"TV Total"-Moderator Sebastian Pufpaff führte die Organisatoren des Oktoberfests hinters Licht.
"TV Total"-Moderator Sebastian Pufpaff führte die Organisatoren des Oktoberfests hinters Licht.Bild: dpa / ProSieben

"Layla"-Skandal auf dem Oktoberfest: Pufpaff und "TV Total" im Verdacht

19.09.2022, 11:49
Helen Kleinschmidt
Helen Kleinschmidt
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Nicht einmal zwei Stunden hat es gedauert, bis das umstrittene Lied "Layla" auf dem Münchner Oktoberfest gespielt wurde – und das sogar in der Originalversion. Festwirt Christian Schottenhamel stellte anschließend klar, dass dies so nicht geplant gewesen war. Verantwortlich für die musikalische Überraschung war vermutlich "TV Total"- Moderator Sebastian Pufpaff.

Das umstrittene Lied "Layla" sorgte aufgrund des Refrains in den vergangenen Monaten immer wieder für Diskussionen. Auf der Wiesn sollte eigentlich eine neue, abgeschwächte Version gespielt werden, doch statt "Sie ist schöner, jünger, kleiner" sang die Band originalgetreu "Sie ist schöner, jünger, geiler" und sorgte für Aufregung im Festzelt.

Im Verdacht stehen Pufpaff und "TV Total"

Kurz zuvor wurde Comedian Sebastian Pufpaff in Begleitung einer Kamera auf der Bühne der Wiesnband "Kapelle Schwarzfischer" gesichtet. Eigentlich war vorab abgesprochen worden, dass das Lied nicht zu früh gespielt werden sollte – und erst, wenn das Publikum es von allein anstimmt. Der Wirt des Festzeltes Christian Schottenhamel erklärte gegenüber "Bild":

"Herr Pufpaff hatte der Band gesagt, sie sollen in meinem Auftrag Layla spielen. Dabei wusste ich nichts davon."

Die SZ berichtet darüber hinaus, dass sich Pufpaff als Dirigent angeboten und gefragt habe, ob die Kapelle "Layla" beherrsche. Der Kapellmeister sei daraufhin davon ausgegangen, dies sei zuvor abgestimmt worden und stimmte den Song an. Da der Moderator von einer Kamera begleitet wurde, kann man davon ausgehen, dass die Auflösung des Ganzen in der nächsten Ausgabe von "TV Total" gezeigt wird.

Söder spricht sich für "Layla" aus

Bereits kurz vor dem Anzapfen um 12.00 Uhr wurde das Lied erneut thematisiert. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) teilte offen seine Meinung mit: "Jeder soll auf dieser Wiesn anziehen, was er will, jeder soll essen, was er will, und wenn hier mal die Band ein Lied spielt, das nicht jedem gefällt, dann soll auch jeder singen können, was er will."

Markus Söder (2.vl.) sorgte vor dem Anzapfen für Gesprächsstoff.
Markus Söder (2.vl.) sorgte vor dem Anzapfen für Gesprächsstoff.Bild: www.imago-images.de / imago images

Mit dieser Äußerung sorgte er für Gesprächsstoff. Münchens zweite Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Die Grünen) meinte: "Die Bemerkung hätte es meines Erachtens nicht gebraucht." Doch letztendlich sei ihr die Diskussion darüber sowieso zu blöd. Söder hingegen beharrte auf seiner Meinung und wiederholte seine Aussage noch weitere Male und fügte hinzu: "Diese ganze Verbotsdiskussion, die nervt. Wokeness mag interessant sein, aber wenn sie übertrieben ist, dann ist sie spießig, und die Wiesn ist alles, nur nicht spießig."

"Layla" sorgte für Sexismus-Debatten

Im Juli hatte die Stadt Würzburg das Aufführen von "Layla" auf dem Kiliani-Volksfest verboten, da der Song zuvor eine Sexismus-Debatte ausgelöst hatte. Die Meinungen, ob das Lied gespielt werden darf oder nicht, gehen auseinander. "Layla" ist jedoch so populär, dass es zum Sommerhit 2022 gekürt wurde. Auf dem Oktoberfest wurde beschlossen, das Lied nicht zu verbieten, sondern den Refrain umzuschreiben.

Die Aufführung der Originalversion von "Layla" im Festzelt Schottenhamel war jedoch nicht die erste auf der Wiesn. Der Song soll schon etwas früher in einem anderen Zelt angestimmt worden sein.

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