Adult-Romance geradezu parodieren, findet die Autorin und nennt als Beispiel etwa den Satz: "Traust du dich, dir ein Märchen ohne den Wolf vorzustellen."

"Der Tränenmacher": Weitere Filme möglich

Daran, dass der Film beim Publikum beliebt ist, ändern aber auch die negativen Kritiken nichts. Das wirft natürlich die Frage nach einem möglichen Sequel auf. Der Roman selbst ist eine in sich abgeschlossene Geschichte. Eine Fortsetzung könnte trotzdem nicht ausgeschlossen sein, falls Netflix sich die Option vorbehalten hat, auch ohne eine Buchvorlage eine Fortsetzung zu produzieren.

Eine weitere Option wäre, dass Netflix sich noch ein wenig im weiteren Repertoire von Autorin Erin Doom bedient. Die hat außer "Der Tränenmacher" nämlich noch das Buch "Die Art, wie der Schnee fällt" geschrieben. Die Handlung dreht sich erneut um eine junge Weise, die von der Familie ihres Patenonkels aufgenommen und von dessen Sohn zunächst auch nicht gerade freundlich begrüßt wird.

Eine andere Möglichkeit: Dooms Roman "Stigma". Der soll von der Autorin eine Fortsetzung bekommen und würde sich deswegen für mehrere Teile eignen. Auch die dortige Protagonistin hat keine Familie und lernt bei ihrem Job als Barkeeperin in einem mysteriösen Nachtclub den dortigen Sicherheitschef besser kennen. Doch dann geschehen merkwürdige Dinge rund um die beiden.

Für Fans von "Der Tränenmacher" ist es also nicht ausgeschlossen, dass sie sich zumindest auf Adaptionen sehr ähnlicher Stoffe freuen können. Ob diese dann auch wieder ein solcher Erfolg werden, bleibt allerdings abzuwarten.

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