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RTL: Sternekoch wird gnadenlos ignoriert

Tim.

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Tim Raue fühlt sich nicht mit offen Armen in Empfang genommen.Bild: rtl
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"Raue, der Restaurantretter": Sternekoch wird gnadenlos ignoriert

14.04.2023, 11:36
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Der Berliner Sternekoch Tim Raue versucht sich als Restaurantretter und tritt damit in die Fußstapfen von Christian Rach sowie Steffen Henssler. Doch einen Unterschied zu seinen Vorgängern gibt es: Tim Raue hilft existenzbedrohten Betrieben nicht allein – mit dabei ist auch seine Frau Katharina. Als Ex-Chefredakteurin des Fachmagazins für Gastronomie und Hotellerie "Rolling Pin" bringt sie das nötige Fachwissen mit.

Tim Raues Restaurant in Berlin ist auf Platz 26 der Weltrangliste, damit zählt er zu den erfolgreichsten Köchen weltweit. Doch in seinem eigenen Format gibt sich Raue nahbar, präsentiert sich als Koch von nebenan: "Ganz nah am Bankrott zu sein, das ist etwas, was ich kenne. Ich komme aus ganz einfachen Verhältnissen. Deswegen kann ich nachfühlen, wie es den Restaurantbesitzern geht", erzählt Raue.

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Distanziertes Verhalten der Gastgeber wirft Tim Raue aus dem Konzept

Seine erste Mission führt ihn und seine Ehefrau Katharina nach Hülben auf die Schwäbische Alb. Hier betreiben Marion und Edwin Bosler eine Vereinsgaststätte, die nicht gut läuft. "Ich sehe schon das Grauen durch die Fenster", gesteht Katharina noch bevor die beiden überhaupt eintreten. Das erste Aufeinandertreffen mit dem Wirt fällt kühl aus.

Tim und Marion arbeiten Hand in Hand in der Küche.

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Tim und Marion arbeiten gemeinsam in der Küche.Bild: rtl

Edwin Bosler bleibt lieber hinter dem Tresen, als Raue freundlich in Empfang zu nehmen und macht kurz darauf sogar ganz die Biege. Er verschwindet einfach in der Küche. Das wirft den Sternekoch sichtlich aus dem Konzept: "Ich hatte sofort das Gefühl gehabt: Nicht willkommen." Köchin Marion klärt ihn später auf: "Du bist auf der Alb. Da ist man nicht gleich so offen."

Verräterische "Glutamat-Flecken"

Natürlich wollen sich die Raues erstmal einen Überblick über die Kulinarik verschaffen, also wird kreuz und quer durch die Speisekarte bestellt. Zu Tim Raues Überraschung sind viele Gerichte akzeptabel. Andere sorgen bei ihm wortwörtlich für einen dicken Hals. "Ihr seht, wie ich rot glühe, aber nicht vor Wut", so Raue. Die roten Flecken im Gesicht kämen von einer Glutamat-Allergie.

Tim und Marion sprechen in der Küche miteinander.

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In der Küche spricht Tim mit Marion über die Speisen.Bild: rtl

Das Jägerschnitzel kann der Sternekoch gar nicht genießen: "Das sah farblich aus, wie ein Niemandsland." Köchin Marion gibt zu, die Kroketten mit einem Hilfsmittel zubereitet zu haben. Die Glutamat-Flecken lügen also nicht. Lob gibt's immerhin für das Cordon bleu. "Das hat mir richtig imponiert", freut sich Marion.

RTL-Retter wittern großes Problem

Während Tim Raue sich voll und ganz auf das Essen in der Gaststätte fokussiert, wirft Katharina einen Blick auf die Dekoration. Ihr Fazit: "Der stellt einfach alles rein, was seiner Frau gefällt." Natürlich hat sich die Marketingexpertin schon eine Lösung überlegt. Der Laden muss moderner werden und den berühmten roten Faden bekommen. Hilfe gibt's von einem Handwerker-Team. Tag eins neigt sich dem Ende entgegen und Tim Raues Fazit fällt nicht gerade positiv aus: "Mein Gefühl ist miserabel." Um einen Draht zum Gastgeberpaar zu finden, hat er sich für den nächsten Tag etwas Besonderes überlegt.

Marion und Edwin sind glücklich.

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Marion und Edwin besuchen eine Metzgerei.Bild: rtl

Es geht in eine örtliche Metzgerei. Hier dürfen Marion und Edwin einen eigenen Fleischkäse herstellen, natürlich mit Hilfe von Tim Raue. Damit scheint der Sternekoch ins Schwarze getroffen zu haben. "Ich war da noch nie, das war richtig interessant", schwärmt Marion. Die beiden tauen langsam auf, doch Raue hat noch immer ein ungutes Gefühl: "Da stimmt was gewaltig nicht!" Er will unbedingt mit dem Vereinsvorstand sprechen und herausfinden, wieso die Besucher im Lokal ausbleiben.

Stullen für alle

Davor gibt's aber erstmal Stullen für alle – natürlich selbst geschmiert von Tim Raue. "Wenn man sich meine Figur anguckt, das geht nicht mit Kaviar, Hummer oder ähnlichem", lächelt der Sternekoch. Im Gespräch mit dem Vorstand kommt schließlich ein großes Problem ans Licht. So banal wie es klingt, scheint es dem Gastronomen-Paar nicht klar zu sein. Die Gaststätte hat ausgerechnet während der Trainingszeiten geschlossen. Logisch, dass hungrige Gäste da ausbleiben.

Ganze 650 Vereinsmitglieder müssen nun also wieder zurückgewonnen werden. Das geht nur mit geänderten Öffnungszeiten und ansprechendem Essen. Tim Raue macht also das, was er am besten kann: Kochen. Gemeinsam mit Marion probiert sich der Sternekoch an neuen Rezepten. Dazu gehört auch ein veganer Linsenbratling. Und wieder ist Raue mittendrin, statt nur dabei: "Da bin ich echt dankbar, dass ich von Marion etwas lernen kann."

Katharina dekoriert.

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Katharina fängt mit dem Dekorieren an.Bild: rtl

Neben neuen Gerichten soll aber auch der Name der Gaststätte verändert werden. Aus der "Stadiongaststätte" wird kurzerhand "Ed von der Alb". Ein Albtraum für Edwin, denn "Ed" heißt auf Schwäbisch so viel wie "Nicht". Das konnte Katharina natürlich nicht ahnen. Resignieren will sie aber nicht, im Gegenteil. Sie macht Edwin den neuen Namen in Form von bunten Flyern schmackhaft. Das scheint zu wirken, denn der Gastwirt gibt sein Einverständnis: "Wenn man das auf mich bezieht, auf 'Edwin', dann ist das vollkommen ok."

Tim Raue nimmt kein Blatt vor den Mund

An Tag drei steht schon die große Wiedereröffnung an. Hier sollen die Gäste im neu gestalteten Lokal gemütlich speisen und den selbstgemachten Fleischkäse probieren. Eine Feuerprobe für die Raues als auch für das Gastgeber-Paar Bosler – jetzt muss alles glattlaufen. Der Laden platzt beinahe aus allen Ecken und Enden, ein ungewohntes Bild. Tim Raue hilft in der Küche und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund: "Ich muss jetzt an den verschissenen Ofen!"

Tim Raue mit seiner Frau Katharina.

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Katharina und Tim sind am Ende glücklich mit dem Ergebnis.Bild: rtl

Der raue Raue wird aber schnell wieder zum sanften Samariter. Und sein Engagement scheint Früchte zu tragen, denn das Feedback der Gäste fällt durchweg positiv aus. Zum Abschied gibt's von Edwin selbstgebrautes Bier. "Nur für gute Freunde", verrät der Wirt, der mittlerweile ein gutes Verhältnis zu Tim Raue pflegt. Alles weitere liegt nun in den Händen der Gastgeber. Tim und Katharina Raue haben ihre erste Mission, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, erfolgreich zu Ende gebracht.

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