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Streamingdienst erhöht Abo-Preise drastisch – bis zu 40 Prozent mehr

ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht von Johannes Hülstrung vom 26. September 2022: Fast alle Streaminganbieter setzen in ihren Apps auf die Funktion, Inhalte zwischenzuspeichern und später ohne Internet ...
Die Palette an Streamingdiensten ist mittlerweile umfangreich. Bild: dpa / Silas Stein
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Bis zu 40 Prozent: Bekannter Streamingdienst hebt Abo-Preise an

23.02.2023, 17:56
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Den Streaming-Anbietern ist mittlerweile dasselbe Schicksal widerfahren, das Ende der 80er Jahre auch die deutsche Fernsehlandschaft ereilte. Gab es anfänglich nur eine Handvoll an Auswahlmöglichkeiten, sind die Angebote nun stark ausdifferenziert und umfangreich. Das hat zur Folge, dass auch der Konkurrenzdruck immer größer wird.

Erst im Dezember vergangenen Jahres ist mit Paramount Plus ein weiteres Angebot in die ohnehin aufgeblähte Streaming-Landschaft eingestiegen. Einige etablierte Anbieter bangen nun um ihre Existenz und sehen sich gezwungen, die Preise drastisch anzuziehen.

Einstiegspreis für Abonnement erhöht

So hat auch der Streaming-Service des Privatsenders RTL mit den breitgefächerten Möglichkeiten zu kämpfen. Zum 1. März wird bei RTL+ nun ein Preis von 6,99 Euro im Monat fällig. Eine Erhöhung von 40 Prozent im Vergleich zu den bisherigen Kosten von monatlichen 4,99 Euro.

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Die crossmediale Entertainment-Plattform des deutschen Privatsenders ging 2007 an den Markt und war ab März 2016 unter dem Namen TV Now bekannt. 2021 wurde sie dann schließlich in RTL+ umbenannt. In der Mediathek sind verschiedene Inhalte der RTL- und Vox-Sender zu sehen, außerdem eigens für die Plattform produzierte Inhalte.

Zudem sind über RTL+ alle Spiele der Europa League und Conference League zugänglich sowie seit Anfang vergangenen Jahres Serien und Filme des Medienunternehmens Warner Bros. Discovery und der Streaming-Plattform HBO Max.

Zwei neue Features werden hinzugefügt

Allerdings geht die Preissteigerung auch mit einer Ausweitung der Funktionen einher. In dem Standard-Tarif sind nun auch zwei Features enthalten, die bislang nur in dem teureren Max-Tarif inbegriffen waren. So lassen sich ab März auch im regulären Abonnement Inhalte in der Originalversion anschauen. Zudem können Videos nun auch für unterwegs heruntergeladen werden.

Flaggen der Mediengruppe RTL am Standort des Senders in Köln Deutz am Picassoplatz. Die Mediengruppe RTL heißt inzwischen RTL Deutschland und hat sich 2021 ein neues Corporate Design mit neuem RTL-Log ...
Ab März kostet das Streaming-Angebot 6,99 Euro monatlich.Bild: Geisler-Fotopress / Christoph Hardt/Geisler-Fotopres

Es wird jedoch weiterhin nur möglich sein, über einen Stream gleichzeitig zu schauen. Auch ist das Abonnement nicht komplett werbefrei. Vor jedem Inhalt wird eine Minute lang Werbung geschaltet.

Account teilen nur bei teurerem Abo möglich

Wer sich den Account mit anderen teilen und auf zwei parallele Livestreams zugreifen möchte, muss sich RTL+ Max für 12,99 Euro im Monat leisten. Das erweiterte Angebot beinhaltet den Zugriff auf den Musik-Streamingdienst Deezer, der ab März zusätzlich mit Hörbüchern und Hörspielen aufgestockt wird.

Ein neu eingeführter Family-Tarif für 18,99 Euro im Monat ermöglicht nun bis zu vier parallele Video- und vier parallele Musik-Streams. In einem weiteren Schritt soll die Streaming-Plattform noch um "ausgewählte" Magazin-Inhalte des "Stern" erweitert werden. Wie sich das konkret gestaltet, ist bislang allerdings unklar.

"Tagesschau" in einfacher Sprache: Verband übt deutliche Kritik an ARD-Änderung

Nach ihrem Start 1952 hat sich die "Tagesschau" schnell als Stamm-Programm im deutschen Fernsehen etabliert. Millionen Menschen schalten täglich ein, wenn die wichtigsten Nachrichten präsentiert werden. Im vergangenen Jahr überraschte die ARD mit der Ankündigung, dass einschneidende Änderungen in der Sendung geplant seien. Dabei ging es um die Barrierefreiheit, die weiter ausgebaut werden solle.

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